Unzufrieden im Job? In 5 Schritten zur beruflichen Neuorientierung mit Mareike List - #46
Bedürfnisse nach der Geburt neu sortieren, Ideen im Kleinen testen und mit einer Portfolio-Karriere breiter aufstellen
12.10.2026 57 min Elisabeth Tophinke
Zusammenfassung & Show Notes
Unzufrieden im Job? In 5 Schritten zur beruflichen Neuorientierung – mit Mareike List
Bedürfnisse nach der Geburt neu sortieren, Ideen im Kleinen testen und mit einer Portfolio-Karriere breiter aufstellen
Unzufrieden im Job? Coach Mareike List zeigt, wie du dich in 5 Schritten neu orientierst – und warum Testen besser ist als Kündigen.
Mareike List ist systemische Coach und Expertin für berufliche Neuorientierung mit eigenem Unternehmen und parallel Projektmanagerin für Organisationsentwicklung beim S. Fischer Verlag. Davor war sie in verschiedenen Marketing-Positionen tätig. Sie hat Wirtschaftsanglistik und Marketing studiert und ist u. a. zertifiziert im LINC Personality Profiler, in Facilitation, Hypnose und Stressmanagement. Als Mutter eines Sohnes lebt sie selbst, worüber sie spricht: eine Portfolio-Karriere aus Anstellung und Selbstständigkeit.
Worum geht's
- Wie Mareike Anstellung, Selbstständigkeit und Familie mit einer 50/50-Aufteilung der Care-Arbeit vereinbart
- Was eine Portfolio-Karriere (auch Job-Portfolio oder Mosaikkarriere) ist – und für wen sie passt
- Warum 18 % der Mütter nach der Elternzeit bei einem anderen Arbeitgeber sind (Registerstudie, European Sociological Review)
- Mareikes 5-Schritte-Prozess für die berufliche Neuorientierung
- Wie du Jobideen risikofrei testest, bevor du kündigst
Das nimmst du mit:
Portfolio-Karriere
- Mehrere berufliche Bausteine statt eines linearen Karrierewegs: z. B. Anstellung + Selbstständigkeit, zwei Freelance-Tätigkeiten, Ehrenamt oder Weiterbildung
- Sie verbindet unterschiedliche Bedürfnisse, etwa Sicherheit (Anstellung) und Selbstbestimmung (Selbstständigkeit)
- Zukunftsfähig: Fällt eine Säule weg, lässt sich eine andere hochfahren
- Kein neues Phänomen: Aufsichtsratsmandate im Top-Management folgen demselben Prinzip
Die 5 Schritte zur Neuorientierung
- Ist-Analyse: Was genau stört mich, was fehlt mir? Ganzheitlich hinschauen, auch auf Partnerschaft und Care-Arbeit
- Innerer Kompass: Klarheit über Werte, Bedürfnisse, Stärken, Interessen und Rahmenbedingungen
- Ideen entwickeln: Breit und ohne „Aber“ sammeln – Jobs, Unternehmen, Business-Ideen; KI als Recherche-Sparringspartner
- Fokussieren & testen: Ideen anhand eigener Kriterien priorisieren, dann per Prototyping und Natural Networking prüfen
-
Umsetzen: Ziel setzen, Meilensteine planen, innere Blockaden erkennen und angehen
Ideen im Kleinen testen
- Mini-Praktikum, Seminar, Jobshadowing oder Buddy-Programm im eigenen Unternehmen
- Informelle Gespräche mit Menschen, die den Wunschjob schon machen – vor jeder Bewerbung
- Traum vom eigenen Café? Erst einmal Freundinnen zum Café-Nachmittag einladen und spüren, wie es sich anfühlt
- Vor dem Wechsel prüfen: Was lässt sich im jetzigen Job verändern (Jobcrafting)?
Tests für deinen inneren Kompass
- CliftonStrengths: für deine wahren Stärken
-
LINC Personality Profiler: für Charaktereigenschaften, Motive und Werte
- Folge 22: Jobaufstieg in der Kinderwunschzeit – mit Hjördis Haaker
- Folge 42: Verhandeln – warum „fair“ das teuerste Wort am Verhandlungstisch ist – mit Dr. Martina Pesic
- Folge 43: So verhandelt das FBI – und was du davon lernst
-
Folge 44: Verhandlungsführung, die wirklich funktioniert
Kontakt zu Mareike List
- Website & Blog: mareikelist.de
- LinkedIn: Mareike List
- Newsletter mit monatlichen Impulsen: über ihre Website
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Phrasenverdrescher
„Na, wann kommt denn das zweite Kind?“
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Über den Host Elisabeth Tophinke:
Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.
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Transkript
Herzlich willkommen zur heutigen
Folge von Work Life Rebels.
Ich bin euer Host Elisabeth Tophinke
und heute habe ich Mareike zu Gast.
Mareike List. Hallo Mareike.
Es freut mich sehr, dass du da bist und
wie immer stelle ich dich den Gästen
Hallo Elisabeth!
erstmal vor, damit sie
so einen Eindruck haben,
wenn sie da vor sich haben und
dann kommt der übliche Ablauf mit
Schnellfeuerfragen, dem Thema, dem
Phrasenverdrescher und den Empfehlungen.
Mareike List ist systemische Coach und
Expertin für berufliche Neuorientierung in
ihrem eigenen Unternehmen und
parallel Projektmanagerin für
Organisationsentwicklung
beim S. Fischer Verlag.
Davor war sie in verschiedenen
Positionen im Marketing tätig.
Mareike hat Wirtschaftsanglistik
und Marketing studiert.
Dazu hat sie eine Ausbildung als
systemischer Coach und verschiedene
Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel
LINC Personality Profiler, Facilitation,
Hypnose und Stressmanagement.
Wir haben uns über das Netzwerken auf
LinkedIn kennengelernt und ich freue mich
sehr, dass du heute da bist. Sehr gerne.
Ich finde dein Thema unglaublich
spannend und ich bin mir ganz sicher,
Ja, ich mich auch. Vielen
Dank für die Einladung.
dass die Gäste und Gästinnen da heute
auch sehr, sehr viel mitnehmen können,
wenn sie den Podcast hören.
Dann legen wir los,
oder? Steigen direkt ein.
Dann kommt meine erste Schnellfeuerfrage
und zwar Was vereinbarst du in deinem
Leben, Mareike?
Sekunde.
Ja, ich vereinbare meinen Job
und da muss ich ja gleich sagen,
es ist meine Anstellung und meine
Selbstständigkeit, also im Prinzip zwei Jobs,
mit meinem fünf Jahre alten Sohn, meinem
Mann, verschiedene andere Rollen, Tochter,
Schwester, Freundin und so weiter
und aber auch Zeit für mich.
Wichtige Ergänzung.
Vergessen manche Eltern,
du bist jetzt zu doll.
Wie teilst du dir denn die Care-Arbeit?
Seitdem unser Sohn im Kindergarten ist,
teilen wir uns die Care-Arbeit 50-50.
Das heißt, arbeiten beide im
Moment, ich sag mal, vollzeitnah,
so ungefähr 35 Stunden pro Woche.
Machen das aber auch so, dass jeder
mal einen langen Arbeitstag hat,
auch mal später Termine wahrnehmen kann,
dass wir aber auch nachmittags
gemeinsam verbringen mit unserem Sohn,
dass wir auch so was wie Kind krank
oder Kita zu oder Arzttermine möglichst
abwechselnd wahrnehmen.
Also wir sind ja sehr
paritätisch unterwegs,
vielleicht bis auf eine kleine Ausnahme.
Bei so bestimmten organisieren wir das
auch je nach Laune oder je nach Neigung.
Das heißt, ich bin schon klassischerweise
so für das Thema Orga, Kinder, Klamotten,
Playdates und so weiter zuständig.
Mein Mann kümmert sich dafür sehr
viel Orga, was das Haus, den Garten,
Auto betrifft und so weiter.
Von daher, ich finde es auch wichtig,
dass man da bisschen flexibel
ist und auch schaut.
Vielleicht auch wer ist gerade ein bisschen
mehr eingebunden mit der Arbeit oder
gesundheitlich oder so, dass man da
auch immer ein bisschen flexibel ist.
Wer in der Familie, also sowohl mein
Mann, ich oder auch unser Sohn,
vielleicht besondere Aufmerksamkeit bedarf
und dann passen wir unser Modell auch an.
Was gefällt dir denn am
meisten an deinen Jobs?
Zum einen muss ich sagen, dass
ich einfach mehrere Jobs habe.
Das vereint sehr viele Interessen von mir.
Im Detail bei meiner Selbstständigkeit
ist es das Thema Selbstbestimmung.
Diese Freiheit, entscheiden zu können,
wann ich arbeite, an was ich arbeite,
was für Tätigkeit ich ausübe,
vor allen Dingen aber auch,
mit welchen Menschen ich zusammen arbeite.
Das gibt mir ein immenses Gefühl
von Freiheit, auch von Sinn,
an sinnhaften Tätigkeiten
und einem Thema zu arbeiten,
da einfach Frauen zu unterstützen.
Das gibt mir extrem viel Erfüllung,
Motivation und auch Freude.
Und genauso ist auch meine Anstellung
im Bereich Organisationsentwicklung.
Finde ich es einfach super spannend,
so am Puls der Zeit zu sein und auch da
wieder Menschen und Organisationen dabei zu
begleiten.
mit Veränderungen gut umzugehen und
sich zukunftsfähig aufzustellen.
Das ist eigentlich so die Klammer
von meinen beiden Tätigkeiten,
Menschen in Veränderungsprozessen
zu begleiten,
auf organisationaler Ebene
oder auf Individualebene.
Ja, die Gemeinsamkeiten sind
tatsächlich sogar sehr naheliegend.
Und letzte Schnellfeuerfrage.
Was ist denn aktuell deine größte
Herausforderung beim Thema Vereinbarkeit?
Bei mir ist es tatsächlich diese
Balance zwischen dem Aufbau meiner
nebenberuflichen Selbstständigkeit
und Familienzeit.
Ich muss sagen, ich brenne schon wirklich
sehr für meine Selbstständigkeit,
für mein Thema.
Und da fällt mir die Abgrenzung oft
schwer, von der Zeit her auch aufzuhören.
Und ich muss auch sagen, der Aufbau von so
einer Selbstständigkeit dauert wirklich
Zeit.
Auch wenn man bestimmte andere
Jobs und Rollen noch hat,
dann dauert das extrem lange.
Und ich bin auch öfters mal weg auf
einer Fortbildung oder zum Networking mal
abends.
Oder auch wenn ich
Workshops gebe oder Kurse,
ist das auch schon mal
abends oder am Wochenende.
Das geht natürlich auch
in die Familienzeit rein.
Und da fällt es mir wirklich schwer,
die Abgrenzungen und die Vereinbarkeit
wirklich immer zu gewähren.
Sehr nachvollziehbar. Danke, Mareike.
Ich habe das Gefühl, wir wissen jetzt
schon so ein bisschen, wer du bist,
können dich schon kleines bisschen
einschätzen und dann können wir jetzt richtig
Gerne.
einsteigen und mehr über dich erfahren.
Mareike, ich würde gerne wissen, wie bei
dir das ganze Thema Karriere und Kind
zusammengekommen ist.
Also wie hat sich deine Karriere
entwickelt und wann, welchem Zeitpunkt,
vielleicht auch in welcher Rolle ist das
Kind dazugekommen und wie hast du dann so
dieses Thema
Beruf und wieder Einstieg genau gemanagt.
Da bin ich wirklich auch neugierig, wüsste
gerne, in welcher Art von Arbeitsmodell,
das so bisschen greifen zu können,
wie du das genau gemanagt hast.
Ja, also zu meiner Geschichte, auch
vielleicht wie ich zu dem gekommen bin,
wo ich heute bin, gehört für
mich schon so dieser Einstieg,
was du am Anfang auch erwähnt hast.
Also ich habe ja ein breites Studium
studiert mit Fokus auf internationalem
Marketing, habe verschiedene Stationen
dadurch in verschiedenen Unternehmen und
habe aber in der Zeit gemerkt,
so immer, egal wo ich war,
dass ich so dieses Gefühl hatte, es
passt irgendwie nicht so richtig.
Also ich musste mich immer so anstrengen.
das Gefühl ist, ich bin vielleicht
nicht gut genug oder so.
Und das hat dann bei mir kurz nach
dem Berufseinstieg dazu geführt,
dass ich noch mal so alles in Frage gestellt
habe und mir wirklich Zeit genommen
habe, mich noch mal strategisch
damit zu beschäftigen.
Was will ich überhaupt?
Was sind eigentlich meine Werte?
Was sind so Tätigkeiten,
die mich erfüllen?
habe ich für Interessen?
Und vor allen Dingen auch, was für
Rahmenbedingungen brauche ich denn,
damit ich das Gefühl habe, es
passt, damit ich zufrieden bin.
Dann habe ich informelle
Gespräche geführt, ganz viele,
Klarheit darüber zu bekommen, was passt
wirklich oder wie ist es auch wirklich im
Unternehmen.
Und habe im Prinzip so einen ganzen Prozess
von einer beruflichen Neuorientierung
einmal für mich durchlaufen.
Und am Ende von diesem Prozess hatte ich
ein Gespräch auch mit einem Unternehmen
geführt, wo ich so
dachte, das passt total.
Und es ging uns beiden so.
Und dann haben die mir am
Ende eine Stelle angeboten,
die so gar nicht offiziell existiert hat.
Also die haben die für mich geschaffen.
Und ja, da habe ich dann angefangen.
Und weil es so gut gepasst hat, bin ich
bei dem Unternehmen jetzt seit 14 Jahren.
Und das ist so meine Geschichte auch.
Ein großer Teil meiner
Berufserfahrung ist bei diesem Verlag.
Ich habe mich dann intern immer
mal wieder weiterentwickelt.
Ich bin vom Marketing zum Projektmanagement
zur Organisationsentwicklung.
Habe also so ein
Jobcrafting betrieben. Und
Ähm, ja, ich hab mich dann vor
zweieinhalb Jahren selbstständig gemacht.
Zu der Frage, wann das Kind dazukam.
So in welcher Rolle und in welchem Setup,
das finde ich immer ganz spannend.
Ja, genau.
ja, ich war damals Vollzeit als Projektmanagerin
tätig und hatte da schon so eine
Phase, ich so gedacht habe,
irgendwie ist zwar alles in Ordnung,
aber irgendwie fehlt mir so was.
Ich wusste gar nicht so genau was.
Ich hatte dann schon so die Idee, naja,
vielleicht kann ich ja was mit diesem
Thema berufliche Neuorientierung machen,
weil ich hatte so in
letzten Jahren festgestellt,
dass es gar nicht mir so geht alleine,
sondern dass es vielen von meinen Freundinnen
vor allen Dingen in meinem Umfeld so
ging, dass sie irgendwas durch Zufall
vielleicht auch eine Studiumsentscheidung,
eine Ausbildungsentscheidung
getroffen haben,
Job irgendwo gelandet sind
und dann irgendwann merken,
eigentlich passt gar nicht so richtig
zu mir und aber nicht wussten,
wie sie das angehen sollen, wie
sie sich neu orientieren sollen.
Und da hatte ich dann
so meine Erkenntnisse,
meine Erfahrungen immer mal
wieder informell weitergegeben.
Und da musste ich so an
diesen Zeitpunkt dran denken,
dass das ja eigentlich was ist, was
total wertvoll ist und ob ich das nicht
vielleicht irgendwie diesem
Thema irgendwie weitergehen kann.
Wusste aber nicht so richtig wie, weil
auch das Thema Selbstständigkeit kam für
mich lange überhaupt nicht in Frage.
Ich bin sehr, sehr sicherheitsorientiert.
Und naja, dann hat das so ein bisschen von
meiner Lebenslinie zusammengekommen mit
dem Zeitpunkt, ich habe dann geheiratet.
Dann kam das Thema Kinderwunsch,
Familienplanung und das hat dann relativ schnell
auch funktioniert.
Das heißt, ich bin dann
schwanger geworden,
bin in die Elternzeit gegangen und
hatte so in meinem Kopf innerlich, naja,
vielleicht kann ich ja in der Elternzeit
da mal bisschen drüber nachdenken.
So, da hab ich ja Zeit, ne.
Wie lange warst du weg in Elternzeit?
knapp anderthalb Jahre.
Und dann auch in Vollzeit weg?
wie bist du zurückgekommen?
... Also ... Mhm. Ja.
Ich bin in Teilzeit dann
wieder eingestiegen.
Genau, dann hast du dich
orientiert in deiner Elternzeit.
Genau. Also das war mein Plan.
für dich überlegt. Mhm.
Ja, das wollte ich eigentlich machen.
Ich hatte diese Instagram
Vorstellung von, da sitzt man,
trinkt Kaffee und kann dann halt
irgendwie ein Business aufbauen und so.
Hab dann gemerkt bei mir, das
ist gar nicht möglich gewesen.
Also ich hab 2020 meinen
Sohn bekommen, Corona.
Das war sehr, anstrengend und ich
hatte gar keine Kapazität dafür,
mich irgendwie damit zu beschäftigen.
Was will ich jetzt?
Es ging erst mal ums Überleben,
mein Kind anzukommen und so weiter.
Das heißt, ich hab das dann erst mal
geparkt und bin wieder in Job eingestiegen.
Mich hat's aber nicht losgelassen, sodass
ich dann, ja, brainstormings gemacht hab,
okay, wie kann ich das vielleicht machen?
Meine Idee war ursprünglich, irgendwie
ein Buch zu schreiben, so naheliegend,
ich komm ja aus dem Verlagswesen.
Und naja, dann hab ich aber
irgendwann, die Erkenntnis gehabt,
dass ich das eigentlich
gerne im eins zu eins,
also so wie ich das sonst auch gemacht
hab, anderen Frauen weiterhelfen,
ganz nah dabei sein.
die zu begleiten und wollte dann, ich habe
auch so einen Perfektionismusanspruch in
mir, ich wollte das dann
nicht einfach so machen,
sondern ich wollte mich auch
noch entsprechend aufstellen,
habe dann recherchiert und
habe mich dann entschieden,
Coachingausbildung zu machen, so eine
professionelle Gesprächsbasis zu haben,
Menschen wirklich professionell
begleiten zu können.
Das schafft ja auch Vertrauen.
Das so mein Eindruck.
Mhm. Ja.
Deswegen diese Zertifikate,
die man ansammelt.
ist ja auf der einen Seite Wissen, auf
der anderen Seite ist es auch einfach so
bisschen die Glaubwürdigkeit, dass
es eben Praxis plus Theorie ist.
Das zählt irgendwie immer
noch in unserer Welt.
Ja, lustig.
Genau, Thema Zertifikat war
für mich schon auch ein Thema,
warum ich das gemacht habe.
Ich muss gestehen, ich hatte davor
gar nicht so eine Vorstellung,
was Coaching wirklich ist.
Ich habe das dann erst in der
Ausbildung tatsächlich verstanden,
wie wirksam Coaching sein
kann bei Unzufriedenheit,
bei Veränderungsprozessen und war
von dem Augenblick so geflasht,
dass ich gesagt habe, das möchte ich
als Werkzeug für meine berufliche
Neuorientierung nutzen.
Aber ich möchte wirklich auch Coach sein.
Das hat mich so fasziniert und begeistert.
Weil Coaching ist ja so viel
mehr als Wissensvermittlung,
sondern das ist eine
Haltung, die man entwickelt.
man, also nicht nur im Coaching
mit Kundinnen, wie man vorgeht,
sondern auch in seinem privaten Umfeld.
Also eine ganz andere
Haltung, man annimmt,
wie man auf Dinge blickt
und auf Veränderungen.
Das hat für mich wirklich auch eine
Riesenbereicherung für mein Leben ergeben.
Und vielleicht da nochmal
zurück zum Arbeitsmodell.
Bevor ich dann diese
Coaching-Ausbildung angefangen hatte,
habe ich dann entschieden, ich glaube
zu dem Zeitpunkt hat unser Sohn dann so
bisschen das Betreuungsmodell
gewechselt und war länger in Betreuung.
Und ich habe dann aber nicht
in der Anstellung aufgestockt,
sondern ich habe diese Stundenzahl beibehalten
und hatte dann sozusagen den Freitag
immer frei, diese
Coaching-Ausbildung zu machen.
Also das war dann mein
Arbeitsmodell zu diesem Zeitpunkt,
dass ich ungefähr 20
Stunden angestellt war.
Dann hatte ich noch den
Freitagvormittag oder so,
den ich dann für meine Selbstständigkeit,
erstmal für die Ausbildung hatte.
Und dann eben den Rest,
natürlich auch noch Mama sein.
Ja, so war meine Aufstellung und so habe
ich das dann Schritt für Schritt neben dem
Job, neben dem Mama sein,
angefangen aufzubauen.
Und dadurch, dass das für
mich so eine Vision war,
die ich einfach für die ich
bis heute ja immer noch brenne,
ist das für mich dann auch
irgendwie leichtgefallen,
einen Schritt nach dem anderen zu gehen
und so es immer weiter aufzubauen.
Ja, sehr, sehr schön.
Und jetzt bist du im gleichen Stunden-Setup
unterwegs wie damals oder haben sich
die Stunden so bisschen verändert?
Und wie viele sind es genau?
Nur damit man so ein Gefühl kriegt,
ist das dieser eine Tag die Woche,
den du frei hast oder mehr?
Ich habe das dann noch mal so gemacht, wie
ich das auch damals schon gemacht hatte.
Unser Sohn ist dann irgendwann im
Kindergarten so gut angekommen gewesen,
dass er von sich aus noch länger
von der Uhrzeit da bleiben wollte,
weil seine ganzen Freunde auch
dann eben länger geblieben sind.
Und da haben wir gesagt, wenn
es ihm gerade da gut tut,
dann geben wir ihm das jetzt auch
und nutzen die Zeit auch für uns,
jetzt wieder so bisschen aufzustocken.
Und dann haben wir dieses Modell,
was ich am Anfang angesprochen hatte.
Ich bin ja immer noch
20 Stunden angestellt.
und habe eben dann diesen Rest der Zeit,
ich habe es jetzt auch so aufgeteilt,
weil man muss ja auch
schon bisschen schauen,
dass man tatsächlich in die Quere kommt
mit Anstellung und Selbstständigkeit.
Das heißt, ich habe schon feste Tage,
montags und freitags habe ich
jetzt für meine Selbstständigkeit.
Also insgesamt diese 35
Stunden, Entschuldigung.
Ich frage deshalb so genau nach, weil
ich immer wieder die Erfahrung mache,
dass das hilft, wenn man sich
das sehr genau vorstellen kann.
Und jetzt hast du zwei Dinge
gleichzeitig, zu je 50-50 ungefähr.
Also das Thema Festanstellung in der
Organisationsentwicklung und deine
Selbstständigkeit im Bereich
berufliche Neuorientierung.
Du hast dafür auch den
Begriff Portfolio-Karriere,
schon so schön genannt in
den Schnellfeuerfragen.
Ein Begriff, den ich auch
durchaus verwende für mein Setup,
das sich aber so im Verhältnis
ganz anders darstellt.
Ich mache ja wirklich Vollzeit meine
Festanstellung und mit den Stunden,
die ich durch sehr viel Unterstützung
im Haushalt und so weiter hinkriege,
mache ich meine nebenberufliche
Selbstständigkeit als Speakerin und Podcasterin.
Deswegen ist das auch nochmal
ein bisschen ein Unterschied.
Aber diesen Begriff Portfolio-Karriere,
den habe ich an der einen oder
anderen Stelle schon erwähnt.
Und glaube, du bist genau die Richtige,
einmal zu erklären, was ist das genau?
Weil der Begriff ist ja vielleicht
doch nicht so ganz eindeutig.
Und was ich wirklich spannend fände,
wäre zu erklären, was dahinter steckt.
Für wen könnte das was sein?
Warum machst du das genau so?
Ja, also Portfolio-Karriere
oder Job-Portfolio,
manche sagen auch Mosaikkarriere dazu.
Was sich dahinter verbirgt,
ist im Prinzip ein Modell,
das so ein bisschen diesem klassischen,
auch linearen Karriereweg
entgegengesetzt ist.
Also, dass man einen Job
hat, da steigt man ein,
unsere Eltern sind dann noch
bis zur Rente dageblieben.
Heutzutage hat es jetzt
bisschen auch aufgeweicht,
dass man mehrere Arbeitgeber hat, aber es
ist durchaus auch bei meinem Verlag so,
dass viele 20, 30, 40
Berufsjahre dort sind.
Und im Gegensatz dazu, das Jobportfolio
bedeutet, dass man mehrere Bausteine hat.
Also nicht nur diesen einen Job, dem sich
alles dreht, sondern mehrere Bausteine.
Das kann sein, dass man eine Kombination
aus Anstellung und Selbstständigkeit hat.
Das kann auch sein, dass man vielleicht
zwei verschiedene Freelancer-Tätigkeiten
vereint.
Also was genau diese, diese Bausteine
füllt, ist total unterschiedlich.
Das kann auch sein, dass man zum Beispiel
seine Arbeitszeit auch reduziert und
neben der Anstellung noch mal ein Ehrenamt
hat oder was auch immer vielleicht Teil
des Lebens sein soll.
Das heißt, die Inhalte
sind ganz individuell.
Es kann auch sein, dass man
das nicht immer parallel macht,
also dass man vielleicht auch mal so
bisschen sequenziell, dass sich überlappt.
Weiterbildung finde ich auch noch
mal ein ganz tolles Beispiel,
dass man auch neben der
Anstellung wirklich eine
Ja.
Ein Studium zum Beispiel,
ein nebenberufliches Studium,
Ja, vielleicht noch...
Richtig, genau. Genau.
da kann man ja zum Beispiel auch auf vier
Tage die Woche reduzieren oder vielleicht
Genau. Ja. Genau.
also für wen und warum
machen das viele Menschen?
Ich glaube, bei manchen ist es vielleicht
auch aufgrund der vielleicht finanziellen
auch noch auf drei Tage, je nachdem wie
umfangreich das Studium ist und wie schnell
Situation so, dass sie eben beispielsweise
nur einen Teilzeitjob haben und dann
man fertig sein möchte.
vielleicht sich noch
einen weiteren dazuholen.
Das kennt man ja auch so, einfach
das Einkommen aufzustocken.
Aber bei vielen ist es so wie auch
bei mir, dass es eher daran ...
liegt, dass man verschiedene
Interessen hat.
Viele sind auch Scanner-Persönlichkeiten,
noch so einen weiteren
Begriff reinzubringen.
Also das heißt Menschen, die einfach
vielseitig interessiert sind,
die verschiedene Themen lieben und
das auch in ihrem Leben brauchen.
Und dieses Jobportfolio
ist eine super Möglichkeit,
verschiedene Interessen in
seinem Leben zu vereinen.
So ist es eben bei mir auch.
Also bei mir geht es so
Bedürfnisse wie Sicherheit.
Das heißt, diese Anstellung ist
für mich schon auch ein großes
eine große Möglichkeit, mein Bedürfnis nach
Sicherheit zu stillen und gleichzeitig
die Selbstständigkeit, mein Bedürfnis
nach Selbstbestimmung zu erfüllen.
Also mal so als klassisches Beispiel
kann aber natürlich einfach auch
themenspezifisch sein, dass man
eben verschiedene Themen hat.
Und es ist, wenn ich dir so zuhöre und
meine eigenen Beobachtungen damit reingebe,
auch ein Setup, das ich für
sehr zukunftsträchtig halte.
Weil genau wie du sagst, der lineare
Lebenslauf hat so bisschen ausgedient.
Die Alternative ist aber ja vielleicht
auch nicht diese völlige Abhängigkeit von
ich suche mir hier wieder was
Neues, ich muss dann umziehen,
ich lerne wieder was anderes.
Weil diese langfristige Zugehörigkeit zu
einem Unternehmen und die damit verbundene
Sicherheit, die fehlt natürlich,
wenn Wechsel häufiger werden,
wenn Fluktuationen
Unternehmen häufiger werden.
Und eine Portfolio-Karriere kann
solche Dinge hier abfedern,
indem man dann von dem einen
Job quasi hochskalieren kann,
Übergangszeiten zu überbrücken oder
sich auch parallel weiterzuentwickeln,
weiterzuqualifizieren, dann einen
Karrierewechsel vorzubereiten.
Also ich gebe noch mal so bisschen
was rein, weil ich merke,
dass dieses Thema Portfolio-Karriere für
mich total spannend ist und trotzdem viele
Leute sich nur fragen, was
machst du gleichzeitig?
Zwei Sachen?
Ja, und wie organisierst du das oder so?
Also ich krieg da immer noch gefühlt sehr
viele Fragezeichen und Rückmeldungen,
wo ich mit denke, also so schrecklich
kompliziert ist es eigentlich nicht.
Ja, also man muss natürlich schon schauen,
dass man auch die Abgrenzung schafft und
dass man sich da nicht zu viel zumutet.
Aber wenn das eben aus so einem Ansporn
heraus entsteht, wie ich gerade sagte,
dass es so verschiedene
Bedürfnisse im Leben erfüllt,
kann das ja einfach auch zu
ganz viel Motivation führen.
Und ich bin da total an der Meinung,
das ist ein sehr zukunftsfähiges Setup,
sage ich mal.
Weil diese linearen Karrieren,
das sehen wir jetzt schon,
das wird in Zukunft mit der KI-Transformation
noch viel mehr der Fall sein,
dass diese linearen Karrieren
immer weniger werden und
Karrierewege vielfältiger werden.
wenn man sich da ein bisschen breiter
aufstellt und vielleicht auch in so einer
Selbstständigkeit solche Skills
wie unternehmerisches Denken,
auch Anpassungsfähigkeit, Flexibilität
trainiert, stellt man sich einfach viel,
besser auf.
Und wie du sagst, das
sage ich auch immer viel,
wenn man sich mit so einem
Jobportfolio oder auch erstmal,
da kommen wir auch nachher noch zu.
mal überlegt, was könnten denn
verschiedene Optionen sein,
die zu mir passen könnten.
Das gibt so eine Freiheit, sich auch in
Zukunft, wenn mal so eine Säule wegfällt,
die andere Säule vielleicht hochzufahren.
Also halte ich auch für sehr,
sehr zukunftsfähig dieses Modell.
Schöne Zusammenfassung.
Einen Gedanken möchte ich noch
reingeben, wenn ihr so etwas gestaltet,
dann Rückmeldung bekommt in die Richtung,
geht das denn, ist das nicht zu viel?
Klassischerweise gibt es im Top-Management
auf den allerhöchsten Positionen dieses
Thema, dass man ab einem gewissen Alter
und gewisser Berufserfahrung plötzlich noch
Aufsichtsratsmandate zum Beispiel dazu
hat, ist eigentlich auch ein Nebenerwerb.
Oder dass man zum Beispiel dann mit
zunehmendem Vermögen plötzlich irgendwelche
Immobiliengesellschaften gründet, seinen
wachsenden Reichtum irgendwie noch zu
verwalten.
Das ist auch ein Job, der
anmeldungspflichtig ist.
Also worauf ich hinaus möchte ist...
Es gibt da jetzt einen
schönen neuen Begriff dafür.
Und ich merke, dass sich Mütter und
Frauen da so bisschen mehr ran trauen.
Aber habt da keine Angst und lasst euch
da nicht einreden, dass das nicht geht.
Das gab es schon immer.
Und diese klassischen Beispiele helfen
euch vielleicht da vielleicht ein bisschen
mit breitem Kreuz zu sagen, ich
kriege das hier nicht, ich will das.
Wenn das die Geschäftschefs
Mitte 50 hier hinkriegen,
warum sollte ich mit meiner Lebenserfahrung
und mit meinem vereinbarkeitserprobten
Risikohandling das nicht auch hinbekommen?
Mareike, jetzt ist Portfolio-Karriere
hier eine mögliche Lösung auch für eine
berufliche Neuorientierung.
Ich würde jetzt gerne aber auch so
dieses Thema wie orientiert ...
Man sich denn neu, bevor man zum
Beispiel bei so einer Lösung landet,
nochmal so von Grund
auf bisschen aufrollen.
Denn wenn ich mir so die Zahlen
angucke, da gibt es unterschiedliche,
aber solide Studien, zum
Beispiel von diesem Jahr,
eine Registerstudie des European
Sociological Review sagt,
nach der Elternzeit sind 18 % der
Mütter bei einem anderen Arbeitgeber.
18 % finde ich ist schon
ziemlich viel, wenn man bedenkt,
dass eine Elternzeit jetzt auch
gar nicht so schrecklich lange ist.
Also auf der einen Seite würde ich mit
der Zahl gerne sensibilisieren dafür,
dass es vielleicht eine gute
Idee ist auch für Arbeitgeber,
die Potentialträger und
Trägerinnen halten wollen,
da sich aktiv damit auseinanderzusetzen.
Auf der anderen Seite könnte
ich mir aber auch vorstellen,
dass das Hörer und Hörerinnen inspiriert,
sich mit dem Thema Neuorientierung zu
beschäftigen und sich da nicht so alleine zu
fühlen.
Wie fängt denn jetzt jemand an, der
vielleicht aufgrund des Themas Vereinbarkeit
Aber vielleicht auch einfach, weil
der Job jetzt drei Jahre schon ...
Quasi, weil man das schon drei
Jahre macht und nicht sieht,
dass die nächste große
Herausforderung direkt die Ecke ist.
Also, wie geht man dieses
Thema Neuorientierung denn an?
Ja, also ich würde
empfehlen, ganz am Anfang,
wenn so dieses Thema
Unzufriedenheit hochkommt.
Das kann sein, dass es
konkrete Gründe hat,
dass man vielleicht sich
nicht wertgeschätzt fühlt,
dass man vielleicht auch ganz konkret
den Job gekündigt bekommen hat.
Kann aber auch sein, dass man eher so
ein diffuses Gefühl von Unzufriedenheit,
von Gehetztheit, von ich werd irgendwie
gar kein mehr gerecht und irgendwie passt
mein Job nicht jetzt mit
meiner Familie mehr zusammen.
aber man vielleicht gar
nicht so genau sagen kann,
woran es jetzt liegt oder was man
vielleicht stattdessen bräuchte,
dann empfehle ich, dem ersten Schritt
mal genauer sich diese Unzufriedenheit
anzuschauen.
Also zu überlegen, was genau ist es,
was mich stört und was fehlt mir.
Das können auch so Grundbedürfnisse sein
wie vielleicht fehlt mir Sinnhaftigkeit,
vielleicht fehlt mir Autonomie.
vielleicht fehlt mir auch einfach
Abwechslung in meinem Leben.
sein.
Also da mal genauer hinzuschauen,
was für ein Aspekt ist es wirklich,
der mir fehlt und dann zu
überlegen im ersten Schritt...
und da bisschen tiefer zu graben.
das klingt super reflektiert.
Und ich weiß, wenn man mit sich selbst
beschäftigt hat und tiefer eingetaucht ist,
dann sagen einem die Begriffe auch alles.
Aber im Prinzip sind die Symptome für
die Bedürfnisse, die du schilderst,
vielleicht noch bisschen praktischer.
Also kannst du da noch mal sagen, was wäre
so Beispiel für fehlende Autonomie zum
Beispiel?
ein anderes, damit man so
ein Gefühl kriegt, okay,
von dieser Situation schließe ich
jetzt auf Autonomie fehlt mir.
Also da würde ich mal genauer reingehen
in eine Selbstbeobachtung, Wahrnehmung.
Also zu schauen, ich bin unzufrieden.
Woran merke ich das?
Also was für Gedanken
kommen mir da in Kopf?
An welche Situation denke ich?
Und im Beispiel Autonomie, naja, könnte
es vielleicht sowas sein wie, ach,
jetzt bekomme ich schon wieder eine Aufgabe,
ich habe überhaupt keine Lust drauf,
warum eigentlich?
ist doch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Ich spinne jetzt einfach nur
mal ein paar Beispiele, ja?
Aber ich...
Naja, genau, aber ich glaub, das hilft.
Weil Autonomie, weiß, ist so ein wichtiges
Grundbedürfnis, aber es ist auch eins,
da muss man ein bisschen in sich
heinhorchen, zu verstehen, dass es das ist,
das man gerade vermisst.
Genau.
Also bei mir war das zum
Beispiel auch so, dass ich...
Also, ich kenne ja alle
Mütter, wenn man...
Kurz nach der Geburt, man
ist sehr, fremdbestimmt.
Klar, dieser kleine Mensch braucht erst
mal ganz, ganz viel Aufmerksamkeit.
Und bei mir war dieses Thema Autonomie,
Selbstbestimmung früher
nie so ein Riesenthema.
Aber nach der Geburt haben sich
meine Bedürfnisse nochmal verschoben.
Und das ist, ich, auch ganz wichtig, sich
mal vor Augen zu führen, dass so Werte,
man hat, Bedürfnisse...
Die verschieben sich nach so einer Geburt,
nach so einem prägenden Lebensereignis,
können die sich massiv verschieben.
Deswegen ist es auch so wichtig, noch mal,
wenn man das vielleicht
auch nicht so geübt ist,
jeden Fall mal reinzugehen und sich zu
fragen, was ist mir gerade wichtig?
Was fehlt mir?
Was brauche ich, damit ich
glücklich bin und zufrieden bin?
Bei mir war das Thema so
krasse Fremdbestimmung,
dass bei mir das Bedürfnis nach
Selbstbestimmung so stark gestiegen ist,
dass für mich am Ende sogar eine
Selbstständigkeit in Frage kam.
Also da zu schauen ...
Genau, was sind das für
Gedanken für Situationen,
das vielleicht mal mit jemandem
zu besprechen, herauszufinden,
was sind so diese Aspekte?
Naja, jemanden vielleicht zuhören lassen,
mit dem Auftrag genau hinzuhören
und die Bedürfnisse aufzuschreiben,
fällt einer Beobachterin oder einem Beobachter
vielleicht sogar leichter als einem
selbst.
Nicht ein sehr guter Also Ist-Analyse
könnte man diesen ersten Schritt nennen.
Ja.
Situation verstehen und verstehen,
was die Unzufriedenheit ausmacht.
Und dann, was ist der nächste Schritt?
Hm? Genau.
Ich würde vielleicht noch mal da
einen kleinen Einschub machen,
weil ich das auch ganz wichtig finde,
weil ich das ab und zu mal erlebe.
Ich will bei dieser Ist-Analyse
auch schauen, den Blick weiten,
nicht nur auf den Job,
sondern ganzheitlich.
Ich bin systemisch ausgebildet,
das heißt, würde empfehlen,
auch ganzheitlich mal auf das Leben
zu schauen, auf die Lebenssituation.
Das heißt, es kann sein, dass ich
eine Unzufriedenheit im Job verspüre.
Wenn ich aber mal
ganzheitlich draufschaue...
auch mal vielleicht die Beziehung,
Partnerschaft mit einbeziehe, das Setup,
was du vorhin auch gefragt hast,
wie teilt ihr euch die Care-Arbeit,
kann es vielleicht auch rauskommen,
dass diese Unzufriedenheit
auch dadurch verursacht ist,
dass vielleicht ein Ungleichgewicht in
der partnerschaftlichen Verteilung von
Care-Arbeit herrscht und es dadurch zu
dieser Gehetztheit, diesem Gefühl von,
ich kann es gar nicht allen Bereichen
recht machen, Und dann, also...
Ursachenanalyse, wenn es vielleicht daran
liegt, zu schauen im nächsten Schritt,
was kann ich denn verändern?
Vielleicht ist es im Job, aber vielleicht
ist es auch irgendwas in einem anderen
Lebensbereich.
Und dann an der richtigen Stellschraube
zu drehen, finde ich ganz wichtig.
genau, das wäre eben der nächste
Schritt jetzt zu schauen,
was kann ich denn konkret
beeinflussen oder verändern?
Also auch wenn vielleicht so ein erster
Reflex ist, ich bin unzufrieden im Job,
es passt nicht mehr, suche ich
mir einen neuen Arbeitgeber.
Ja.
würde ich erst mal empfehlen zu schauen,
was kann ich denn jetzt
in meinem Job verändern?
Also dieses Stichwort Jobcrafting.
Oft denken wir, und es ist natürlich
auch oft so, aber wir vermuten,
dass es nicht möglich ist, Unternehmen
als Mutter in Teilzeit beispielsweise eine
Führungsrolle zu übernehmen.
Oder ich werde jetzt vielleicht bei einer
Gehaltsrunde ausgelassen oder sowas.
Das kommt alles vor, das wissen
wir ja auch aus Studien.
Aber nichtsdestotrotz, lohnt es sich.
zu überlegen, was würde mir jetzt
vielleicht mehr Werte geben?
Ist es eine Gehaltssteigerung?
Ist es, dass ich wieder für ein
verantwortungsvolles Projekt dazugezogen werde?
Und das anzusprechen, ganz konkret.
Manchmal kann es auch sein, dass man
irgendwie so aus einem wohlwollenden Gedanken
heraus geschützt wird als junge Mama.
Und das finde ich ganz wichtig, da
ins Gespräch zu gehen und auszuloten,
was sind meine Möglichkeiten in meinem
Job jetzt, da etwas zu verändern,
dass ich zufriedener werde?
Weil man muss auch sagen, als
junge Mama ist es natürlich auch,
wenn man üblicherweise einen Teilzeitjob
wieder sucht, ist es auch nicht einfach.
Von daher würde ich da
erst mal raten zu schauen,
was kann ich in meinem jetzigen Job
ändern, damit ich zufriedener bin.
Ne, wirklich nicht.
Und es ist ja tatsächlich
auch häufiger so,
dass wenn man sich schon bewiesen hat in
dem Job und auch die Möglichkeiten schon
ein bisschen besser einschätzen kann, da
vielleicht auch ein gewisses Netzwerk hat,
dass es leichter ist, an
eine Position zu kommen,
die dann sehr individuell zu einem passt,
als wenn man über den
externen Arbeitsmarkt geht,
der doch auch ein ganzes Stück intransparent
ist und wo dieses, wir wissen schon,
dass du es kannst, ja wegfällt.
Dieses, beweisen müssen muss dann
immer erst noch geleistet werden.
Genau.
Ja, genau.
Und was ich jetzt noch
ergänzen wollte, ich glaube,
man darf sich auch ehrlich fragen,
wenn es irgendwelche Dinge gibt,
die vielleicht auch erstmal so
widersprüchlich sind, wie, ja,
ich möchte gerne dieses Projekt wieder,
ein verantwortungsvolles Projekt betreuen,
was ich vielleicht auch
vor der Elternzeit,
vor der Geburt von meinem
Kind bekommen habe.
Gleichzeitig merke ich aber, dass ich
vielleicht gar nicht die Energie habe,
dass ich einfach auch meinen Fokus
gerade auf meinem Kind habe, ja.
Und dann sind oft so
widersprüchliche Bedürfnisse da.
da mal ehrlich hinzuschauen, welches
Bedürfnis jetzt Priorität hat.
Es kann sein, dass es diese
Lebensphase jetzt gerade auch okay ist,
die Leistungsansprüche mal runterzuschrauben
und nur für das Kind da zu sein,
auch wenn man ansonsten eine
leistungsorientierte Frau ist.
Das finde ich ganz wichtig zu schauen.
Es sind Lebensphasen und es kann auch
wieder eine Lebensphase danach kommen,
wenn das Kind wieder vielleicht mehr
Betreuung ist, man mehr Energie hat.
Und dann kommt automatisch wieder
was anderes, das Priorität hat.
Da auch so bisschen liebevoll mit sich
zu sein und ganz genau zu schauen, okay,
was ist für mich gerade am wichtigsten.
Also in der Ist-Aufnahme
nicht nur den Beruf angucken,
sondern auch das gesamte Privatleben.
Stichwort auch Aufteilung von
Care-Arbeit und Mental-Load.
Da gibt es auch ein paar Tests, wie man
das noch bisschen einfacher machen kann in
der Ist-Aufnahme, auch
in der Partnerschaft.
Und was ich hier jetzt auch noch gehört
habe und noch mal unterstreichen möchte,
ist, dass du sagst, es lohnt sich, da noch
mal ganz ehrlich mit sich selbst zu sein
und eine Freundin dazu zu nehmen und dass
ich da auch über den eigenen Horizont
hinaus zu orientieren.
Ja, was ist dann der nächste Schritt?
Ja, also als nächstes würde ich dazu
empfehlen, wenn man jetzt unzufrieden ist,
man merkt, okay, ich möchte
irgendwie was verändern,
ich weiß vielleicht noch nicht so ganz
genau, wo es jetzt hingehen soll,
was mir wichtig ist, diese Chance
auch mal wirklich zu nutzen,
sich tiefer damit zu
beschäftigen, was ist mir wichtig,
also Klarheit zu bekommen über Werte, über
Bedürfnisse, über Lieblingstätigkeiten.
über Interessen, die man so hat, aber auch
vor allen Dingen über Rahmenbedingungen.
Also auch so was wie, was für eine
Arbeitszeit, was für ein Arbeitsmodell,
was für eine Art von Umfeld brauche
ich, damit ich zufrieden bin.
Das kann man in der eigenen
Selbstreflektion machen,
wieder im Sparring so
auch mal Umfeld befragen,
was siehst du vielleicht für Stärken
bei mir oder was siehst du bei mir so.
Es gibt auch tolle Tests dafür, die man
nochmal so Unterstützung nehmen kann.
Und da einfach so ein klares
Bild von sich zu bekommen,
ich nenne das den eigenen inneren Kompass
zu entdecken und das mal so wirklich in
einem Blick vor sich zu haben.
Weil nur wenn man wirklich klar
ist über die eigene Persönlichkeit,
die eigenen Werte und so weiter, dann kann
man auch ganz bewusste Entscheidungen
treffen über Jobs, über Unternehmen
und so weiter, die zu einem passen.
Das wäre für mich so der zweite Schritt.
Einer, der vielleicht sogar
einfacher klingt, er ist.
Denn Bedürfnisse erkennen, Werte
erkennen, Lieblingstätigkeiten,
da habe ich rausgehört, stärken.
Das ist schon eine Aufgabe für so ein
paar ruhige Wochenenden oder Abende,
wo man noch Energie hat.
Da gibt es ein paar schöne
Tests, die einem dabei helfen.
Aber es ist auf jeden Fall ein bisschen
Arbeit, die da investiert werden muss,
würde ich jetzt mal so
von der Seite rein sagen.
Ja, genau, also je nachdem, wie
klar man vielleicht sich auch ist,
aber ich habe ja auch gesagt, es lohnt
sich immer mal wieder so reinzuschauen,
zu reflektieren.
Genau, also ich weiß nicht, ob ich auch
vielleicht mal eine Test nennen kann,
die ich empfehlenswert
und vielleicht sogar mit
Links, so quasi der eine Test,
den man heute Abend schon mal
vorm Fernseher machen kann.
Oder vielleicht nicht vorm Fernseher,
weil dann ist man abgelenkt,
aber kurz bevor quasi alles vorbei ist
und nur noch Erholung angesagt ist.
Vielleicht hast du da eine Idee.
Es gibt natürlich auch ganz
viele kostenlose Tests.
Ich empfehle jetzt für dieses Thema,
weil ich auch das Thema
Stärken so wichtig finde.
sag mal, wahre Stärken.
Es geht jetzt nicht Kompetenzen,
was man mal gelernt hat,
sondern wirklich so wahre Stärken,
also das, einem leicht liegt,
wo man Energie bekommt.
Da gibt es einen tollen Test
von dem Clifton StrengthsFinder,
den kann ich auf jeden Fall empfehlen.
Und wenn man das Ganze so ein bisschen
umfassender Tiefgreifender machen möchte,
empfehle ich zum Beispiel den
Persönlichkeitstest von LINC.
Der gibt noch mal tolle Aufschlüsse
über die Charaktereigenschaften,
Motive und Werte.
Ja, danke dir. Zwei
Schritte also ist Aufnahme.
Blick im Grunde in den
Spiegel, sich selbst.
Selbsterkenntnis könnte
man vielleicht dazu sagen.
Wie geht's dann weiter?
Genau, dann geht es in
den dritten Schritt.
Also ich mache das mit meinem
Prozess in fünf Schritten.
So, und jetzt werden wir so in der Mitte,
wenn man Klarheit über sich selbst hat,
eigenen Kompass.
Dann würde ich empfehlen, die
Ideen für nochmal reinzugehen.
Oft ist es so, dass wir denken so, ja,
aber ich habe das gelernt und dann
gucke ich irgendwie auf Stellen, Börsen,
immer nach dem gleichen und so, weil
wir natürlich auch so Hindernisse haben,
uns irgendwie vorzustellen.
Wir machen was komplett anderes.
Ich empfehle da erst mal offen
reinzugehen, ohne ein Aber,
sondern wirklich mal
ganz breit zu überlegen,
auf der Basis von meinem inneren
Kompass, meiner Selbstkenntnis.
Was könnte alles zu mir passen?
Was für Jobideen habe
ich? Was für Unternehmen?
Also das finde ich auch super wichtig.
Ganz konkret mal zu schauen,
welche Unternehmen gibt es,
die zu meinem Profil passen können, zu
meinen Rahmenbedingungen und so weiter.
Und auch vielleicht, wenn es für mich
in Frage kommt, was für Business-Ideen,
für eine Selbstständigkeit habe ich
denn, schlummern vielleicht in mir,
was ich eigentlich schon weiß,
aber es vielleicht nicht zulasse.
Das alles mal ganz breit aufzuschreiben.
Ja.
Also erst mal auch einfach das,
was man schon im Kopf hat.
Oder würdest du direkt anfangen, so mit
einem KI-Chat loszulegen und zu sagen,
wir machen das jetzt mal hier im Sparring,
du recherchierst mir immer schön zu
diesen Stichworten, was es gibt.
Oder erst mal nur für sich und
dann erst in die Recherche gehen.
Ja, also ich würde das
tatsächlich auch so machen.
Erstmal für sich
aufschreiben, was kommt mir,
sich auch mal wirklich
Zeit zu nehmen dafür.
Muss ich vielleicht auch
dazu sagen, so ein Prozess,
das lässt sich super schwer
neben Vollzeit- Teilzeitjob,
Care-Arbeit und so weiter machen,
dafür mal richtig Zeit nehmen.
Vielleicht mal Wochenende raus oder so.
Und dann zu schauen, was ist
denn eigentlich so die Sachen,
wo ich die Zeit vergesse, wo ich merke,
boah, da hab ich total Spaß dran,
über dieses Thema könnte
ich stundenlang reden.
Und dann eben Ideen entwickeln,
was könnte dazu passen?
Und natürlich auch KI zu Hilfe nehmen.
Wir haben ja ein super
Recherchetool, empfehle ich auch.
Ich habe da auch KI-Prompts entwickelt.
Das kann super helfen.
Wenn man jetzt einen
richtigen guten Prompt hat,
kann das sehr gute Ergebnisse liefern.
Auch zur Recherche von
Unternehmen zum Beispiel.
Das kann man auch mal dazu nehmen.
Nicht unreflektiert
übernehmen, sondern durchlesen.
und auch rein spüren.
Also schauen, bei welchen Positionen,
die mir KI vorschlägt, merke ich so,
das ist ein Kribbeln. Das
kann ich mir vorstellen.
Und die übernehmen.
Also ruhig schon breit schauen, auch wieder
das Gleiche mit Freunden im kreativen
Brainstormen ist das auch super, wenn
man da so einen Sparringspartner hat,
gemeinsam überlegt,
was könnte denn passen,
der vielleicht auch nicht
diese Brille von, ja,
aber ich habe ja nicht
die Qualifikation hat,
sondern auch vielleicht jemand Neutrales,
da einfach mit Brainstormen zu lassen.
Ja, sehr, sehr sinnvoll und
kann ich total nachvollziehen.
Und ich finde gut, dass du sagst, auch
nicht in den klassischen Kategorien gucken,
sondern erstmal ganz breit und ganz offen.
Also ist der dritte Punkt im Grunde
Recherche oder erstmal in sich selbst rein
spüren und Ideen entwickeln und die
dann ein bisschen recherchieren.
Was kommt dann?
Dann kommt der Punkt, dass
man eher Richtung Tun kommt,
dass man nicht einfach nur
Ideen, Spinnen, Träumen,
sondern das auch wieder
bisschen fokussiert.
Ich verfolge da auch den
Ansatz des Design-Thinkings,
das kommt aus der Produktivitätsforschung.
Da geht es darum, immer nur zwei
Schritte, einmal breit aufzumachen,
was wir eben hatten, und dann aber auch
wieder sich zu fokussieren, zu priorisieren.
sich auch Kriterien zu überlegen, was
sind vielleicht so meine fünf wichtigsten
Kriterien wie Sinnhaftigkeit,
Selbstbestimmung, Abwechslung, Flexibilität,
was auch immer.
Und dann hat dieser
Kriterien dann zu schauen,
welche von diesen Ideen
passen da am besten zu.
Dass man so ein Set an den favorisierten
Ideen hat und mit denen dann noch mal
tiefer zu gehen, in so einen Ideencheck,
so einen Realitätscheck zu machen.
Also erst macht man den Abgleich,
Idee versus meine Stärken, die Dinge,
die mir Energie geben, das was ich
machen möchte und dann prüft man,
ob man damit auch Geld verdienen kann
und ob das irgendwie in der Umgebung
verfügbar ist oder wenn man
auf dem platten Land wohnt,
kann man halt vielleicht nicht in
der Medienagentur arbeiten oder so.
Also das meinst du da mit Realitätscheck.
Genau, also sowohl vom
Menschenverstand her prüfen,
aber schon auch nochmal
tiefer recherchieren.
Also auch mit KI kann man auch
wieder super recherchieren.
Vielleicht sich mal Interviews anzuschauen
von CEOs auf LinkedIn, zu schauen,
wie präsentiert sich das Unternehmen,
worüber sprechen die und da kann man dann
ja auch schon ein bisschen vergleichen,
wie ist dieses Unternehmen,
passt das zu mir,
was versprechen die da so auch auf
so wie Kununu mal sich anzuschauen,
wie ist der Score, wie
sind Bewertungen dazu.
Also diese Recherche einerseits
und was ich dann auch empfehle,
wirklich mal auszuprobieren.
Also ich nenne das Prototyping, das kommt
auch aus dem Design Thinking, bedeutet,
dass ich mir überlege, wie könnte ich ein
Setup bauen, diese Idee, die ich habe,
die meinem Kopf sich toll anhört,
zu testen, wie die Idealität ist.
Das kann so was sein
wie ein Minipraktikum,
wie ich belege jetzt mal ein Seminar dazu.
Ich mache jetzt einfach mal in
meinem Freundeskreis, sage hier,
ich würde gerne mal das und
das machen, wer hat Lust?
Ich probiere das also einfach mal aus.
Das heißt, es geht darum, ohne großes
Risiko in einem kleinen Schritt zu testen,
ist diese Idee wirklich in der
Realität so, ich mir das vorstelle.
Das ist so eine Möglichkeit und die andere
ist noch das Thema Natural Networking.
Das heißt, es geht dabei darum,
zu schauen, Kontakte zu knüpfen.
Zum Beispiel mit Menschen,
die in einem Feld arbeiten,
vielleicht eine Jobposition haben,
die ich in meinem Kopf habe,
die ich irgendwie spannend finde.
Und dann mit denen ein
informelles Gespräch zu führen.
Also klassischerweise machen wir
solche Gespräche ja irgendwie erst im
Bewerbungsprozess.
Mir geht es aber darum, das
vorab zu führen, also informell.
Gar nicht mit dem Hinterkopf, ich
will jetzt da einen Job haben,
sondern ich möchte herausfinden, ob diese
Idee wirklich mir entspricht oder wie die
in der Realität ist.
Und dann eben Fragen zu stellen.
Was sind vielleicht
Herausforderungen dieser Position?
Was auch immer für meine Frage,
die ich habe, spannend ist.
Oder eben auch Kontakte zu knüpfen
zu potenziellen Unternehmen,
die ich spannend finde.
Also da diese verschiedenen
Strategien zu nutzen,
ehrliche Insights in diese
möglichen Ideen zu bekommen.
Und da immer Klarheit.
Ja
immer mehr Klarheit zu bekommen, was
ist jetzt vielleicht die eine Idee,
die ich jetzt weiter verfolgen will.
sich über LinkedIn Leute rauszusuchen,
die mal zu fragen, du mal kurz Zeit,
vielleicht auch ganz niederschwellig
erstmal einen Podcast anhören von jemandem,
der zu seinem Job was erzählt,
dann ist das noch so ganz einfach,
das ist vielleicht so ein
erster minimaler Schritt,
das mache ich zum Beispiel gerne, deswegen
habe ich ja auch so viele Role Models im
Podcast, zu sagen, erzähl mal ein
bisschen, wie ist das so bei dir,
deswegen frage ich immer, was magst an
deinem Job, weil ich wissen möchte,
oder weil ich rauskitzeln möchte,
was ist denn so vielleicht das,
was andere Leute auch daran reizen könnte,
sollten sie ähnliche Interessen haben.
Und das Mini-Prototyping
finde ich total wichtig.
Ja, super.
Da muss ich jetzt einfach
mal zwei Anekdoten teilen,
weil ich hatte es zweimal in meiner
Karriere, dass ich dachte, wow,
also jetzt habe ich zwar was über mich
gelernt, aber ich habe auch gelernt,
dass das, was ich gerade
mache, nicht das ist,
was ich mein Leben lang machen möchte.
Also zum Beispiel habe ich mir
Beratung, also Strategieberatung,
tatsächlich anders vorgestellt als es ist.
Und als ich mich dann bei
McKinsey beworben hatte...
Und angenommen worden bin, hab ich das
schon aus den richtigen Gründen gemacht.
Einmal dieser ganze Ehrgeiz und ich wollte
wissen, wie andere Unternehmen sind.
Da hab ich ganz viel gelernt.
Aber ich hab auch erst da kapiert,
wie wichtig mir Verantwortung ist.
Das hatte ich in der
Beraterrolle gar nicht.
Vorher in meinem Industriejob war ich
für riesige Budgets und große Projekte
verantwortlich.
Und plötzlich gucken da drei
Führungskräfte über jede Präsentation.
Das hätte ich nie im Leben gedacht vorher.
Deswegen ist dieses
Prototyping so wichtig.
Da sind ehrlicherweise meine
Erwartungshaltung an den Job.
Top-Management-Beratung, müssen
ja unglaublich wichtig sein.
Und die Realität so bisschen geclasht.
Dann hab ich auch viel über mich gelernt
und auch die Konsequenzen schnell gezogen,
da nicht lange.
Aber das war, würd ich sagen,
jetzt eine aufwändige Lernkurve.
Deswegen kann ich da hinten
Prototyping schon sehr unterstützen.
Und umgekehrt, einmal
hab ich's hingekriegt.
Ich hab tatsächlich nebenberuflich mal
so einen Start-up-Incubator mitgemacht,
weil ich dachte, so eine ...
So eine skalierende Plattform Idee.
Ich könnte mich ja komplett selbstständig
machen mit so einem skalierenden
digitalen Unternehmen.
Dann habe ich festgestellt,
es ist zwar total spannend,
das Produkt aufzubauen und so, aber
ich bin extrem gerne Führungskraft.
Und wenn man was aufbaut,
braucht man aber nicht zu führen,
sondern macht man alles selbst.
Und da hab ich's dann
bisschen besser hingekriegt,
weil das war dann eben so an Freitagen
und Samstagen und in Abendveranstaltungen,
wo ich mich der Start-up-Bubble
intensiv bewegt habe,
dann bei dieser Erkenntnis
für mich zu landen.
Also, ich kann das so unterstützen,
und wenn du da vielleicht noch ein paar
Beispiele hast für mögliche kleine Tests,
dann glaube ich, ist das sehr inspirierend
für alle, die das mal testen wollen,
bevor sie sich eben
quasi vielleicht wegbewerben,
was anderes machen.
Weil da muss man auch ehrlich sein,
der Arbeitsmarkt ist nicht ganz so
positiv für Leute, die was suchen.
Beziehungsweise es gibt einfach sehr,
sehr viele gute Bewerber gerade.
Und dann ist vielleicht ein kleiner Test
die Variante, gerade dann doch möglich ist.
Ja, also würde ich wirklich auf jeden Fall
empfehlen und das sieht man jetzt auch
bei diesem Prozess, den ich
auch so gerade vorstelle,
dass ich auf gar keinen Fall
empfehle, direkt zu kündigen,
wenn man unzufrieden ist,
sondern wenn es irgendwie geht,
jetzt erstmal zu schauen in kleinen
Schritten, was ist es vielleicht wirklich,
wenn ich mich neu orientieren will.
Im Prinzip kann man sich
da alles überlegen.
Also die Frage ist einfach, es ist auch
individuell, ja, es heißt ja nicht,
dass für jeden jetzt ein Mini-Praktikum
oder für jeden dieses Natural Networking
das Richtige ist, sondern Ich würde
eher da systemisch rangehen und fragen,
was glaubst du, wenn du diese Idee hast,
wie könntest du die für dich
machbar in deinem Alltag testen?
Das kann ein Praktikum
sein, muss es aber nicht.
Das kann vielleicht auch, wenn
du im großen Unternehmen bist,
da gibt es super schöne
Möglichkeiten wie Jobshadowing,
wie vielleicht bei einem
Buddy-Programm mitmachen.
Es gibt natürlich auch so ein Netzwerk,
wo man sowas dann mal nutzen kann,
auch wie Mentor.Me oder so.
Mentor zu suchen oder
einfach in großen Netzwerk.
Ich bin ja auch bei NUSHU
zum Beispiel, Frauennetzwerk,
da so ein Netzwerk zu nutzen, eben
vertrauliche Gespräche auch zu führen oder
andere Vorbilder, andere Frauen,
andere Menschen noch kennenzulernen,
die in Unternehmen arbeiten.
Das muss gar nicht irgendwas
Großes im beruflichen,
man kann auch gucken im privaten, kann
ich das vielleicht irgendwie auf so einer
ehrenamtlichen oder einfach mal
im Freundeskreis was ausprobieren sein.
Ja, das stimmt.
Ich mache jetzt noch mal
ein pragmatisches Beispiel.
Wenn man testen möchte, ob man gut
organisieren kann, Events organisieren kann,
macht man halt vielleicht mal den
Kindergeburtstag des Patenkinds.
Genau.
Also, das ist vielleicht sehr nahelegend,
aber ja, glaube, da ist was dran.
Und ich finde das sehr wichtig,
dass du diesen Punkt bringst.
Weil ich glaube, ich zu
oft schon gesehen habe,
dass jemand aus einer Idee heraus dann
wirklich auch die Klamotten hingeschmissen
hat und dann so rumrotiert und doch
wieder so bisschen zurück möchte und...
Mhm. Ja, oder dieser Klassiker, ne?
Deswegen kann ich sehr gut nachvollziehen,
dass das eine gute Idee ist.
Ich möchte jetzt ein Café aufmachen.
So, es wird ja sehr romantisiert oft.
Hm.
könnte man ja auch dann
einfach mal sagen, okay,
ich mach jetzt mal einen
kleinen Kaffeenachmittag.
Ähm, mach das jetzt alles bei mir im
Zuhause wie in so einem Café mit,
was weiß ich, für einen
besonderen Torten oder so,
lad bestimmte Freundinnen oder
irgendwie Freunde von denen ein.
Und dann guck ich mal, was das mit
mir macht, stresst mich das total.
Ähm, da halt wirklich Kuchen zu backen.
Äh, Leute zu bewirten
und so weiter. Also...
zu überlegen, wie kann ich das im
Kleinen mal wirklich ausprobieren,
diese Erfahrung zu machen.
Also nicht nur darüber zu
lesen und zu sprechen,
sondern wie kann ich diese Erfahrung
machen, wie das wirklich ist.
Das ginge ja auch super per
Minijob am Wochenende oder so.
Ja.
Könnt ihr mir vorstellen. Tolle Ideen.
Mareike, wir haben ganz
viel schon von dir gelernt.
Einmal den Begriff Portfolio-Karriere auch
noch erweitert Beispiel Mosaik-Karriere.
Also ein sehr zukunftsträchtiges
Setup, verschiedene Dinge,
verschiedene Elemente
im Leben zu verbinden.
Und dann hast du uns die
fünf Schritte mitgegeben,
die du entdeckst und die du empfiehlst,
sich beruflich neu zu orientieren.
Also das ganze Thema
Ist-Aufnahme. stört mich?
Zustandsanalyse.
Der zweite Schritt war so der Blick
in den Spiegel, den inneren Kompass.
finden.
Der dritte Schritt war das Ideen entwickeln,
das recherchieren, was geht eigentlich.
Der vierte Schritt war der Abgleich,
welche dieser Ideen passen zu
meinen Stärken und meinen Ideen.
Und der fünfte Schritt war dann der
kleine Prototyp, das pilotieren,
das ausprobieren und umsetzen.
Stimmt, ganz wichtig!
umsetzen.
Also das ist vielleicht noch so
dieser fünfte Schritt Umsetzung.
Also wirklich nicht nur ausprobieren,
sondern auch ins tun zu kommen.
Also sich ein Ziel zu setzen, zu überlegen,
wie kann ich dieses Ziel erreichen?
In Meilensteine runterbrechen.
Was ich da auch ganz spannend
finde, mal reinzuschauen.
jetzt habe ich dieses Ziel.
Ich habe mir einen Plan erstellt.
Was könnte mir vielleicht
auch noch im Wege stehen?
Was habe ich vielleicht
für innere Blockaden,
auch die mich trotzdem davon
abhalten, ins tun zu kommen?
Das ist ja auch ganz oft der Fall.
Und da mal ehrlich reinzuschauen und
daran proaktiv zu arbeiten oder sich
Strategien zu überlegen, wie
kann ich mich gut aufstellen,
dass ich mein Ziel erreichen kann.
Das finde ich auch noch ganz wichtig.
Also nicht nur das Pilotieren, sondern
dann auch noch den Umsetzungsplan und die
Umsetzung im fünften Schritt. Sehr schön.
Wenn die Hörer und Hörerinnen
jetzt denken, Mareike,
die hat richtig Ahnung und ich brauche
aber vielleicht irgendwie noch mehr
Inspiration, noch mehr Ideen,
vielleicht einen Stubs bei diesem Thema
Neuorientierung.
Wie können die Hörer,
Hörerinnen dich erreichen?
Ja, ihr könnt mich gerne
über meine Webseite finden.
Ich habe da auch einen Blog, wo ich
ganz viel über das Thema berufliche
Neuorientierung, moderne
Karriereplanung, viel mehr Empowerment,
KI und Vereinbarkeit natürlich schreibe.
Also da kann man sich ganz viel
Inspiration holen auf www.mareikelist.de.
Ich habe ein Newsletter, wo ich monatlich
Impulse rausschicke oder ich bin auch
sehr aktiv auf LinkedIn, wo wir
uns ja auch getroffen haben.
Da könnt ihr mir auch sehr gerne folgen.
Pack ich in die Shownotes, damit
ihr da mit einem Klick hinkommt.
Dann, Mareike, würde ich jetzt am liebsten
zum Phrasenverdrescher übergehen,
meinem Lieblingsspiel.
Hast du denn so eine
Trigger-Phrase, wo du sagst, boah,
da sollte man mal drüber reden, denn
das habe ich zu oft gehört und mir fehlt
irgendwie die gute Antwort oder ich möchte,
dass das Gegenüber anfängt nachzudenken.
Ja, ich habe es ja gesagt, ich habe
einen Sohn, der ist fünfeinhalb.
Das heißt, ein Satz, ich immer wieder
seit Jahren, seitdem er auf der Welt ist,
bekomme, ist, na, wann
kommt denn das zweite Kind?
Und der, muss ich sagen, triggert mich
schon sehr, wenn man so was fragt,
auch in Öffentlichkeit, so
in der Nachbarschaft und so.
Ja, kann ich sehr nachvollziehen.
Ist ja auch, das einfach mal einzuordnen,
eine Frage, das gehört sich nicht.
Also diese Frage sollte
wirklich niemand stellen.
Also ich finde, selbst im ganz engen
Freundeskreis ist das so ein Thema.
wo der oder die Betroffene selbst so ein
bisschen aus der Reserve kommen muss und
das Gespräch darüber einleiten muss.
Ich finde das ist ganz schwierig, weil da
hängen ja unglaublich viele potenzielle
Themen und Schicksalsschläge und Bedürfnisse
und Sehnsüchte und vielleicht auch
Trauerfälle dran.
Also unter der Oberfläche ist das so
tief und das geht uns alle überhaupt gar
nichts an.
Aber deswegen ist das natürlich schon auch
so ein Spruch, wenn das kommt, ist übel.
Also... Ja, wie reagiert man?
Hast du da Lust, irgendwie zu erklären?
Hast du Lust, da zurückzupfeffern
und was vielleicht Lustiges,
vielleicht sogar Schnippisches zu sagen?
Was für einen Eindruck hast du?
Was müsste man da antworten, damit der
Gegenüber, das wäre jetzt so mein Ziel,
das auf gar keinen Fall noch mal sagt.
Auf gar keinen Fall.
Ja, also ich bin ja so, dass ich
grundsätzlich eigentlich sehr offen bin.
Ich spreche auch mit, wenn man mal ein
vertrauliches Gespräch hat, über die Gründe,
warum wir nur ein Kind haben
oder warum wir ein Kind haben.
Deswegen meine erste Reaktion ist schon
irgendwie so ein bisschen so was Patziges
zu sagen im Sinne von
also nicht nur Patziges,
sondern schon auch so ein
bisschen an Teasern sowas wie Ja,
ist leider nicht mehr
möglich oder irgendwie sowas.
Ja, also das ist dann manchmal
stößt das dann schon auch so okay.
Aber dann denke ich mir auch so, hättest
du vielleicht besser nicht gefragt,
weil das ist eine Frage, man nicht
fragt, weil da so viel hinten dranhängt.
Da sollte man einfach seine
eigene Neugier runterschlucken.
Ich verstehe diesen Reflex, ich
kenne das auch, diesen Reflex,
der bei uns Menschen immer
hochkommt, wissens zu wollen,
so ein Bild im Kopf zu haben, wie
Familie funktioniert, wir wissen es alle.
Aber ich schluck das runter,
wenn ich so einen Reflex habe.
Ich hab's auch selbst
erfahren, warum das so ist.
Das heißt, eigentlich ist
so meine erste Reaktion,
dass ich so bisschen schon auch
so ein bisschen was sage, so ...
ja, hat einen Grund.
Ist nicht einfach so, dass es
sich nicht gehört, das zu fragen.
ich bin dann schon auch teilweise so
bisschen auch getriggert, ja, emotional.
Und auch verletzt oder wütend, warum so
was gefragt wird in der Öffentlichkeit.
Und ich hab nicht so
richtig eine gute Antwort.
Ja.
Mhm. Ja.
Vielleicht hast du da noch ne Idee.
Ich hab mehrere Ideen und ich will sie mal
mit dir verproben, weil es geht von dem,
was ich in der Realität tue und
womit ich auch unzufrieden bin,
hin zu was ich mal bei
einer Freundin gehört habe,
was ich total beeindruckend finde, aber
mich vielleicht selbst nicht traue.
Also ich fang mal an
mit dem, was ich mache.
Ich mache tatsächlich häufig
die abwiegelnde Antwort,
weil ich auch einfach verhindern möchte,
dass sich so meine Karriereentwicklungen
und so negativ beeinflussen,
weil die Leute denken, da kommt noch was.
Also sag ich häufig ...
Zwei Kinder, zwei Hände,
mehr packe ich nicht. ne?
Kann nur zwei Sachen gleichzeitig.
Das ist aber unbefriedigend,
weil dann gehe ich ja drauf ein.
Mach ich schon auch bewusst,
weil die Leute, die das fragen,
die erzählen das ja weiter, und die
erzählen dann ja vielleicht auch, so,
passt auf, die kann man
jetzt nicht befördern.
Also, da sind einfach zu viele Vorurteile
im Spiel, deswegen, glaube ich,
es manchmal gerade, wenn wirklich
nichts mehr geplant ist,
würde ich schon auch dafür
plädieren, das überall zu erzählen.
Damit, also zumindest im Job.
Damit keiner auf die Idee kommt, quasi
diesen maternal bias noch mitzugeben.
So im Privaten und das, eben eine
Freundin von mir auch mal gemacht hat,
was ich krass finde, aber auch irgendwie
gut ist, sie hat einfach gesagt,
ich kann keine Kinder kriegen.
Dabei hatte sie schon zwei.
Das war ihr dann völlig egal.
Und das sorgt dafür, dass die Leute so
richtig den Schreck im Gesicht haben.
Und ich glaube, das machen
die Tante auch nicht mehr.
So ein Mittelweg könnte aber sein,
das traue ich mich echt nicht.
ich weiß nicht, ...
Keine Ahnung, das würde
ich so nicht raushauen.
Aber so Mittelweg ist vielleicht
einfach zu sagen, was hättest gemacht,
wenn ich dir von meiner
Fehlgeburt erzählt hätte?
Oder, und, okay, willst du wirklich
wissen, was hättest du gemacht,
wenn ich jetzt hier von
der Fehlgeburt spreche?
Oder so, ne?
Ja, ich glaube diese Frage, willst du
das wirklich wissen, was der Grund ist?
So oder, na gut, die Frage ist
ja, wann kommt die Frage meistens,
wann kommt das zweite Kind?
Nicht geplant oder willst du wissen warum?
Eine Freundin, die hier
schon im Podcast war,
die viel so ein Kinderwunschthema
hat, sagt darauf,
du bist ja neugieriger als meine Oma.
Das finde ich auch ziemlich
gut. So dieses, ne?
Also die Neugier an sich zu thematisieren,
dabei das Thema abprallen zu lassen.
Das finde ich eigentlich
ein guter Mittelweg.
Dieses, du bist ja neugierig,
so bisschen zu spiegeln.
Du bist neugierig, geht
dich aber gar nichts an,
ohne zu tief reinzugehen und da emotional
dann selbst irgendwie getriggert zu sein.
Finde ich eine gute Idee,
das nehme ich mal mit.
Ja, du hast schon recht auf die Neugier.
Dann ist das vielleicht die Lösung
zu sagen, du bist neugierig.
Und dann hat man halt
neugieriger als meine Oma.
du bist ja neugieriger
als mein Dreijähriger.
Mein Dreijähriger stellt
auch immer Warum-Fragen.
Irgendwie sowas. Sehr schön.
Also wir gehen in so einer
Frage eher in Richtung Neugier.
Lass uns abprallen, nehmen
aber nicht hin das ...
Ja, zu viele Leute so drauf
rumhacken und dann nachfragen.
Dann, Mareike, kommt jetzt
noch meine Abschlussfrage,
denn ich möchte unglaublich gerne
wissen, was dich gerade inspiriert,
welche Empfehlungen an
Podcasts, Büchern, Filmen,
was auch immer du gerade noch so
für unsere Gäste und Gästinnen hast.
Ich lese ja unheimlich gerne
und höre super viele Podcasts,
von daher fällt es mir
schwer mich da einzugrenzen.
Momentan ist schon das Thema KI
super faszinierend für mich,
von daher hätte ich jetzt zwei Empfehlungen
mitgebracht aus diesem Bereich.
Zum einen, weil mich auch, also ich setze
mich ja auch stark für das Thema Female
Empowerment ein und einfach diese, ja,
Female AI Gap, den es ja auch gibt,
die Lücke zwischen den KI-Kenntnissen und
auch KI-Tätigkeiten zwischen Männern und
Frauen.
Und es gibt da zum Beispiel den Female AI
Club, den findet man auch über LinkedIn.
Rebecca Hundschell hat ihn gegründet.
Das ist ein ganz tolles, ganz toller
Safe Space, sich auszutauschen.
Da gibt es kostenlose Webinare zu
super aktuellen Themen rund KI.
Und es gibt auch so
verschiedene Lernformate,
wo man unter Frauen im
Safe Space lernen kann.
Also das kann ich wirklich
absolut empfehlen.
ein Buch, bzw.
eine inspirierende Frau
ist für mich die Prof. Dr.
Yasmin Weiß.
Die hat auch auf LinkedIn ein
super spannendes Profil enthalten,
einmal ganz tolle Beiträge.
Ich bin Fangirl von ihr und die hat
aktuell ihr Buch „Was bleibt vom Menschen,
wenn die KI übernimmt?“.
Sehr schön.
super spannend, also auch für die
Arbeitswelt eben total relevant.
Da beschreibt sie, welche Berufe
betroffen sind, natürlich auch,
was die Gefahren sind.
Aber was ich bei ihr ganz toll finde, ist
immer der Fokus, so ein Perspektivwechsel.
Wie kann ich die KI nutzen, einen
anspruchsvolleren Job zu haben,
auch vielleicht als Mutter, produktiver
zu sein, leistungsfähiger zu sein,
aber gleichzeitig meine menschlichen
Fähigkeiten in den Fokus zu stellen,
die mich der KI überlegen machen.
Also das finde ich ganz tolles Buch.
Ja, echt schön.
Weil es diesen Gedanken, Portfolio,
Karriere, man kann noch was nebenher machen,
das geht mit Karriere
halt auch viel leichter.
Und klingt nach einem Buch, ich
auch deswegen mal lesen muss.
Ja.
Absolute Empfehlung.
Dann dir, Mareike, ein herzliches
Dankeschön für deine vielen Tipps,
deine fünf Schritte.
Dafür, dass du dich ehrlich
und nahbar gezeigt hast,
Vorbilder und Inspirationen sind
einfach das Aller-allerwertvollste,
was wir haben können.
Und ich bin auch irgendwie froh, dass
es in einem deiner Schritte vorkommt,
sich eben auch mit Rollenvorbildern
auseinanderzusetzen.
Danke für deine Zeit.
Danke, liebe Elisabeth.
Und ihr, liebe Hörer, ich hoffe,
es hat euch Spaß gemacht.
Ich hoffe, ihr habt richtig was gelernt,
habt euch die 5 Schritte gemerkt,
schaut euch die Empfehlungen an.
Und wir hören uns hier an dieser
Stelle wieder in 2 Wochen.
Bis dahin nutzt die Affiliate
Links, lest die Bücher,
folgt mir und Mareike auf LinkedIn.
Und wenn ihr diesen Podcast gerne habt,
empfehlt ihn gerne zwei Freunden weiter.
Bis in 2 Wochen. Macht's gut. Tschüss.
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Elisabeth Tophinke
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