Work Life Rebels - Podcast

Der kompakte Business-Podcast mit Tipps und Tricks zu Vereinbarkeit und New Work und echten Role-Models

Future Skills 2030: Was du jetzt lernen musst, um beruflich relevant zu bleiben - #35

Kompaktfolge dazu warum KI, Wandel und neue Arbeitswelten andere Kompetenzen verlangen

11.05.2026 18 min Elisabeth Tophinke

Zusammenfassung & Show Notes

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Jobs, sondern ganze Rollenprofile. In dieser Kompaktfolge spricht Elisabeth Tophinke über die wichtigsten Future Skills der nächsten Jahre – von analytischem Denken über Resilienz bis hin zu Lernfähigkeit und systemischem Denken. Studien gehen davon aus, dass sich bis 2030 rund 39 % der Kernkompetenzen in der Arbeitswelt verändern werden – höchste Zeit also, sich bewusst mit der eigenen Weiterentwicklung auseinanderzusetzen.

#35 Future Skills 2030: Was du jetzt lernen musst, um beruflich relevant zu bleiben

Warum KI, Wandel und neue Arbeitswelten andere Kompetenzen verlangen


 🧭 Worum es in dieser Folge geht

  • Warum KI vor allem Rollenprofile verändert – nicht nur Jobs ersetzt

  • Eindrücke von der OMR und dem Thema Vibe-Coding

  • Weshalb klassische Fachkarrieren allein nicht mehr ausreichen

  • Die wichtigsten Future Skills laut aktueller Studien

  • Warum Lernfähigkeit zur zentralen Zukunftskompetenz wird

  • Welche Auswirkungen KI auf Wissensarbeit und Zusammenarbeit hat

  • Warum Kommunikation, Resilienz und analytisches Denken wichtiger werden

  • Weshalb Weiterbildung Teil der Arbeit werden muss

  • Wie kleine Lernroutinen langfristig einen Unterschied machen


📌 Zentrale Erkenntnisse aus der Folge


KI verändert Arbeit grundlegend

Am Beispiel von KI-gestütztem Prototyping wird deutlich, wie stark sich Aufgabenprofile verändern. Technische Umsetzung wird zunehmend automatisiert – wichtiger werden dafür Kontextverständnis, Nutzerperspektive, Kommunikation und Problemlösung.


Future Skills sind mehr als KI-Kompetenz

Besonders relevant werden laut Studien:

  • Analytisches Denken

  • Lernfähigkeit

  • Resilienz

  • Kreativität

  • Kommunikation

  • Zusammenarbeit

  • Selbststeuerung

  • Systemisches Denken


Lernen wird Teil der Arbeit

Weiterbildung funktioniert künftig nicht mehr „nebenbei“. Entscheidend werden kleine, kontinuierliche Lernschritte:

  • Ein neues Thema pro Quartal

  • Ein neues Tool pro Monat

  • Regelmäßige Reflexion

  • Lernen direkt im Arbeitsalltag


📚 Empfehlungen


Job Skills 2030

Das Buch verbindet Future-Skills-Theorie mit praktischen Selbstchecks und konkreten Reflexions-Tools zur eigenen Weiterentwicklung – unter anderem mit dem SHIFT-Canvas zur persönlichen Standortbestimmung.


🔍 Die 10 Thesen aus „Job Skills 2030“

  1. Du brauchst Energie statt Effizienz

  2. Du brauchst Selbstführung statt Positionsmacht

  3. Du brauchst Resilienz statt Perfektion

  4. Du brauchst Menschlichkeit statt Maschinenlogik

  5. Du brauchst Skills statt Zertifikate

  6. Du brauchst Lernhunger statt Status quo

  7. Du brauchst Sinn statt Zielzahlen

  8. Du brauchst Wandelkompetenz statt Karriereplanung

  9. Du brauchst Systemblick statt Silo-Denken

  10. Du brauchst Denkvielfalt statt Schubladendenken


🎧 Erwähnte Episoden


📑 Quellen

  • World Economic Forum – Future of Jobs Report 2025

  • OECD

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales

  • Kiel Institut für Weltwirtschaft

  • McKinsey & Company


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Über den Host Elisabeth Tophinke: 
Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.  

 
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Transkript

Herzlich willkommen zum Podcast Work, Life, Rebels. Ich bin euer Host Elisabeth Tophinke und möchte mit euch heute in einer Kompaktfolge in der Folge 35 über das Thema Future Skills sprechen. Also darüber, was wir in dieser sich ständig verändernden Arbeitswelt denn nun wirklich brauchen. Anlass für mich, warum ich gerade heute diese Kompaktfolge mache, ist mein Besuch auf der OMR. Unglaublich viele Eindrücke habe ich dort gesammelt. Besonders aufgefallen ist mir das Thema KI und wie stark sich Jobprofile verändern. Zum Beispiel durch Vibe-Coding – also die Möglichkeit, dass KI allein anhand eines Prompts kompletten Code erstellt. Ich habe dazu ein beeindruckendes Beispiel von SAP gesehen. Projekte, die früher Monate Entwicklungszeit brauchten, lassen sich heute in wenigen Stunden prototypisch umsetzen. Dadurch verändern sich Rollenbilder: Entwickler:innen werden stärker zu UX-Designer:innen und Problemlöser:innen. Philipp Westermeyer hat in seiner Keynote „State of the Internet“ beschrieben, wie stark sich der Arbeitsmarkt bereits verändert. Besonders spannend war seine Beobachtung zur Informatik: Nicht Berufe verschwinden komplett, sondern Rollenprofile verändern sich. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf Future Skills. Der Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum zeigt deutlich: Bis 2030 werden sich Jobs und Skills massiv verändern. Besonders wichtig werden analytisches Denken, Lernfähigkeit, Resilienz und Kreativität. Dazu kommen Kommunikation, Zusammenarbeit, Eigenverantwortung und Problemlösung. Weiterbildung wird dabei vom Extra zum festen Bestandteil von Arbeit. Wer sich heute nicht kontinuierlich weiterentwickelt, läuft Gefahr, langfristig abgehängt zu werden. Studien des WEF, der OECD und weiterer Institutionen zeigen, dass sich bis 2030 rund 39 Prozent der Kernkompetenzen verändern könnten. Future Skills lassen sich dabei in fünf Felder einteilen: analytisches Denken, Problemlösung, Kommunikation und Zusammenarbeit, Selbststeuerung und Resilienz sowie Kreativität und systemisches Denken. Es geht darum, auch in komplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben. KI verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Das Kiel-Institut beschreibt, dass KI vor allem Jobprofile verändert und weniger direkt Beschäftigung ersetzt. Besonders betroffen sind datennahe und wissensintensive Tätigkeiten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Urteilskraft, Kommunikation und den Umgang mit Unsicherheit. McKinsey geht davon aus, dass bis 2030 rund 30 Prozent der Arbeitsstunden automatisiert werden könnten. Deshalb wird Lernen selbst zu einem Kernbestandteil der Arbeit. Kleine Lernschritte im Alltag können dabei helfen: ein neues Thema pro Quartal, ein neues Tool pro Monat oder regelmäßige Reflexion. Unternehmen und Führungskräfte sollten dafür bewusst Lernräume schaffen. Skills entstehen nicht allein durch Theorie, sondern durch Anwendung, Feedback und Wiederholung. Als praktische Empfehlung stellt Elisabeth Tophinke das Buch „Job Skills 2030“ von Urte Hottje vor. Das Buch verbindet Future-Skills-Theorie mit konkreten Reflexionsfragen und Selbstchecks. Besonders hilfreich ist der SHIFT-Canvas, mit dem man herausfinden kann, in welchen Bereichen persönlicher Entwicklungsbedarf besteht – von Selbstwirksamkeit über Human Touch bis hin zu transversalem Denken. Die zehn Thesen des Buches drehen sich unter anderem um Selbstführung statt Positionsmacht, Resilienz statt Perfektion, Menschlichkeit statt Maschinenlogik und Lernhunger statt Status quo. Die Reflexionsfragen helfen dabei, die eigene berufliche Entwicklung bewusst zu gestalten und Zukunftskompetenzen systematisch aufzubauen. Future Skills sind mehr als reine KI-Kompetenzen. Entscheidend werden Lernfähigkeit, Kommunikation, analytisches Denken und die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden. KI verstärkt den Druck, diese Fähigkeiten aktiv weiterzuentwickeln. Die Verlinkungen zur OMR-Keynote und zum Buch findet ihr in den Show Notes. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.