Work Life Rebels - Podcast

Der kompakte Business-Podcast mit Tipps und Tricks zu Vereinbarkeit und New Work und echten Role-Models

Von „guten Vätern“ zu gleichberechtigten Eltern mit Philipp Macke - #40

Interview mit DaddyDo-Gründer Philipp Macke über aktive Vaterschaft, Mental Load und den Wandel von Familienrollen

20.07.2026 54 min Elisabeth Tophinke

Zusammenfassung & Show Notes

Warum reicht es nicht, einfach „mitzumachen“? Elisabeth Tophinke spricht mit Philipp Macke, Gründer von DaddyDo, über aktive Vaterschaft, Mental Load und die Frage, wie Männer Verantwortung in Familie und Partnerschaft neu gestalten können.
Eine Folge über Rollenbilder, weibliche Wut, Care-Arbeit und den Wandel hin zu echter Gleichberechtigung.


 Episode 40: Von „guten Vätern“ zu gleichberechtigten Eltern

Wie gelingt aktive Vaterschaft – und was brauchen Männer, um Verantwortung von Anfang an selbstverständlich zu übernehmen? Elisabeth Tophinke spricht mit Philipp Macke, Gründer von DaddyDo, über die Frage, warum gute Vorsätze allein nicht reichen und wie Väter ihre Rolle bewusst gestalten können.

Gemeinsam sprechen sie darüber, wie fehlende Vorbilder, gesellschaftliche Erwartungen und ungleiche Verantwortung die Vereinbarkeit beeinflussen. Es geht um die „nagging wife“, weibliche Wut als nachvollziehbare Reaktion auf dauerhaft ungleich verteilte mentale und organisatorische Verantwortung sowie darum, warum Frauen diese Ungleichheit klar benennen dürfen. Außerdem diskutieren sie, weshalb die Simpsons eine höhere Scheidungsrate haben als andere Säugetiere und was sich daraus über Elternschaft und Partnerschaft lernen lässt.


Über Philipp Macke

Philipp Macke ist Gründer von DaddyDo, einer Plattform, die Väter dabei unterstützt, ihre Rolle aktiv zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und Beziehungen in der Familie zu stärken. Zuvor war er unter anderem bei Wendero und Hays im Projekt- und Innovationsmanagement tätig. Er engagiert sich außerdem als Botschafter der Väter-Community papammunity und im Vorstand eines Kita-Fördervereins. Philipp ist Vater von drei Kindern.


In dieser Episode geht es unter anderem um:

  • wie Väter motiviert werden können, ihre Rolle aktiv zu gestalten,

  • warum aktive Vaterschaft bereits vor der Geburt beginnt,

  • weshalb Vorbilder und Selbstreflexion entscheidend sind,

  • wie Mental Load und Verantwortung partnerschaftlich verteilt werden können,

  • warum weibliche Wut häufig Ausdruck struktureller Ungleichheit ist,

  • weshalb das Bild der „nagging wife“ den eigentlichen Konflikt verschleiert,

  • warum die Simpsons, also eine Familie mit traditionellen Rollenverteilungen, eine höhere Scheidungsrate haben als gleichberechtigte Elternbeziehungen ,

  • wie DaddyDo Väter dabei unterstützt, Verantwortung konkret zu übernehmen.


Kontakt zu Philipp Macke

DaddyDo befindet sich aktuell in der Testphase. Interessierte Väter können sich über die Warteliste auf der Website als Tester anmelden.


Phrasenverdrescher

Wir sprechen darüber,

  • warum Väter für Selbstverständlichkeiten häufig Applaus bekommen,

  • weshalb Mütter und Väter in der Öffentlichkeit unterschiedlich bewertet werden



Empfehlungen aus der Episode




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Über den Host Elisabeth Tophinke: 
Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.  

 
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Transkript

Herzlich willkommen zum Podcast Work, Life, Rebels. Ich bin euer Host, Elisabeth Topinke, und heute habe ich Philipp Macke zu Gast. Hallo, Philipp. Es freut mich sehr, dass du da bist, Philipp. Wie immer stelle ich dich erst vor, damit unsere Hörer einen Eindruck bekommen, und dann starten wir über die Schnellfeuerfragen ins Thema Frassenverdrescher und Empfehlungen. Bist du bereit? Philipp Macke. ist Gründer von DaddyDo, einer Plattform, die Väter darin stärkt, ihre Rolle zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und Beziehungen zu vertiefen. Vor seiner Selbstständigkeit war Philipp über Vendero und Hays in verschiedenen Rollen und Projekten tätig, meist in Projekt- und Innovationsmanagement. Er hat BWL in Göttingen studiert und sich im Bereich Digitale Produktentwicklung weitergebildet. Daneben hat er verschiedene Ehrenämter, zum Beispiel als Botschafter in der Vätergruppe Papamunity und Vorstand des Kita-Fördervereins. Er hat drei Kinder. Hallo Philipp! der Elisabeth. Ich würde sagen, die Vorstellung haben wir erledigt, jetzt starten wir mit den schnell vorher Fragen, dann kriegen alle so einen Eindruck von dir und dann haben wir Zeit, in die Themen rein zu stürzen und zu vertiefen. Ja super, ich bin bisschen aufgeregt. Das ist gar kein Problem. Das geht uns allen so, ganz besonders am Anfang. Aber mit der ersten Frage, glaube ich, kommst du schon mal gut rein. Und zwar, was vereinbarst du in deinem Leben? Ich glaube aktuell vor allem verschiedene Bedürfnisse. Drei Kinder, meine Frau, ihr Business, das was ich gerade versuche aufzubauen, dann noch was man im Sinne von Self-Care noch an eigenen Bedürfnissen hat und dann versucht man natürlich auch für Freunde, Familie und bisschen Ehrenamt auch noch dazu zu sein. sind vor allem Bedürfnisse. Wie teilst du die Identikärarbeit am liebsten in Prozent? wahrscheinlich, also immer mehr wechselnd, aber wenn du mich auf einen Prozentzahlwesten nageln willst, dann würde ich wahrscheinlich sagen so 35, 40 bei mir und der Großteil bei meiner Frau. Ja, das ist aber schon ziemlich präzise, hast du also drüber nachgedacht. Was gefällt dir denn am meisten an deinem Job? Aktuell ist es die Flexibilität, dass ich mich mit Themen auseinandersetzen kann, wann ich das möchte, dass ich mich mit einem Thema auseinandersetzen kann, das mir sehr wichtig ist und dass es ein Thema ist, das dem Thema von meiner Frau relativ nahe ist, sodass wir relativ viel auch über so Arbeitssachen reden können. Der Jüngste ist acht Monate alt. Da redet man halt ganz viel über Orga, über Windeln, über alles Mögliche. Und dann mal ein anderes Thema zu haben, was nicht, Handführungszeichen, nur Kinder und Familie ist, ist total schön. glaube ich sofort. Und letzte Schnellfrau-Frage, was ist aktuell deine größte Herausforderung beim Thema Vereinbarkeit? Ich glaube, die Gewichtung der Bedürfnisse ist immer eine konstante Herausforderung, aber im Moment fühlt sie sich noch mal ganz besonders herausfordernd an. Hmm. weil gerade wenn man selber noch so Themen hat, die einem wichtig sind, also neige ich zumindest dazu, mich dann halt gerne auf die auch besonders dort stürzen zu wollen. Und dann ist es ganz wichtig, ab und zu mal innezuhalten. Oder mir ist es ganz wichtig, ab und zu mal innezuhalten, sagen, warte mal, jetzt habe ich ja aber auch ein Baby auf dem Arm, dann ist das vielleicht gar nicht so cool, wenn ich nebenbei irgendwie telefoniere. Das darf zwar auch mal sein, aber das Kind hat ja auch Bedürfnisse. Und dann nachmittags kommen die Großen aus Kita und Schule. Dann möchte ich dann auch nicht völlig ausgelaugt sein, möchte ich dann auch irgendwie präsent sein. Das alles gleichzeitig zu haben ist irgendwie schon herausfordernd. Ja, genau. Vielleicht unmöglich, wer weiß. Ich hab zumindest bisschen Eindruck, manchmal ist das gar nicht möglich, sondern das ist eine Frage der Entscheidung. total richtig. geht ja da immer so sich annähern. Eine wünschenswerte Realität. Ja, sehr schön. Dann sind wir warm, oder? Philipp, ich möchte gerne noch mal so bisschen verstehen, wie denn eigentlich, wenn man so möchte, dein Setup aussieht. Also, sind bei dir Beruf und Kinder zusammengekommen und wie hast du dann beides zusammenbekommen? Wirklich mal so die Fakten. Wie hast du genau gearbeitet? In welcher Rolle warst du als Kinderkam? Einfach damit wir uns so bisschen vorstellen können, wie genau Vereinbarkeit bei dir funktioniert. Also bevor die Große auf die Welt gekommen ist, war ich der Consultantrolle, war Heist tätig. Das ist eine sehr vertriebsorientierte Organisation und ich war so ein bisschen hinter den Kulissen da tätig für größere Programme. Und ab in diese Rolle dann eben bin ich zum ersten Mal Vater geworden. Das ist eine größere Firma, die haben ganz tolle Prozesse für sowas. kleine Gutscheine gekriegt. Es war ganz entspannt auch mit dem ganzen Thema Elternzeit. Zu dem Zeitpunkt war meine Frau Lehrerin und für sie war es dann halt auch relativ einfach, also diese Prozesse waren alle relativ einfach, sodass sie auch mehr in die Elternzeit gegangen ist als ich. habe damals Ich habe einen Monat direkt nach der Geburt gemacht, ist ein klassischer Papa-Monat, und dann später noch mal einen. Und habe dann aber auch in dem Zuge meiner Arbeitszeit auf 32 Stunden reduziert. Und das halt nicht in so einer Viertagewoche, sondern jeden Tag Stunden reduziert, damit ich halt mehr Zeit irgendwie zu Hause bin. Und das war tatsächlich halt vor Corona noch der Ritt ins Büro. Also Homeoffice war keine Also wir durften das schon mal machen, so einmal im Monat oder sowas, hat man das halt mal gemacht. Aber das war schon ein Präsenzthema. Das war auch selbstverständlich. genau, irgendwann kam Corona, dann kam irgendwann mein erster Sohn dann auf die Welt. Und da war halt, es ist mir erstmal klar geworden, wie viel Zeit man eigentlich auch mit Pendeln und mit Wegsein verbracht hat. Also, bei der Großen bin ich halt nach Hause gekommen, hab die noch einmal den Block getragen und dann ist sie ins Bett gegangen. Das war schon dann echt was anderes. Genau, mein Sohn dann eben kam, war Corona, da waren wir halt mehr zu Hause. Da hat man sich auch dann die ersten Sachen mehr aufgetan. Ich war dann trotzdem immer im Homeoffice und dann war man oben in seinem Kämmerlein und ist dann ab und zu mal so rausgekommen und auch ganz spannend, wie man das Gefühl hatte, dass das jetzt wichtiger war. Dann wurde ja dafür bezahlt. Das wurde dann auch erwartet. Aber ich hatte zu dem Zeitpunkt eine ganz tolle Chefin, die war da super... und hat das meiste irgendwie immer möglich gemacht. Von daher hat sich das gar nicht so... Ich nicht, so druckvoll angefühlt für mich. war halt normal. Ich kannte das so. Die Leute, die ich so kannte, die haben das auch so gemacht. Und dann war das okay. Und bei mir ist es eigentlich jetzt erst von März mit dem dritten Kind gekommen. Da hatten wir auch so bisschen Abstand dazwischen. Der ist jetzt acht Monate alt. Und in Vorbereitung darauf habe ich mir eigentlich diese Fragen erst richtig so gestellt. Also wir haben auch zwischendurch natürlich gesprochen, was fühlt sich fair an, was können wir noch machen, wie teilen heilen uns hier eigentlich auf. Aber jetzt erst durch die Dritte Vaterschaft ist mir das halt eher ein Anliegen geworden. Früher war das halt so da und ich hatte ja das Problem auch nicht. Ich war ja in der luxuriösen Situation. Für mich war das ja okay. In dieser Welt, in der ich mich bewegt habe, war das alles normal. Und erst dann dieses Reflektieren hat mir gezeigt, dass es nicht so cool ist. Also wie es ist. Ganz, ganz spannend. Ich würde gern noch mal konkreter nachfragen. Bei Kind 2 hast du also wie viel Elternzeit gemacht und mit wie vielen Stunden bist du zurückgekommen? um die Effekte einfach die ganze Zeit. Okay. Vertrag und den Job gewechselt habe, als ich zu Vendero gegangen bin, war das für mich eine Voraussetzung. Damit ich an einem Tag, wo meine Frau etwas hat, das Kind morgens zur Kita oder die Kinder morgens zur Kita bringen kann, dann zur Arbeit gehen kann und sie dann aus der Kita wieder abholen kann. Damit ich da quasi handlungsfähig bin. Das war mir dann wichtig. Und als mein Sohn auf die Welt gekommen ist, hatte ich also 32 Stunden. Ich habe dann wieder einen Monat komplett Elternzeit gemacht. Da habe ich mehr mit Eltern Teilzeit gearbeitet. Das hat für uns dann sehr gut funktioniert, weil ich dann eben über Monate Stunden so aufstocken konnte. Und das nicht so ein, ich bin da, komplett da und dann bin ich komplett weg, sondern eher, ich bin komplett da und dann bin ich mal so drei Stunden am Tag arbeiten. Und war auch glücklicherweise eine Situation, wo ich meistens so flexibel war, dass ich dann halt auch ein springen konnte. Da gab es zwar immer auch Termine und da gab es auch immer Sachen, die fertig werden mussten, aber manche Sachen konnte man dann halt auch eben doch so bisschen hin und her schieben und das hat natürlich die Flexibilität ganz klar erhöht, weil zwei Kinder sind auch noch mal ein ganz anderes Thema als ein Kind. Definitiv. Vor allen Dingen, wenn ein Erwachsener gleichzeitig auf zwei aufpasst. Also ich wünsche manchmal noch mehr Hände. Oder die Fähigkeit in zwei Richtungen gleichzeitig loszurennen. Ja, total. Ich hab so bisschen Eindruck von draußen drauf geguckt, dass du jetzt sagst, ist so das Klassische bei den ersten zwei Kindern, aber 32 Stunden zu machen. Nach dem ersten ist jetzt ja schon auch ungewöhnlich. Das machen ja irgendwie nur 7 % der Väter, dass sie überhaupt in Teilzeit arbeiten. 32 Stunden würde ich zwar gerne nicht als Teilzeit, sondern als reduzierte Vollzeit bezahlt sind, aber offiziell heißt es halt einfach immer noch meistens Teilzeit. Das ist also, würde ich sagen, jetzt vielleicht schon mal so ein kleines bisschen ab der Norm. Und es klingt so, als hättest du beim zweiten Kind dann auch schon bisschen mehr Elternzeit gemacht, wenn du dann Elternzeitnetze in Teilzeit gemacht habt. Also so, es wirkt, wäre der Prozess, auch wenn du es beschreibst, als Reflektion nach dem zweiten Kind, als wäre die Erkenntnis, dass es für dich wichtig ist und dass es auch nötig ist vielleicht, ich interpretiere da jetzt vielleicht was rein, aber als wäre die Erkenntnis so mit der Zeit auch gereift und größer geworden. Total. Also ich glaube, was nach voreingreift ist, ist halt diese Abkehr von dem, was ich als normal empfunden habe. war das immer wichtig. Also ich wollte immer gerne Kinder haben und mir war immer wichtig, auch ein Teil von zu sein. wenn ich das nicht gewollt hätte, warum? Also als Statussymbol, das gibt es zwar, glaube ich, auch mal irgendwo, aber das war immer nicht so mein Ding. Also ich wollte gerne da auch präsent sein. dieses, ja, man geht halt arbeiten, man macht das halt so und man reduziert vielleicht mal so ein bisschen. Also da kannte ich tatsächlich jemanden, der sich zumindest mit dem Thema beschäftigt hat. also dieses Role Model Thema finde ich halt immer super wichtig. Findest du jemanden irgendwo, der etwas anders macht oder der dir überhaupt die Inspiration gibt etwas irgendwie so zu machen. Und das ist natürlich auch meine Frau immer eine Inspirationsquelle gewesen, die immer so diese Meinung vertreten hat von Anfang an, wir sollten uns das so gestalten, wie wir das möchten und nicht versuchen, uns irgendwo rein zu entspannen. das ist, ich bin ein bisschen Träger vom Typ her. Also es fällt mir dann leichter, in so Dinge, also mich zu Dingen anzupassen und Dinge zu ertragen vielleicht auch. Ja. Da braucht man halt Inspiration zu. Total schön, du das beschreibst. Weil die gleiche Erfahrung, dass ich ein Vorbild gesucht habe und gebraucht habe, habe ich auch gemacht mit natürlich einem ganz anderen Vorbild. Ich brauchte eher das Vorbild der Frau in Führung, die irgendwie Kinder und Karriere hinbekommt. Und du beschreibst genau das, was eben in deiner Welt gefehlt hat, was für viele Väter ja fehlt, nämlich das Vorbild des aktiven Vaters. Also es klingt so trivial, aber zumindest in der Generation meiner Eltern, unserer Eltern, würde ich sagen... Ich kenn gar keinen. Und es war sehr normal, zu bekommen und auch Kinder zu haben. Und trotzdem dann eben in einer Podcast-Folge hat es einen Gast mal Dinner-Daddy zu sein genannt. Also wirklich eher nur so am Abend mal zum Abendessen reinzufliegen und die eine oder zwei Aktivitäten mit den Kindern zu machen. Das war ja sehr normal. Und so sind wir geprägt irgendwo. Genau, ich finde, da kann man dann halt auch immer den Leuten schwer Vorwürfe draus machen. Auch wenn man sich so bisschen selber reflektiert in dieser Phase, ich kriege Kinder, das ist ja alles noch eine sehr kopfige Entscheidung. Das hat auch viel mit Herz und Bauch zu tun, aber man sagen, gut, das gehört zu meinem Lebensplan dazu, das machen wir jetzt und dann geht es los. Aber was dahinter kommt, das zu überblicken, das schafft man ja vorher überhaupt nicht. Ich glaube, für sie geht es einfach durch die Schwangerschaft ein bisschen früher los, dass sie merkt, wow, hier ändert sich einfach ein bisschen mehr. Das fühlt sich ganz anders an. Wenn wir dann aber als Paar da stehen und haben jetzt dieses kleine schreiende Ding in der Hand und wissen vorne und hinten nicht und auf einmal sollen wir ganz viele Fragen beantworten, wir sind völlig müde und so was. hat richtig viel dazu nicht in etwas zurückzufallen, wir unser ganzes Leben lang gesehen haben. Das ist super anstrengend. Wenn ich das jetzt auch in meinem persönlichen Umfeld, das ich gerade bei meinem Vater sehe, der hat jetzt auch gerade durch meine Kinder, das ist jetzt das dritte, und wie er jetzt mit dem dritten umgeht im Vergleich mit der großen, ist eine riesen Entwicklung. Es ist ganz toll auch zu sehen. Und da muss man halt aber erst irgendwie auch eine Chance zu haben. Also wir wollen natürlich auch Der muss natürlich gesetzt sein, aber auch die Chance muss da sein. sehe ich ganz genau, so habe ich oft beobachtet und würde deswegen da gerne noch mal genauer nachfragen, wie hast du das denn geschafft, dich also von im Grunde so bisschen älteren Vorbildern zu lösen? Du hast gerade gesagt, du hast ein Vorbild gehabt. Natürlich ist es auch mit der Zeit so bisschen entstanden. Aber was ist so das, wo du vielleicht dann auch anderen Vätern empfehlen kannst, hinzugucken oder vielleicht das mal anzugehen, für sich zu reflektieren? Bin ich in der Rolle, wie ich sie sein möchte? Möchte ich das vielleicht ändern? Wie kann ich dahin kommen? Ich finde es irgendwie die Frage so, wie du sie schnellst, schwer zu beantworten. Ich gefühlt da noch nicht fertig bin mit dem Prozess. Ich fühle mich so mittendrin da noch. Ich sehe halt immer ganz viele Sachen, wo ich noch nicht so agiere oder wo ich noch nicht so bin, wie ich das auch gerne möchte. Akzeptanz für den Weg ist ganz wichtig. Da gibt es immer dieses Jeden Tag hast du die Chance, wieder richtig zu machen oder wieder so zu machen, wie du willst. Jeden Tag hast du eine neue Chance zu begreifen. Und gleichzeitig, um diese Frage in ihrem Sinn zu beantworten, halte ich es für total wichtig, sich mal hinzusetzen und sich zu überlegen, was gefällt mir. Wer bin ich denn eigentlich? Was will ich denn eigentlich? So wirklich erst mal für sich selber, um das dann aber auch ins Gespräch in die Paarbeziehung mit reinzunehmen. Mmh. man sich ein bisschen löst von diesem, wo sind wir jetzt gerade und wo treibt uns das Leben so hin. Dieses Leben hat ja mit den Rollenbildern, wir kennen, unseren Trägungen, mit dem was uns medial begegnet, mit dem wie wir weiterhin geprägt werden, das schubst uns ja an ganz vielen Stellen. Das zieht uns so mit und klar, solltest einen Beruf haben, du solltest in den Sommerferien irgendwo hinfahren und dann solltest du aber auch ein Auto haben und solltest wahrscheinlich jetzt so 1,2 Kinder haben. vielleicht auch noch was für die Rente tun. Möglichst beide Vollzeit, weil Lifestyle Zeit nicht so cool. Ja, nicht so cool. Haben wir gelernt. Auch nicht cool. Genau, auf die Option warten wir einfach noch. Aber in der Zeit sollten wir uns da ja einfach, das ist ja das, was, und sich davon zu lösen oder sich überhaupt mal zu überlegen, was davon möchte ich denn? Ich habe ja auch nicht den Anspruch, irgendjemandem zu sagen, so solltest du das tun. Ich verstehe auch Menschen oder Männer oft, die sagen, mir ist dieses Berufsding total wichtig. ich finde, wenn wir da ordentlich darüber gesprochen haben, ist es was, was ja sein kann, was sein darf und was für viele auch sein muss. Gleichzeitig, nur weil das halt ganz viele andere so machen, heißt das ja nicht, dass ich das gut finden muss. Genau. Und auch, sich für ein anderes Modell zu entscheiden, total okay, dann aber eben auch dafür, die Maßnahmen zu ergreifen. Also wenn man sich eben für ein nicht gleichverteiltes Modell entscheidet, dann braucht man wirklich einen Ehevertrag, dann braucht man einen Ausgleich für die Rentenversicherung. All diese Themen dann aber, so meiner Beobachtung nach, häufig nicht gemacht werden, weil auch da nicht drüber gesprochen wird. gibt bei diesem ganzen Thema, wie verteilt man sich Kehrarbeit, ganz viel Prägung von außen und ganz wenig Gespräch darüber. So meine Beobachtung meistens. Ja, total. es ist halt auch oft ein Verstecken hinter Sachen, die werden halt so gemacht. diese Folgenfragen, die du ja auch gerade ansprichst, die aus einer fairen Diskussion erfolgen würden, die werden dann halt nicht gestellt. Und da muss ich mich ja auch an die eigene Nase fassen. glaube, wir sind da auch noch nicht fertig mit dieser Diskussion. Man schiebt sowas ja auch dann super gerne zu Seite. Aber da hatte ich tatsächlich auch in der anderen Rolle eine Führungskraft, die dann Vater geworden ist. Und die haben das auch ganz, ganz fair gelöst. Die hatten für sich den Anspruch, da ganz genau hinzugucken und ganz genau aufzuteilen, wer was macht und wer wie wo was ausgleicht. Das fand ich auch sehr beeindruckend, wie die das gelöst haben. Es hat sich für mich damals ein bisschen unemotional angefühlt, aber auch da, das ist ja nicht mein Weg, das muss ich ja nicht so machen, aber das zu sehen, wie offen die auch diese Fragen gestellt haben, fand ich sehr cool. und vor allen Dingen, dass sie darüber gesprochen haben. Das ist das, was für mich so das Allerwichtigste ist. Jetzt bin ich neugierig, Philipp. Ich kann es mir manchmal nicht so vorstellen. Wann sind diese Momente, in denen Männer, Väter diesen ersten Trigger bekommen, über ihre Rolle nachzudenken? Was sind diese Situationen? das Väterrunden? Wo geht man hin als Vater, als Mann? Wo kommt dieser erste Impuls her? Das kann ich mir noch nicht ganz vorstellen, denn eins habe ich gelernt, die nörgelnde Ehefrau, sehr schlechter Impuls. Sehr schlechter Impuls. Ich beschäftige mich auch mit dieser App ganz viel damit, wo kriegen die Jungs ohne Scham und Schuld irgendwie Impulse her, dann auch nicht diese Mauer hochzumachen. Weil wenn ich mich selber reflektiere, sobald meine Frau sagt, hier müsste mal wieder gesaugt werden, kannst du das mal machen, habe ich halt 90 Prozent weniger Bock auf diese Aufgabe, als wenn ich gesehen hätte, jetzt mache ich es eben schnell. Das ist ja auch alles gar kein Problem, aber dieses Da steckt ja so viel mehr drin, Diese Nurglen, die EV ist auch so ein blödes Bild, dass jemand verlangt, dass ich meinen Teil beitrage, das als Nurglen abzustellen, ist halt auch ganz schön. Wie soll das Ist das Gaslighting? bin ich bei dir und trotzdem ist das irgendwie faktisch so, dass viele Frauen, die an dem Thema 50-50 arbeiten, auch noch ein bisschen diese Verantwortung übernehmen für das, wie kommen wir dahin? Das sind meistens schon die Frauen, das Mental-Load-Buch lesen, die die Mental-Load-Checkliste auf den Tisch legen, die sagen, guck mal, na, hier, der Kergab offiziell sind neun Stunden, ich hab's ausgerechnet, bei uns sind's immer noch fünf, ich find's nicht gerecht, für mich hat das die und jene Nachteile, lass uns reden. Also wie kriegt man das umgedreht? Wo kommt der Impuls her? Hm. Aber die Frage so kann ich nicht beantworten. Wenn man das mal so runterbricht, ich komme ja nun mal aus so einer relativ marktorientierten Hintergrund. Und wenn man da hinguckt und sagt, wenn du Problem lösen willst, sollte das möglichst dein Problem sein und nicht das von wem anders. Also wie motiviere ich mich jetzt dazu, Problem zu lösen, was ich gar nicht habe? Das ist schwierig. Das ist jetzt bewusst ein bisschen spitz formuliert, weil ich habe das Problem, ich weiß es nur noch nicht. Ich fühle das in dem Moment nicht. Aber wenn ich das immer so zu denke, dann habe ich ja da richtig Nachteile von. Wenn ich diese Kehrarbeit nicht übernehme, dann habe ich schlechtere Beziehungen. Im Zweifel zu meiner Frau, weil die es dann machen muss, das ist so das ganz naheliegende, aber im Zweifel auch zu meinen Kindern, weil viele von diesen Kehraufgaben beschäftigen sich mit diesem Kind. Und wenn ich jetzt halt nicht losgehe und mir denen mal irgendwie Klamotten kaufe oder die Windel wechsle oder... Weiß nicht, zur Schule fahre, das ist für uns jetzt gerade ein total schöner Bondingmoment für meine Tochter. Wenn ich das alles nicht mache, dann entgeht mir halt ganz viel. Erst mal in dieser Präsenzzeit mit dem Kind, dann aber auch in diesen Geschichten, die ich da lerne. In den Geschichten, die ich aufbaue, die ich teile. Diesen ganz vielen kleinen Momenten, die da passieren. Dann ist halt die Frage, kann ich die Frage beantworten? Wer ist die beste Freundin meiner Tochter? Welche Schuhgröße hat gerade mein Sohn? Und was macht der eigentlich gerade gerne? wenn ich das alles nicht beantworten entgeht mir ganz viel von dieser Familienbeziehung die ich ja wollte und dieses Narrativ ist ein bisschen kompliziert das ist jetzt wenn man so an diese Werbung denkt, wir müssen ja Werbung dafür machen, dass wir da was wissen. Das auch bisschen, ich das so sage, fühlt sich das bisschen komisch an aber ich glaube das hat schon einen Punkt, weil wir wollen ja wohin wo es sich fairer anfühlt vor allem, also wir beide zumindest und viel mehr Zuhörer glaube ich auch. Genau. Und dann ist das glaube ich von der Perspektive her jetzt nicht ganz falsch, wenn wir dann sagen, die machen was eben den schmackhaft. Ihm schmackhaft, dass er seinen Teil beiträgt und ihr schmackhaft, dass sie das durchaus verlangen kann. Dass sie sich denn nicht als nagging wife fühlen muss, nur weil sie hier einsteht für ey, Digga, mach was. Jaja, genau. Das ist ja auch wieder dieses Bild, ich habe da immer die Simpsons im Kopf. Die haben ja in ihren Serien auch ganz viele Momente, wo sie es dann umdrehen und wo sie sagen, nein, eigentlich liebt er seine Kinder und eigentlich kann er viel für sie tun. Eigentlich ist Marge auch wer ganz anders, also kann auch wer anders sein. Hm. witzigen Grundnarrativ, das wir ja brauchen, damit sowas überhaupt über 40 Jahre funktioniert. Wie lange laufen die jetzt? Keine Ahnung. Wirklich lange funktioniert ist halt er ist der faule Typ, ein bisschen dumm ist und sie ist bisschen krampfig, aber hat alles irgendwie unter Kontrolle und beschwert sich auch sehr selten drüber. das stimmt. Die Frage ist, möchten wir so die Familie leben? Weiß ich nicht. aber wirklich diesen Kontrast, ne? Wollte ich eine Simpsons-Familie sein? Find ich mal einen entspannten Impuls. Ja. Ja, glaube auch da, da müssen wir natürlich auch irgendwie, wenn wir über sowas reden, aufpassen, dass wir jetzt nicht jeden Mann oder jedes Paar, das jetzt nicht bei 50-50 ist, zu Margin Homer stilisieren. Das fühlt sich halt auch nicht gut an. So macht man es halt auch niemandem einfach, da hinzukommen. Du hast ja vorhin gesagt, bei der Papermunity irgendwie aktiv und da ist, mit dem Moritz, der auch auf LinkedIn viel aktiv ist dazu. der plädiert immer sehr dafür ein positives Bild, also eine wünschenswerte Zukunft zu malen, die dann eben auch als entweder als Vorbild agieren kann oder zumindest als Wunschzustand, auf dem ich mich zubewegen kann. finde ich immer, das ist so eine positive Herangehensweise. Das ist ein grundsätzlich gutes Vorgehen in einem Change-Prozess. Also in jeder Transformation braucht man auf der einen Seite Geduld, Beharrlichkeit. Man darf sich nicht zu schade sein, den Konflikt zu gehen, immer wieder anzusprechen, sprechen, sprechen, sprechen, sprechen. Die Geheimzutat bei Veränderungen und eben genau wie du sagst eine Vision, eine Zukunft, die sich jeder vorstellen kann. Sie darf nicht zu abstrakt sein und sie muss positiv sein. natürlich auch echt viel dieses Damoklesschwertel über sich, weil ich würde halt vermuten, auch wenn ich jetzt keine gute Statistik dazu kenne, dass sich halt wirklich viele von den Scheidungen, von den Trennungen, die wir sehen, halt aus so einer Narrativ... entwickeln. da geht es in medial geht es immer, irgendwer ist fremdgegangen. Deshalb trennen die sich das. Das ist, weil wir nach dem Kind merken, dass da viel mehr auf uns zukommt und nur einer es aufhängt. Genau, und die Lebensrealitäten entwickeln sich einfach komplett auseinander und das Verständnis füreinander fehlt. Da gibt es wirklich Statistiken dazu, die Zahlen habe ich gerade auch nicht im Kopf, aber dass die Schaltungsquote tatsächlich steigt in klassischeren Aufteilungen. Also wenn sich diese Lebensbereiche so auseinander entwickeln. Genau, und deshalb gleichzeitig ein positives Bild malen. willst Mann, du willst Kehrarbeit machen, weil du willst diese Beziehung haben. Gleichzeitig, wenn du es nicht machst, dann könnt ihr richtig Probleme kriegen am Ende. Ein Ansatz, den du verfolgst und den ich sehr spannend finde, eben bei Vätern so einen vielleicht Denkprozess anzulösen, aber auch auszulösen, sie zu unterstützen, ist eben das Thema Digitales Tool, also Gadget und das Thema Gamification. Das ist so ein bisschen vielleicht die Grundlage, die Idee von Daddy Do. Magst du mal ein bisschen genauer sagen, wie du zu Daddy Do gekommen bist und wo Daddy Do quasi diesen Impuls setzen kann, also Väter bei der Kehrarbeit, bei ihren Beziehungen unterstützen kann. gerne, das ist tatsächlich auch in diesem Prozess entstanden. Also ich habe mich vor jetzt Kind 3 viel mit auseinandergesetzt und angefangen halt wirklich zu lesen, ist denn eigentlich Mental Health mal per Definition, was haben wir da eigentlich für Themen. und hab dann angefangen, das für mich mal aufzuschreiben. Also auch der Vater fragt, was für ein Vater will ich eigentlich sein, was für ein Vater bin ich gerade, was kann ich ganz gut, was schätze ich sehr an den Beziehungen zu meinen Kindern, was möchte ich nächstes Mal besser machen, ja auch, ne? Neues Kind, neue Chance. Da hast du immer noch mal die Möglichkeit, auch am Anfang ein paar Sachen anders zu machen. Eine Sache, die mir wichtig war, ist mehr Elternzeit. Also ich bin jetzt gerade in Elternzeit, mache acht Monate dieses Mal. Hm. das war mir einfach irgendwie wichtig, es gibt ja auch viel Forschung dazu, frühkindliche Prägung, Zeit, man früh investiert, ist wichtige Zeit. Auch da muss man immer dieses Sternchen dran machen, finde ich, muss man sich halt auch irgendwie leisten können. Das geht nicht immer, das geht auch nicht in jeder Konstellation, deshalb auch da vollen Respekt dafür. Aber wenn es geht, bei uns geht es. Deshalb wollte ich das unbedingt gerne machen. Ich komme ursprünglich aus der Beratung, aus dem Projektmanagement. Deshalb war es mir sehr nahe, mir eine Liste zu machen. Was kommt da eigentlich? Was sind die großen Punkte? Die Liste wurde lang und länger. Dann kannst du neben den Orga-Themen auch die emotionalen Themen mit reinpacken. das große Thema Postnataldepression. Ja. Das betrifft ganz, ganz viele Frauen, da hat kein Mann Beahnung von. Zumindest ich hatte da vorher keine Ahnung von. Wie will es nur eigentlich im Kreißsaal sein? was ist da euch richtig, welche Gespräche stehen noch an, welche Anträge müssen noch geschrieben werden, welche Phasen kommen. Also es gibt ja die wunderbaren Entwicklungssprünge, worauf kann ich mich da schon mal einstellen. ist jetzt acht Monate alt, Schlafregression. Es funktioniert bisher ganz gut, klopf auf Holz. Aber das sind halt so Sachen, die da entstanden sind. ich habe dann natürlich, auch weil ich einfach aus dieser Beratung komme und wir haben halt viel auch über Geschäftsmodelle und sowas gesprochen, das kommt dann glaube ich einfach, dass man sich fragt, hey warte mal. bin ich der Einzige, dieses Problem hat. Oder löse ich hier gerade ein Problem für mich, das ich auch für andere lösen könnte. Und aus dieser Fragestellung habe ich eine Umfrage gemacht, habe irgendwie mit 230 Eltern diese Umfrage geschickt und habe dann gemerkt, okay, die haben auch irgendwie dieses Thema zumindest. Und dann kam Vibe Coding damals gerade auf und habe dann angefangen, ein bisschen mit Lovebill rumzuspielen und mit Chegibiti und verschiedenen anderen Sachen. Spaß und Prototypen dafür gebaut, habe denen wieder Leuten gezeigt und fand die auch spannend und ich glaube ich habe mittlerweile ein ganz gutes Verständnis dafür, dass wir da echt ein Problem haben. Ich weiß noch nicht 100 Prozent, ob die Lösung dazu passt, aber das teste ich jetzt gerade. Also aktuell sind wir im Testing, ich habe einen wunderbaren Entwickler gefunden, der Lust hat ein bisschen mitzumachen. Also irgendwann kommt man halt auf dieser App-Basis mit, mit Vibecoding komme ich nicht weiter. Also da hätte ich glaube ich einfach noch mal viel lernen müssen, ob da einfach die Zeit auch in der Elternzeit jetzt gerade nicht führt. Genau, dann bin ich halt irgendwie bei dieser App gelandet. Und App ist es für mich, weil ich möchte es super niederschwellig machen. Also jeder hat ein zweifelndes Smartphone. Da kriegste sie alle mit. Ich hab auch lange überlegt, ob man irgendwie was mit Kurse macht. Vielleicht kommt das auch. Vielleicht fühlt sich das irgendwann richtig an, da was weiterzugeben. ich wollte halt jetzt erst mal ein digitales Angebot machen, weil super niederschwellig. Dann sollte es einen Pay-what-you-want-Ansatz haben. Das heißt, möchte nicht, dass irgendwann ein Vater da steht und sagt, ich würde halt ich brauche eigentlich bisschen Unterstützung, ich kann es mir gerade nicht leisten. Deshalb da niederschwellig und dann eben auch vom Ding her ohne Frau. Also es ist wirklich Daddy Do nur für ihn, weil ich dieses Thema, was wir vorhin hatten mit den Mauern Es kommt halt so schnell Scham und Schuld in diese Diskussion rein. Das möchte ich an der Stelle noch nicht. Das kann sein, dass das später irgendwann mal kommt. Und wie du gesagt hast, du musst in den Konflikt, du musst reden, du darfst damit nicht aufhören, weil sonst gibst du auf. Aber ich glaube, er kann da anders noch vorbereitet werden. Er kann die Möglichkeit bekommen, hier erstmals für sich selber irgendwie drüber nachzudenken und für sich selber tätig zu werden, über die Handlung ins Lernen und ins Wissen zu kommen in seine Position. Ich glaube, das liegt ihm ein bisschen mehr. Ja. Und ganz konkret, also die App beginnt dann abgeburt und was kann man da so mitmachen? Also wie die Schwangerschafts-Apps, die ja auch viele haben. Ja genau, das wäre mein absoluter Wunsch, dass ich... ihn an dieser Stelle kriege, wow, wir sind schwanger. Krass, was mache ich jetzt? Also diese Frage, nach der Euphorie kommt. Wow, was bedeutet das für uns? In der Stelle würde ich ganz gerne, also in meiner perfekten Welt lädt er sich dann der Dido runter. Sieht, okay, als nächstes sollte ich mir Gedanken machen über eins, zwei, drei, vier. Das sind natürlich erst mal in dieser Vorgeburtszeit diese ganz grundlegende Themen. Was für ein Vater will ich sein? Wer hat mich eigentlich geprägt? Was für ein Typ bin ich? Was ist mir super wichtig? und dann halt das sofort auch in Gespräche Münzen. Was wollen wir denn hier eigentlich? Auch da schon mal über dieses Thema Traum von Erwerbsarbeit. Wie stellen wir uns unser Leben vor? Sind wir unser Leben lang genau hier, wo wir sind, bauen ein Haus oder haben vielleicht ein Haus gebaut und gehen weiter arbeiten oder nicht? wenn nicht, wie könnte das also, was ist uns da eigentlich wichtig? Nein. Wenn ich diese Fragen beantwortet habe, dann kann ich ganz viele andere Fragen anders beantworten. Und dann steht da natürlich auch so, ey, wie teilt ihr euch aktuell die Arbeit auf? Spoiler, es wird nicht weniger. Guckt mal, was sich jetzt ein Störgefühl ist, kann später unter Stress und unter Druck zu einem Vulkan werden. Mmh. Das macht halt so Sinn, sich da vorher mal drüber zu unterhalten. Da sind aber natürlich auch ganz viele Sachen wie, pack mal jetzt die Kliniktasche, da gehört übrigens rein ABC. Hier ist Elternzeit, Elterngeld. Das ist dabei wichtig. Überlegt euch vorher 1, 2, 3. Hier sind Links. Hier kriegst du vielleicht auch noch mal ein Zusatzangebot, wenn du es brauchst. So gerade im Thema Elterngeld. Für mich soll rotes Blut werden. Hatt ich echt gehasst. Ja, ich kenne niemanden, der das gerne macht. Wirklich nicht. Ich glaube, es gibt ein paar Leute, die es zumindest so gerne gemacht haben, dass sie sich damit jetzt auch selbstständig gemacht haben. als Berater, ja, das stimmt. Genau. Und da kann man ja auch sagen, so ey, hat seine Berechtigung, das soll ja jetzt natürlich keine super, super Werbeveranstaltung da werden, aber es gibt bei bestimmten Sachen, erstmal natürlich den, die mir super schwer gefallen sind, auch immer noch mal einen Knopf, wo du sagen kannst, boah, da komme ich jetzt alleine nicht weiter. Da brauche ich jemanden wie, äh, eine Elterngeldberatung, die das vielleicht auch kommerziell anbietet, I don't know, da müssen wir uns mal rantasten. Da gibt es aber auch bestimmte Coaching-Sachen, sich zum Beispiel meine Rolle als Vater oder meine Rolle als Mann oder sowas, wenn ich da Herausforderungen kriege, das muss ich nicht alles alleine machen. Das ist ja auch so eine Männergeschichte. Ich bin der starke Fels, der das alles alleine hinkriegt. Wenn du es halt ordentlich und fair machen willst, dann hol dir doch auch Hilfe. Das ist doch kein Problem. Und dann geht es halt eben nach. einfacher anzunehmen, wenn einem das eine App vorschlägt, konnte ich mir vorstellen. Ich hoffe es. Also bisher muss man auch der Fairness halber dazu sagen, sind es ganz viele Hypothesen jetzt? Das ist jetzt die zweite Generation, die ich jetzt im Testing habe. Da kommt ganz viel tolles Feedback zurück. kommt auch ganz viel zurück. Hä, was soll das denn? Das bringt mir gerade gar nichts. Und das ist so bisschen die Herausforderung, jedem in seiner Situation dann auch das anzubieten, was sie irgendwie weiterbringt. Und da arbeite ich dran. ist ja auch utopisch anzunehmen, dass man für jeden jetzt die Eier legende Wollmilch oder Schweizer Taschenmesse dabei soll trotzdem eine möglichst große Schnittmenge geben. Und da arbeiten wir gerade dran. Nach der Geburt geht es da halt irgendwie weiter mit den Wochenbettthemen, auch mit wo kriege ich Hilfe her, kriege ich Unterstützung als Familie her, was für Phasen macht das Kind durch, wie kann ich als Vater auf diese Phasen reagieren, was macht das mit mir jetzt und wie kann ich mich jetzt wiederum darauf reflektieren, wie habe ich auf diese Phase reagiert und wie mache ich es jetzt besser. Also das ist im Endeffekt so ein Loop und es ist auch nichts, was ich jetzt, wo ich ein Buch geschrieben habe, wo ich ein neues System entwickelt habe, sondern wo ich im Entzweifel nur dieses Wissen zusammengetragen habe oder dabei bin, das ist aber noch keine abgeschlossene Geschichte, und versuche ihm eine Handreichung zu geben und zwar nicht in einem großen Buch wie, wenn uns eine Frau der Hebammeratgeber und ich wachse, dass die haben, glaube ich, beide 800 Seiten oder sowas, sondern sehen sie so aus. Ich habe eher so kleinere Bücher gehabt. Hm. Ich will jetzt auch gar nicht sagen, dass alle Männer so sind. Ich glaube, dass wir genug Männer finden, es geholfen sein könnte, wenn die App sich einfach regelmäßig meldet und sagt, das steht als nächstes an, macht ihr doch jetzt die Gedanken und nicht vor drei Monaten oder in drei Monaten, es entweder zu früh oder zu spät ist, zu einem vermeintlich richtigen Punkt. Genau. Und es gibt eben einfach Termine, gerade so, wann ist die U-Untersuchung, wann müssen vielleicht auch Dinge gekauft werden, wann muss man sich mit Kleidung beschäftigen und so. Die, wenn einem da eine App eine kleine Erinnerung schickt, vielleicht auch einfach weniger verloren gehen. im Terminkalender kann man nicht alles haben. eher so die Termine, die schon feststehen, aber dieses, kümmere dich mal das und das, dafür braucht es ja auch einen Ort. Genau. Genau, genau. Und da muss wahrscheinlich auch irgendwann, also vielleicht zumindest ist im Feedback sehr viel eine Brücke entstehen, damit es nicht da in dieser App ist. Und dann habe ich noch mal eine Kalender-App. Mh. Und ich habe auch ganz oft dieses Feedback, ja, aber wenn wir jetzt hier über To-Do's sprechen, muss das, hat das ja meine Frau vielleicht auch schon gemacht oder wir müssen uns ja aufteilen, die muss das ja auch wissen, wo ist denn ihre Schnittstelle oder so, wie kann ich ihr denn das jetzt und so, ja. Ist eine gute Frage, habe ich jetzt noch keine Antwort darauf, aber ich sehe, aktuell habe ich es lieber, dass ihr doppelte Arbeit macht, als wenn sie es macht und ihr habt, du hast nicht dran gedacht. Das sind halt Probleme, die müssen wir noch lösen. Ich noch nicht fertig. jetzt total lösbar, weil das, was man dann erledigt hat, gemeinsamen Kalender einzutragen, ist jetzt ja vielleicht ein machbarer Weg und ein Fortschritt, genau wie du sagst. Ja. Genau, kann ich total bestätigen. Ich hab's geschafft zumindest. Buch von Carsten Fonow, Up to Dead, kennst du wahrscheinlich auch. Weil das so ein kompakter Ratgeber ist. ist ja irgendwie der Durchflug und durchbindungsorientierte Erziehung drin. Aber eben auch die Themen Mental-Load und so. Den hab ich wirklich schon ein paar Federn empfohlen. Unter anderem eben auch mein Mann, der den wirklich gelesen hat. Und deswegen glaub ich, deine Hypothese, dass es ein bisschen kompakter sein sollte, dass es vielleicht so bisschen umfassender sein sollte, das kann schon sehr, gut funktionieren. Ja. Ja, ich glaube auch. Also wenn man sich auch gerade damit dieser Literatur mit den Büchern beschäftigt, ist es ja auch nochmal so ein Thema für sich, weil das ist Carsten geschrieben hat, Buch, und da gibt es ja auch noch ein paar andere, ein paar ganz tolle Bücher, die zum Standardwerk gehören. Super Sache. Das, was ich gelesen habe, das war so ein Erfahrungsbücher, das sollte so witzig sein. Ich habe mir ganz vielen Stellen gedacht, boah, das voll unpassend. Und die Kommentare dazu, das hat mich halt so gar nicht angesprochen. Besser als es nicht zu leben. Ja, genau, genau. aber vielleicht hat es genau in dieser Opposition auch was Positives bewirkt. das ist auch nochmal eine schöne Anekdote, weil das zeigt auch nochmal so bisschen, wo die Entwicklung hingeht, weil so Themen von, ich wie die Carsten ja da aufmacht, bindungsorientierter Erziehung von einem Mann an einem Mann, dass das das Thema ist, das wir reden, das ist eine super Sache. hab gerade in der Vorbereitung auf der Didur dann ein paar alte Bücher mal rausgekramt und da war die Empfehlung an den Vater, hey, bring doch deinem Kind mal einen Stift von der Arbeit mit, damit es abends weiß, wenn du es ins Bett bringst, dass du an das Kind gedacht hast über den Tag. Das reicht dann auch schon. Also wie kann ich dem Vater, der das liest, einen Vorwurf machen? Weil woher soll der das anders wissen? Aber aus der heutigen Sicht fühlt sich das so unzureichend an. Ich bin super gespannt, gegen was für eine Messer hat wir uns in 50 Jahren messen lassen müssen. Ja genau und auch was unser Verhalten und unsere ganzen Bemühungen, die wir ja wirklich auch mit den allerbesten Absichten tun, aber zu welcher Auswirkung die am Ende führen. wir wünschen uns jetzt als Resultat aus unserer Erziehung das Thema aktive Vaterschaft und gemeinsame Kehrarbeit. Wer weiß, was unsere Kinder dann daraus ableiten. Meinst du, da kommt mal irgendjemand und findet heraus, dass Väter völlig unnötig sind? Ne, das glaube ich nicht, aber ich könnte mir vorstellen, das nächste Thema ist Elternreichen nicht. Zum Beispiel. Dass unsere Kinder dann irgendwann merken, es hätte noch viel größer sein müssen. Es hätte eine Großfamilie sein müssen, Freunde und so weiter hätten noch anders einbezogen werden müssen. Irgendwie sowas. Genau, bestimmt. Also wir wissen halt, das ist so bisschen die Schwierigkeit, ich auch. Wir gehen da mit allerbesten Absichten rein. Mit Zeit, mit Energie. Mit Wissen, dass wir uns ran schaffen, mit ganz viel Übung. Und wir wissen trotzdem... Irgendwas machen wir auf jeden Fall falsch oder es wird auf jeden Fall irgendwo zu einem Resultat führen, das wir jetzt noch nicht sehen können. Ja. Ich finde, ist auch eine schöne Perspektive darauf, wenn wir uns einfach andere Menschen, andere Beziehungen angucken. Die machen das ja meist. Niemand macht das, weil er böse sein möchte. Ich finde, ich muss gerade, wenn ich als Mann da was zu sage, ich muss sich immer aufpassen, weil ich möchte auf gar keinen Fall, dass der Eindruck entsteht, die weibliche Wut darüber, dass das alles alleine machen zu müssen, ist auch da jetzt ein bisschen überspitzt. dass das irgendwie unrechtigt wäre. ist super brächtig. Find ich super wichtig. Und gleichzeitig ist es nicht unbedingt nur seine Schuld. Wenn du es ihm gesagt hast, dann sollte er vielleicht schon was passieren. vielleicht kann er es nicht in jedem Fall sofort wissen. Auch da muss man natürlich auch von ihm erwarten, dass er sich weiterbildet und dass er solche Sachen wichtig findet. gleichzeitig, wenn ich kein Vorbild dazu habe, wie komme ich dahin? in dem wir aufwachsen, lebt uns andere Bilder vor. Und das ist nach unserem Selbstverständnis schädlich für alle. Deswegen versuchen wir es zu ändern. Und trotzdem wissen wir noch nicht, wo es am Ende hinführt. Ja, vielleicht noch eine letzte Frage zu Daddy-Doo. Ist jetzt Daddy-Doo so eine App, die man quasi am Ende verschenkt? Verschenken, die dann Väter sich untereinander? Wie kommt man dann an diese App? Das ist eine super wichtige Frage und ich weiß es noch nicht genau. Also ich versuche natürlich jetzt ein paar Sachen auszuprobieren. Das eine ist Social Media. da auch, also ich bin auf LinkedIn unterwegs. Hm. Erstaunlich gut funktioniert für mich. Ich versuche Instagram mir gerade noch so bisschen zu erschließen, einfach den Vater oder auch die Mutter dazu zu bekommen, wenn sie in dieser Situation sind, hey, wir werden Eltern. Und dann sagen sie, wo informieren wollen, wo kriegen wir unsere Infos her? Und wenn dann einer von beiden sagt, hey, guck mal, hier ist der, du, das ist was nur für Väter, vielleicht gucke ich mir das oder Schatz, vielleicht guckst du dir das mal an. Das wäre eine Möglichkeit. Eine andere Möglichkeit ist, ich versuche halt mit ganz vielen Institutionen zu sprechen. mich irgendwo dran zu klammern. Ich jetzt gerade alleine unterwegs, das macht halt total Sinn. Einerseits mit Unternehmen zu sprechen, die viel in dem Diversity-Thema unterwegs sind, die viel machen für ihre Belegschaft und die aber oft da auch noch ein... will jetzt nicht Blindspot sagen, aber die Väter jetzt halt nicht unbedingt in den Mittelpunkt stellen. Ich verstehe das auch total, weil das ist eine Zielgruppe von einer ganzen Belegschaft. Deshalb versuche ich denen natürlich auch jetzt anzubieten, komm wir machen das halt erstmal vielleicht sogar die ersten drei oder sowas umsonst, dann aber auch sehr sehr kostengünstig mit super wenig Investment, sodass es für mich nur einigermaßen kostendeckend funktioniert. Ich muss damit nicht reich werden, ich habe drei Kinder, die wollen auch was essen. Also das einfach über Firmen zu machen, damit die das ihrer Belegschaft zur Verfügung stellen. Die haben da natürlich auch was von. Also gerade dieses Thema Loyalität ist eine der großen Themen von Retention. Also wie verlierst du denn die Jungs, die Väter werden und die jetzt vielleicht trotzdem noch Vollzeit auftauchen. Bei denen passiert dir im Leben trotzdem hunderttausend verschiedene Sachen, die du als Arbeitgeber gar nicht mitkriegst. Und wenn du dem dann aber eine Handreichung machst und die so ein Ich sehe dich, ich helfe, ich... 78 % der Eltern, meine ich, die Zahl, würden für einen Arbeitgeber mit familienfreundlicheren Maßnahmen wirklich wechseln. Also richtig, richtig krass. sagen, damit die nicht wirklich weggesellen, kannst du ja auch familienfreundlich sein. Und die Hälfte von denen sind ja Väter. Wenn du denen, und dann steht halt Loyalität da draus. Das ist was, ich spreche aber natürlich auch mit staatlichen Sachen, also Jugendämtern, frühe Hilfen und so was. Da gibt es ganz viele tolle Institutionen, die halt super viel machen und wofür man, wenn man sich damit nicht beschäftigt, gar nicht so viel mitbekommt. Aber wenn die halt losgehen und sagen, guck mal. Väter sind auch für uns irgendwo ein Thema. Versuche ich die natürlich auch irgendwie mit, also den Flyer mitnehmen oder ob die das empfehlen oder sowas. Da müssen wir mal gucken, wie sich das dann auch für die, also wir sind ja jetzt noch im Test, aber da möchte ich dann am Ende hin. Ja. habe ich natürlich auch auf der Roadmap diese Vision, dass man vielleicht auch wirklich einen väterbasierten Geburtsvorbereitungskurs anbieten kann. Zumindest einen kurzen Impuls, es natürlich auch das, was kommt da wirklich kognitiv auf dich zu. Sind wir natürlich klischeebasiert auch oder wir müssen erst mal wissen, was da alles passieren wird. Und dann hast du vielleicht eine Checkliste, aber dass du dann auch einen Raum anbietest und sagst, guck mal. Bei uns ist das passiert und das war vielleicht auch nicht so cool. Das hätte ich mir gewünscht, drüber nachgedacht oder so was zu haben. Und auch dieses Gespräch zu suchen, vielleicht mehr Raum für zu geben. Und dann da vielleicht auch einfach der, du als Begleiter daran zu hängen. Sowas könnte ich mir gut vorstellen. Du hörst, das ist keine finale Antwort. Das ist noch ein Werden. Aber das sind genau die Punkte, deswegen fahre ich da jetzt so neugierig, wo jetzt ja verschiedene Maßnahmen und eben am Anfang vielleicht auch mal ein Gespräch andocken kann. Und deswegen bin ich da so interessiert dran. Eine letzte Frage, und dann würde ich gern auch zum Phrasenverdrescher übergehen. Ich finde es total klasse, dass du Vorstand des Kita-Fördervereins bist. Weil, ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Schule und Vorbilder für Jungs in Schule. Total wichtig, und da steht überall ... Für Jungs brauchen Väter als Vorbild. Jungs brauchen auch präsente Väter in der Schule. Und deswegen die Frage, also wie ist so deine Erfahrung? Warum machst du das vielleicht? Und wie kriegt man andere Väter dazu, sowas auch zu machen? Also Diese Rolle als Forschung des Fördervereins ist nicht besonders sichtbar, muss ich sagen. Die Kita ist so aufgebaut, dass sie nicht Spenden einfach so annehmen kann. Deshalb gibt es das Hiekelförderverein. Wir machen die Elterncafés oder Sommerfest oder so was und stehen da und verkaufen Kuchen und Kaffee, damit es Kohle gibt, die wir dann halt wieder in die Kita investieren können. Das ist die Daseinsberechtigung davon, so unterm Strich. Und gleichzeitig möchte ich es auch nicht kleinreden, weil das ist natürlich schon eine schöne Sache einerseits auch für die Kita-Leitung, für die Erzieherinnen, die wir halt mehrheitlich haben, da irgendwie ein Gegenpart zu haben. Und ich glaube auch, wenn ich die anderen Kita-Eltern anspreche, ist das halt auch noch mal ein bisschen was anderes. Ich kann zumindest die Väter auch einfach anders ansprechen, als das vielleicht Mütter können, weil ich bin ja der lebende Beweis, dass man sich da auch als Vater engagieren kann. Und der zweite Vorsitzende ist auch ein Vater. Von daher, das ist eine ganz, ganz coole Sache. Genau. Also einfach ran, würdest du sagen. total. Gerade diese Vereinssachen, da gibt es ein paar Sachen, die nervig sind, aber ansonsten sind diese freiwillige Sachen, das nimmt ja genauso viel Zeit ein, wie ich bereit bin, dem zu geben. Klar, irgendwer muss es machen, ein bisschen Zeit ist es am Ende, aber wenn man sich da ein bisschen aufteilt, ich weiß nicht, also eine Stunde die Woche oder so was, mehr ist es dann am Ende auch nicht. Das ist schon echt ganz cool und es bringt halt richtig was, weil wir halt da Geld sammeln können und jetzt haben wir, also letztes Mal haben wir Bücher gekauft für die Kita, das finde ich immer eine super Investition und als nächstes kommt so ein, wie heißt das, diese 6er-Wegen, wo die ganz kleine, also die Netzgruppe dann geschoben werden kann, weil da hatten sie bisher nur einen von und dann ist der Radius eingeschränkt. Ja, da Sie mehr Ausflüge machen. Und der Kleine kommt jetzt im September in die Kita, in genau diese Gruppe. Also für mich Win-Win. Das ist nicht der Grund, warum ich das mache, aber auch der Grund. dieses Thema, sich da zu engagieren, wo man selbst betroffen ist und sich da auch einfach mal reinzutrauen, weil es positive Auswirkungen hat. Toll! Philipp, jetzt bin ich jemand, der nicht... per se schlagfertig ist und ich rege gerne Leute zum Nachdenken an. Deswegen gibt es im Podcast diese Kategorie Frassenverdrescher, wo ich gerne noch eine Trigger-Phrase mit dir auseinandernehmen würde. Also wenn du irgendwas hast, was dir vielleicht schon mal so die Ohren geflogen ist, wo du sagst, boah, also wenn ich den Satz höre, dann muss ich aufpassen, dass ich nicht in die Tischkante beiße oder da habe ich noch keine richtige Reaktion drauf. Vielleicht hast du ja sowas. Ich habe mir den Podcast natürlich vorher mal angehört. heißt, ich bin nicht ganz unvorbereitet. Ich hatte auch eine Frage. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die nicht schon mal dran war. Ich habe eigentlich eher einen Blick, der mich viel mehr... Der ist super positiv eigentlich. Ich steige mit dem Kind in die Bahn ein. Das Kind schreit oder ist bisschen drüber oder weiß ich nicht was. Ich nehme es vielleicht in den Arm oder setze zu mir oder vielleicht sage ich auch mal ein bisschen was oder schimpfe sogar. Und da gibt es immer so ein paar gerade ältere Damen, sind das die gucken und so. Halb verliebt. ist super süß und finde ich, finde ich auch ganz toll. Aber wenn meine Frau in derselben Situation ist, dann gucken die nicht verliebt und süß. Dann gucken die so richtig judgy. Und dann ist dann auch manchmal so dieses, dieses Schnaubende oder dieses Augenverdrehende oder weiß nicht, glaube in der Bahn, ja, war dann noch eine ältere Dame, jetzt so, hier ist aber auch noch Ruhebereich oder so was. Die haben nicht geschrien, die Kinder. Ja, ja, gut. Hm? kriege ich super selten. Ich kriege ganz viel positives Feedback, das mir entgegen weht, ich im öffentlichen Raum mit den Kindern. Gerade wenn ich mit allen drei unterwegs bin, sieht man ja auch, dass es stressig ist. Wenn sie das macht, kriegt sie das überhaupt nicht. Diese Grundhaltung von... Weiß ich nicht. Was ist denn so eine... Gönnerhaft... Gönner, das trifft das nicht. Ja. Nee, einfach so ein positiver Blick darauf, vielleicht ein Grundverständnis, dass wir nicht wissen, was bei den Menschen, die gerade vielleicht auch ihre Kinder ein bisschen ankeifen und das bestimmt abends selbst bereuen, aber wir wissen nicht, was da gerade los ist. Und das gilt für Mütter und Väter gleichermaßen. ganz genau das ist genau das, ich damit meinte. Dass ich einfach bisschen zurücknehmen und vielleicht eher auch mal eine Hand anzubieten. Kann ich dir was helfen? Genau. in der Bahn, ehrlich, wenn du dir noch die Trage umschnallst, super, wenn dir jemand diesen Riesen-Rucksack aufsetzt oder wenigstens anhebt oder so. Das ist echt nett. Da freut man sich doch drüber. Sowas in der Art, weil das oder auch wirklich einfach noch mal einen Hinweis gibt, wenn sich wirklich ein Kind gerade ungesehen davon stiehlt. Soll ja bei Dreien vielleicht vorkommen. Manchmal ist man auch ganz froh, wenn das erst mal ein paar Meter weg ist. es darf auch gerne wieder kommen. Ich will mich auch gar nicht drüber beschweren, dass das Leuten positiv auffällt. Das ist ja erst mal was Gutes und was Schönes. Und gleichzeitig können wir natürlich auch nicht abdriften in so ein Applaus-for-basics-Ding. Das ist halt normal, dass ich das mache. Es ist auch normal, dass meine Frau das macht. Und ich finde, wir sollten halt nicht mit so ganz unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Wichtig, ich glaube da kann man dann gar nicht groß was sagen, grundsätzlich für das Thema sensibilisieren, deswegen ist es wichtig, das hier im Podcast anzusprechen und für Verständnis werben, dass eben, wie du sagst, Applaus für Basics. Jeder macht seine 50 Prozent und das darf man auf beiden Seiten würdigen und wertschätzen und vielleicht aber trotzdem eben auch nicht überbewerten. Wichtiger Impuls, danke Philipp. Am Schluss frage ich immer noch, und ich hab's zwischendrin schon bisschen angetriggert, weil wir über Cast & Phone-O's Up to Date gesprochen haben, nach Empfehlungen. Das können Bücher sein, Podcasts, manchmal flinzen auch Menschen oder Filme. Was ist gerade eine Quelle an Inspiration für dich? Also ich lese, also zwei Sachen vielleicht. Ich lese super gerne die neue Narrative. Das Magazin finde ich super. Die haben in der aktuellen Ausgabe das Care-Thema. Das passt einfach wirklich perfekt. Also ich bin noch nicht ganz durch, auch dieses ganze, wer kümmert sich eigentlich, was bedeutet das, was macht das mit uns und wie können wir mit diesen Leuten auch umgehen? Und ich meine, das ist nun mal das, was diese Gesellschaft am Laufen hält. Und wenn ich mir jetzt einfach aus dem Politischen die Diskussion angucke, wird das nicht so behandelt. Dann geht es Unternehmen. das ist im Herzen, bin ich ja auch total dafür. Ich mag das gerne. Ich gönne jedem viel Geld, das verdient. Das ist alles super, aber es ist halt nicht das einzige, was so eine Gesellschaft im Laufen hält. Und da muss man halt auch, glaube ich, ein bisschen auf die Leute gucken. das macht dieses Magazin halt ganz schön. Das bietet da halt, finde ich, dazu. Das stimmt. Da gibt es auch einen extra Newsletter, vielleicht den noch erwähnt, der sich extra mit den Kehrthemen beschäftigt. Denn ich muss zugeben, auch wenn ich mir das Magazin jetzt abonniert habe, manchmal brauche ich bisschen, bis ich ganz durch bin. Aber so ein Newsletter, das kriege ich immer noch in meinen Alltag integriert. Deswegen bin ich da auch Fan der Newsletter. Ja, aber auch da nochmal für das Magazin, das ist ja immer wie ein Workshop aufgebaut. Den snackst du halt auch nicht so weg. Da ist er dafür gedacht, dass man sich damit auseinandersetzt und auch schön mit Unterteilung und mit so kleinen Reflektionsgeschichten, wo man es weglegen kann und dann in einer ruhigen Minute sich wieder vornehmen kann. Genau. Also wirklich gut gemacht, ist gar nicht der Punkt, sondern als Idee. Wer vielleicht weniger Zeit hat, zumindest der Newsletter. Und was ich immer noch empfehle, ein Buch, mir in meiner beruflichen Entwicklung super viel gegeben hat, war To Sell As Human von Daniel Pink. Er hat ein paar Sachen geschrieben. Drive ist auch ein super tolles Buch von ihm. Für mich hat To Sell As Human total viel bewegt, weil ich tatsächlich im Vertrieb angefangen habe zu arbeiten. habe dieses, jetzt muss ich da anrufen, jetzt muss ich jemandem was verkaufen, was er vielleicht gar nicht haben will. Dann sagt er nein und will das nicht. Das halt als Narrativ umzudrehen zu eigentlich ist alles, was du tust, ein Vertriebsprojekt, weil du hast eine Idee, du bist davon überzeugt und das jetzt weiterzugeben, das hat immer was mit Verkaufen zu tun, wenn du es so betrachtest. Prinzip, ja, genau. Und dann halt auch verbunden mit diesem, wie willst du denn dein Leben gestalten? Da musst du ganz viel verkaufen drum herum, weil du, jeder will ja, dass du das so mainstreamig lebst, weil das für alle mit möglichst wenig, mit möglichst wenig. Ganz genau. Aber so wie du das willst, musst du im Zweifel Leute überzeugen oder musst du auch Leuten sagen, ne, das will ich so nicht und das möchte ich aber so. Deshalb dieses Buch immer noch als Empfehlung. Richtig schöne Perspektive und tolle Empfehlungen für Lib, die ich alle in die Show Notes packe. Gemeinsam natürlich mit deinen Kontaktdaten zu deinem Instagram und deinem LinkedIn-Profil und zu Daddydu. Ich hab mich... hast du genau? Aha, super. Ja, dann darüber erfährt man wahrscheinlich auch über deine Social-Profile. Sehr gut. auf der Webseite gibt es immer so ein Sign-Up-Ding. Super gerne. Sehr, sehr gut. Dann also, Philipp folgen, euch sich mit den Empfehlungen beschäftigen und was ich jetzt so mitnehme, Philipp, insgesamt dieses Thema, die Gelegenheiten in die Selbstreflektion zu gehen, gerade unter Vätern. vielleicht noch ein bisschen mehr nutzen. Dieses eine Vorbild, das vielleicht jeder hat, eventuell auch mal den Mut haben, das für jemand anderen zu sein. Beim Lagerfeuer, am Vatertag. Vielleicht dieses, guck mal, ich hab hier was gehört, diesen Podcast, so einem männlichen Freund mal empfehlen. Es wirkt so, wenn ich dir so zuhöre, als wäre das der absolute Schlüssel, hier eben was zu verändern. Und dass wir das alle wollen und uns wünschen, das haben wir jetzt ja hier auch besprochen. Genau. Ich halte mich ein ganz zentrales Thema, nach innen zu gucken und auch einfach Dinge weiterzugeben. Zweifel, wenn man einmal durch diesen Prozess durch ist und der nächste kommt, da auch diese Frage, die man sich selbst nicht getraut hat zu stellen, einfach schon mal proaktiv zu beantworten oder sie aufzuwerfen. Ja, finde ich super. Danke, dass du das geteilt hast. Danke für diesen Perspektivwechsel. Ich finde den unglaublich wichtig. Ich habe wirklich gerne Väter im Podcast, weil ich eben weiß, wie wichtig Rollenvorbilder sind und dieses Rollenvorbild des aktiven Vaters, das in den Vordergrund zu rücken und sichtbar zu machen. Das ist mir eben auch persönliches Anliegen, weil ich glaube, dass es so insgesamt für alle besser wird. Ja, das unterschreibe ich. Dann wünsche ich euch, liebe Hörer, einen wunderschönen Tag. Viel Spaß mit dieser Folge, die ihr gerade gehört habt und natürlich auch mit den nächsten Folgen, die ihr noch nachhört. Wir sehen uns und hören uns in zwei Wochen wieder. Schaut euch gerne die Empfehlungen an, nutzt dafür gerne die Affiliate-Links, dann bekomme ich noch was zurück und insbesondere an die Väter empfehle diesen Podcast, diese Folge mit Philipp, einem Freund. Das würde uns helfen. Macht's gut. Tschüss.