Work Life Rebels - Podcast

Der kompakte Business-Podcast mit Tipps und Tricks zu Vereinbarkeit und New Work und echten Role-Models

Führung mit Empathie und KI: 4 Säulen moderner Leadership-Kompetenz mit Yvonne Mendelin - #45

Vier Säulen moderner Führung und ein offenes Wort zur Sichtbarkeit in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

28.09.2026 55 min Elisabeth Tophinke

Zusammenfassung & Show Notes

Yvonne Mendelin über die 4 Säulen moderner Führung – und offene Sichtbarkeit als Führungskraft in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.

# Führung mit Empathie und KI: 4 Säulen moderner Leadership-Kompetenz

Vier Säulen moderner Führung und ein offenes Wort zur Sichtbarkeit in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

Yvonne Mendelin ist Geschäftsbereichsleiterin Organisation & People bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung und Leadership Expertin sowie systemischer Business Coach und Resilienz Coachin in ihrem eigenen Unternehmen, dem „Female Business Coaching". Zuvor war sie über 12 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Heil- und Mineralquellen Germete GmbH tätig, unter anderem als kaufmännische Leitung, Leitung Vertrieb und zuletzt als Geschäftsführerin. Zusätzlich ist Yvonne seit knapp 25 Jahren Taekwondo Trainerin und Schulsportlehrerin im Taekwondo nach DOSB.

🔎 Worum geht es in der Folge?

  • Die vier Säulen moderner Führung: Empathie, KI-Kompetenz, Lösungsorientierung, Veränderungsbereitschaft 
  • Warum sich das Zeitverhältnis zwischen fachlichen und menschlichen Führungsthemen gerade verschiebt 
  • Konkrete Alltagstipps, wie Führungskräfte sich in diesen vier Bereichen weiterentwickeln können 
  • Yvonnes Weg zum Female Business Coaching und warum ihr Fokus auf Frauen liegt 
  • Sichtbarkeit als Führungskraft in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft: erlebte Reaktionen und was sich Yvonne von einem natürlichen Umgang miteinander wünscht 
  • Phrasenverdrescher: zwei Trigger-Phrasen, die genauer betrachtet werden 

📌 Das nimmst du mit:

Führung verschiebt sich weg vom Fachlichen

  • Erfahrene Führungskräfte berichten: Früher nur 10–20 % der Zeit für zwischenmenschliche Themen, heute 70–80 % 
  • Fachliche Inhalte werden zunehmend von KI unterstützt oder übernommen – menschliche Führungskompetenz wird dadurch relevanter, nicht überflüssiger 

Die vier Säulen moderner Führung

  • Empathie: Mitarbeitende wirklich verstehen, offene Tür leben, Zeit für Menschen bewusst priorisieren 
  • KI-Kompetenz: sich aktiv mit KI beschäftigen, statt davor wegzulaufen oder sie zu ignorieren 
  • Lösungsorientierung: den Fokus von der Problembeschreibung auf die Lösungssuche verlagern 
  • Veränderungsbereitschaft: Veränderung als Normalzustand akzeptieren, nicht als Ausnahme 

Praktischer Alltagstipp:
Ehrliche Ist-Analyse: Wo ist bei mir selbst oder meinem Führungsteam das größte Defizit? Dort gezielt mit einer konkreten Zielstellung ansetzen (z. B. „in 3 Monaten X erreichen"), statt an allem gleichzeitig zu arbeiten 

Sichtbarkeit als Führungskraft

  • Yvonne berichtet, wie sie es früher im beruflichen Kontext vermieden hat, offen über ihre Partnerschaft zu sprechen – aus Sorge, in bestimmte Schubladen gesteckt zu werden 
  • Mit der Zeit hat sie einen Weg der unaufgeregten Natürlichkeit gefunden: Sie platziert das Thema nicht als "Opener", sondern lässt es beiläufig einfließen – genau wie es auch andere mit ihren Partnerschaften tun 
  • Gut gemeinte, aber unbeholfene Kommentare erlebt sie als das Gegenteil von Wertschätzung – ihr Wunsch: ein Umgang ohne Kommentar, so selbstverständlich wie bei jedem anderen Thema auch 
  • Ihr Fazit: Mehr Sichtbarkeit und Normalität würden vielen Menschen in einer ähnlichen Situation helfen 

Phrasenverdrescher

  • "Bleib wie du bist" 
  • "Reibung erzeugt Wärme" 

📚 Empfehlungen

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Über den Host Elisabeth Tophinke: 
Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.  

 
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Transkript

Elisabeth: Herzlich willkommen zum Podcast Work Life Rebels. Ich bin euer Host, Elisabeth Tophinke, und heute habe ich Yvonne Mendelin zu Gast. Hallo, Yvonne. Yvonne: Hallo Elisabeth! Elisabeth: Wie immer stelle ich Dich den Gästen erst vor, damit Sie einen Eindruck bekommen, wen Sie so vor sich haben, dann steigen wir ein in die Schnellfeuerfragen ins Thema an den Phrasenverdrescher und die Empfehlungen. Und los geht's! Yvonne Mendelin ist Geschäftsbereichsleiterin, Organization and People bei der Köln Business-Wirtschaftsförderung und Leadership-Expertin und systemischer Business-Coach und Resilienz-Coach in ihrem eigenen Unternehmen, dem Female Business Coaching. Zuvor war sie über 12 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Heil- und Mineralquellen Germete GmbH, unter anderem als kaufmännische Leitung, Leitung Vertrieb und zuletzt als Geschäftsführerin. Zusätzlich ist Yvonne seit knapp 25 Jahren Taekwondo-Trainerin und trainiert dabei Erwachsene, Jugendliche und Kinder und ist Schulsportlehrerin im Taekwondo nach DOSB. Wir beide kennen uns, weil wir beide Mentorinnen waren oder sind im Cross-Mentoring OWL. Und wo ich mich sehr, sehr, sehr drüber gefreut habe, einen meiner ersten Workshops durfte ich bei Gehämete im Frauennetzwerk halten. Dank dir, Yvonne. Herzlich willkommen. Yvonne: Ja, kein Problem, gerne gerne, Elisabeth. Schön, dass ich da sein darf. Elisabeth: Das freut mich. Dann wollen wir direkt los schießen mit den Schnellfeuerfragen? Yvonne: Ja klar, gerne, gerne, statt. Elisabeth: Was vereinbarst du denn in deinem Leben, Yvonne? Yvonne: Ja Elisabeth, ich glaube du hast schon relativ viel gerade aufgezählt, was ich alles vereinbart. Zum einen ist natürlich meine Angestellten-Tätigkeit bei der Köln Business-Wirtschaftsförderung hier in Köln. als Geschäftsbereichsleitung für die ganzen Bereiche Organization and People. Das umfasst halt die klassischen internen Services, so wie den Bereich der HR, IT, Office Management, Rechtsabteilung etc. Das sind ja schon über den Geschäftsbereich relativ viele Teams und Unterschiedlichkeiten, die man da vereinbaren muss. Und darüber hinaus bin ich seit knapp zwei Jahren auch ein bisschen selbstständig unterwegs, bin systemische Business-Coachin und Resilienz-Coachin. Yvonne: Das, was du gerade genannt hast und vereinbare da natürlich auch viele Anliegen, viele Frauen gleichzeitig nebenberuflich. Ja und mache meinen Sport nebenbei auch noch als Trainerin. Liebe den sehr und ja, ist eine Herzensangelegenheit von mir. Neben natürlich Privatleben, Familie, Freunde, die man dann natürlich trotzdem auch noch irgendwie in Anführungsstrichen. an seinem Tagesablauf vereinbart. Genau, das sind so die größeren Bereiche. Und zusätzlich plane ich dieses Jahr, meine Promotion zu starten. Auch im Leadership-Bereich. Das sind so ganz grob gesagt die Themen, die ich vereinbar am Tag. Elisabeth: Ganz kleines Thema macht man mal eben so, ne? Elisabeth: Ja, eine ganze Menge, die du da auf dem Zettel hast. Eine Promotion im Leadership-Bereich. Da sprechen wir bestimmt gleich noch mal intensiver über Leadership. Yvonne: Vielen Elisabeth: Nächste Schnellfeuerfrage, Yvonne. Was ist denn die größte Herausforderung, die du gerade bei der Vereinbarkeit hast? Yvonne: Ja, die größte Herausforderung, die ich gerade bei der Vereinbarkeit habe, ist tatsächlich, weil du es gerade angesprochen hast, Thema Promotion, weil es etwa ein paar Jahre her ist, dass ich wirklich wissenschaftlich an der Uni gearbeitet habe. Stichwort wieder hereinkommen in das wissenschaftliche Arbeiten. Das ist gerade eine Herausforderung für mich, weil im Alltag ist man natürlich sehr pragmatisch und praxisorientiert unterwegs. und dann nach dem Masterabschluss wieder in den wissenschaftlichen Bereich reinzukommen, mit Journals lesen und Literatursichten, das ist gerade eine sehr, sehr große Herausforderung. Und da bin ich auch aus meiner Komfortzone gerade jetzt. Elisabeth: Aber da wächst man. Ich bin auf jeden Fall gleich dabei da noch Fragen zuzustellen. Letzte schnell vorher Frage und dann sind wir warm. Yvonne: Ich auch. Was liebst du am meisten an deinem Job oder Jobs muss man eigentlich sagen. Yvonne: Ja, das kann ich dir ganz klar sagen. Mit Wachstum ist meine Leidenschaft. Also ich liebe Wachstum und das ist für mich eigentlich so der Kernpunkt in allen Vereinbarkeitsbereichen für mich, sei es jetzt in meinem Angestelltenverhältnis, sei es aber auch in meinem sportlichen Bereich, den ich absolviere oder auch eben in diesem wissenschaftlichen Bereich jetzt oder auch im freiberuflichen Bereich. Es geht immer Menschen, es geht immer Transformation, es geht immer Veränderung und ich liebe es, wenn Menschen auf einmal herausfinden und ich sie dabei begleiten darf, zu was sie eigentlich fähig sind. Weil oft ist man so limitiert irgendwie in seinem Kopf und ich liebe es Menschen einfach dabei zu begleiten, zu sehen was sie erreichen können und was sie schaffen können und es ist großartig das zu sehen, wie viel Glück sie dabei empfinden, wenn sie Erfolge feiern. Elisabeth: Ja toll, ein roter Faden, sich durch alles durchzieht und alles verbindet. Das ist doch schön. Ja, Yvonne, jetzt bin ich natürlich extrem neugierig. Führung geht uns alle was an. Entweder weil wir selbst geführt werden, weil wir uns selbst führen. Selbstführung ist ja auch ein Riesenthema. Und natürlich auch dann, wenn wir Führungskräfte sind oder auch als Eltern. Ich finde ehrlicherweise, das ist auch eine Führungsaufgabe. Deswegen, vielleicht erzählst du nochmal, was genau ist denn Jetzt vielleicht ein Promotionsthema oder das Thema, das dich beim Thema Führung gerade so bewegt, dass du gesagt hast, yay, da steige ich jetzt eben auch nach einigen Jahren in der Praxis noch mal wissenschaftlich-theoretisch tief ein. Yvonne: Ja, also ich glaube, dass Führung, also Führung hat mich von Anfang an immer schon bewegt, selbst in meinem Bachelor. oder auch zum Start meiner Ausbildung damals, waren Menschen und der Umgang mit Menschen, auch gerade in Organisationen, immer ein spannendes Thema für mich, weil es oft auch in der Wissenschaft ist, ja, es gibt immer Modelle, es gibt immer Theorien, es gibt eigentlich immer Erklärung. Wir Menschen sind ja auch auf der Suche nach immer, warum ist das so, und Erklärung. Und Menschen sind einfach so unterschiedlich. Und ich liebe das, dass es immer wieder neue Verhaltensweisen gibt, also immer wieder neue Menschen. die ich vielleicht noch nicht ganz verstehe in ihrem Verhalten. Und deswegen ist das Thema Führung für mich schon immer interessant gewesen, weil Menschen für mich eigentlich schon immer interessant waren. wenn man so bei die Jahre auch in der Wissenschaft schaut, gibt es verschiedene Modelle, die sich auch immer weiterentwickelt haben oder immer wieder neue Modelle. Und ich glaube, dass dieses Thema Leadership einfach ein Forschungsthema ist, was nie aufhört. Und jetzt gerade natürlich aktuell in meinem Promotionsvorhaben ist es in Kombination mit AI. Wie soll es auch anders sein? Wir sind in einem neuen Genau, und es ist, sag ich mal, ein Thema, was gerade alle bewegt. Und ich auch wieder festgestellt habe, in Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Führungskräfte auch Angst davor haben. Weil ich habe die Empfindung, dass Führungskräfte auch früher sehr oft über ihre Fachkompetenzen quasi in ihre Yvonne: Positionen auch oft gewachsen sind und man so ein bisschen die Leadership-Kompetenzen als zweiten Faktor vielleicht auch manchmal so bisschen nachrangig behandelt hat. diese Entwicklung zu sehen, dass eine AI, also eine künstliche Intelligenz, quasi die Fachkompetenz in irgendeiner Form ausgleicht. Yvonne: Und die Führungskompetenz, also die Leadership-Kompetenz, der Lead, der Menschen zusammenhält, die Lokomotivfunktion hat und weiter nach vorne zieht und führt und motiviert, immer relevanter wird, weil letztendlich, da gibt es auch viele Forschungsdebatten drüber, aber ich glaube, das dauert noch lange, bis so eine AI dahin kommt. Und ich stelle fest, dass viele Kolleginnen und Kollegen da so bisschen, ja... Yvonne: Ich will nicht sagen Angst zu haben, aber schon zu sagen, die Fachkompetenz wird relativ schnell oder ist schon dadurch ersetzt worden. Und dann kommt es auf andere Qualitäten an und das ist mega spannend zu sehen. Und ich glaube, dass das eine ganz aktuelle Entwicklung ist, die super relevant ist, auch für die Unternehmen und deren Inhaberinnen im Übrigen und Inhaberinnen, die sich darüber Gedanken machen sollten. Elisabeth: Ja, ganz spannende Erkenntnis. Ich habe mal gelesen, vielleicht kannst du das ungefähr bestätigen, dass man sich als Führungskraft eigentlich zu jeweils ein Drittel einmal auf das Thema fachliches und Management fokussieren sollte, zu einem Drittel auf das Thema Führung und zu einem Drittel auf das Thema Strategie. Ist natürlich jetzt nur so eine grobe Heuristik, aber immer wenn ich mir das angeguckt habe und versucht habe, auch meinen Kalender mal so in diese Richtung zu strukturieren, dass ich mir also auch gerade bewusst für das Thema Strategie genug Zeit nehme, weil das ist so, würde ich sagen, in meinem Kalender das, was meistens ziemlich runterfällt, habe ich festgestellt. Wenn ich so links und rechts gucke, ist schon meistens auch die Erwartungshaltung an mich als Führungskraft beim Thema fachliches und Management eigentlich die, die auch den größten zeitlichen Rahmen einnehmen sollte. Deswegen, weil du da gerade gesagt hast, das verändert sich. Wie stark verändert sich das? Geht das ganz weg? Oder kann man das schon irgendwie sagen, wie stark jetzt mittlerweile die Führungsanteile sind an der Führungsrolle? Yvonne: Ja, also das, du gerade beschrieben hast, ist etwas, was nicht selten der Fall ist. Bei Führungskräften auch, bei Kundinnen, die mit mir zusammenarbeiten, die genau diese Themen beschreiben, auch die du gerade beschrieben hast. Meist resultiert das dann daraus, dass das Thema Strategie so bisschen hinten ansteht, weil man meist zu der Feuerlöscher ist, der ja irgendwie den ganzen Tag irgendwie damit beschäftigt ist, irgendwelche Brände zu löschen. Yvonne: und eben reaktiver oftmals leider handelt als proaktiv. Das gilt es natürlich dann auch wieder zu vereinbaren und sich strikt vielleicht die Zeitblocker zu setzen und sich damit zu beschäftigen. Aber wir tendieren natürlich dazu, dann eben diese Themen, schnell erledigt werden müssen oder eben diese Feuerlöscherteam zu bearbeiten. Auch da habe ich mit vielen Führungskräften drüber gesprochen und es ist sehr spannend, was du sagst. Weil die Führungskräfte, die Kollegen Kolleginnen, schon, sage ich mal, 40 Jahre teilweise führen, beschreiben mir, dass sie früher mit diesen menschlichen Themen fast nur 20 oder 10 Prozent am Tag zu tun hatten. Dass es mehr darum ging, fachliche Inhalte nach vorne zu bringen oder fachliche Dinge zu sprechen. Und die sagen immer zu mir, Yvonne, Du kannst dir das nicht vorstellen, ich bin heute fast 70-80 Prozent damit beschäftigt, diese zwischenmenschlichen Themen zu bearbeiten oder menschliche Anliegen zu besprechen, als eben nur noch dieses Tagesgeschäft, das sich auf diese fachlichen Bereiche fokussiert. Und ich glaube, das ist es eben für die Zukunft. Ich glaube, dass es eine Zeit geben wird, in meiner Wahrnehmung, wo diese fachlichen Themen halt auch inhaltlicher Natur auch teilweise viel, viel schneller bearbeitet werden durch auch künstliche Intelligenz und dass es mehr in Zukunft darum geht, diese menschlichen Bedürfnisse und mehr auf das Team, was es ja auch benötigt dann, wenn die KI vielleicht ein Teil des Teams auch wird in Zukunft zu bearbeiten, weil da sind ja auch viele Ängste im Raum und viele Sorgen von Menschen und gleichzeitig wir auch mehr Zeit haben, vielleicht über Strategie zu sprechen und proaktiver zu arbeiten. Also ich glaube, ist super viel Potenzial und super viele Chancen im Raum, das zu nutzen. Elisabeth: Klingt total gut. Am liebsten hätte ich dafür jetzt noch so was wie ein Label. Also wie nennt man diesen Führungsstil und was sind so vielleicht die Kernelemente, die ihn charakterisieren? Diesen modernen Führungsstil, der eben AI-kompatibel ist, den du gerade beschreibst. Yvonne: Ja, ich hätte jetzt gesagt Führung so bisschen mit Herz, aber das klingt für viele auch gerade im Leadership-Bereich manchmal oft zu romantisch. Also meine Ansätze da sind, hören sich auch sehr, sehr romantisch an. Aber ich glaube, eben es ist, Führung mit Empathie, also ich glaube, dass es in Zukunft Führungskräfte bedarf, die Yvonne: Empathie und eben auch AI vereinbaren können, also auch diese Kompetenz haben und das ist so ein Kernstück für mich. Also Führungskräfte müssen AI-Kompetenzen besitzen. Ich glaube nicht, dass es richtig ist, da vorweg zu laufen, sondern sich damit zu beschäftigen und sich dafür auch Zeit zu nehmen eben und das zu vereinbaren und nicht zu sagen, habe ich keine Zeit für, sondern da ein Fokus drauf zu setzen. Yvonne: und eben auch sich mit Menschen- Führungsthemen auseinanderzusetzen und da auch vielleicht mal sich wieder bisschen Literatur oder Wissenschaft anzuschauen und auch dem Gefühl dann nachzugehen, ja, was ist denn da an der Stelle bedarf, auf jeden Fall. Und eine große Kompetenz, zwei vielleicht noch, wenn ich die benennen habe, glaube ich, zum einen Veränderungsbereitschaft. Also ich glaube, das braucht es auf jeden Fall ohne diese. Yvonne: ohne dieses Thema, weil Veränderung ist das neue Normal für mich. wir werden, glaube ich, ich glaube nicht, dass wir wieder in diesen Punkt kommen, wo irgendwie wir keine Veränderungen mehr haben werden in Zukunft. Genau, das ist so noch ein großes Thema für mich. Und der vierte große Punkt ist mir jetzt gerade empfahlen. Aber wenn wir gleich noch mal drauf kommen, dann wird mir der einfallen. Elisabeth: Ja, auf jeden Fall. Genau. Jetzt hast du so schön gesagt, sich mit Führung zu beschäftigen ist wichtig, sich da auch immer wieder weiterzubilden. Wie kann das eine Führungskraft ganz konkret machen? Also im Führungsalltag, was sind so vielleicht die Situationen, wo du sagst, nimm dir dafür mehr Zeit oder guck da genauer hin? Ich suche so bisschen nach dem kleinschrittigen, alltagskompatiblen. Vielleicht hast du da ein paar Tipps und Tricks für uns. Yvonne: Ja, glaube tatsächlich, ist zum einen natürlich, sich die Dinge wie über einen Podcast oder in der Literatur anzueignen. Da sind wir natürlich schon bei den Themen so, wie vereinbar ich das vielleicht auch in meinem Alltag. Sprich, ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit, aber egal, ob das jetzt das Auto ist oder das Fahrrad, kann man sich natürlich so ein bisschen die Kopfhörer aufsetzen. und ein bisschen dann Podcast hören über irgendein Thema. Und es muss ja gar kein langer Podcast sein. Es kann ja dein Podcast sein oder eben auch andere, die dann vielleicht 45 Minuten oder in der Range, manchmal auch 20. Es gibt ja also unterschiedliche Möglichkeiten, je nachdem wie lang die Fahrt ist. ich glaube auch daran, dass mir zum Beispiel abends so was hilft, wie noch mal ein Buch zu lesen. Und das kann natürlich auch eine Fachliteratur mal sein oder auch mal so ein Thema zum Abend. Yvonne: Gut, wer natürlich abends eher dann auf Romane oder so etwas den Tag so ausklingen lassen möchte, ist natürlich auch vollkommen ein Weg. Aber das ist natürlich für mich so unterschwellig, dass die Art und Weise, wie ich diese Themen irgendwie unterschwellig den ganzen Tag bei mir einfließen lasse und mit Sicherheit aber auch, und da fängt es oft schon an, uns die Zeit zu nehmen im Alltag auch für unsere Kolleginnen und also für die Menschen. Und viele, das ist mein Eindruck, versuchen noch immer mehr, weil wir diese Vielzahl der Themen haben, Zeit so ein bisschen zu bemessen. Aber wenn ein Mensch gerade in meinem Büro steht und ich lebe zum Beispiel diese offene Türkultur tatsächlich, also die Tür ist wirklich auf und die Menschen wissen, sie können zu jeglichem Zeitpunkt reinkommen. weil der Mensch für mich die absolute Prio ist, das Team. Weil wenn das Team die Leistungen bringt und performt, dann entsteht Großartiges. Und das heißt natürlich nicht, dass ich mich den ganzen Tag nur mit Reden beschäftige oder mit Menschen. Aber die Menschen wissen ganz genau, okay, wenn es jetzt gerade wirklich wichtig ist und ich brauche sie, dann ist sie da und dann nehme ich mir auch die Zeit. Dann werden auch kurzfristig andere externe Termine abgesagt oder verschoben, weil der Mensch für mich dann eben diese Prio hat. Genau, und das ist natürlich etwas, da muss man auch bereit zu sein, da muss man auch manchmal mutig sein und das ausprobieren. Aber in der Regel passiert da nicht viel, sage ich mal, im Nachgang, wenn man sich diese Zeit dann wirklich auch für den Menschen nimmt. Und ich glaube, das sind schon ein, zwei kleine Themen, zum einen auf der fachlichen Ebene, zum anderen auch in einer praktischen Ebene, wie man das einfließen lassen kann. Im Übrigen die vierte Kompetenz, die ich glaube, die man braucht, dann eben in Zukunft auch noch als Basiskompetenz, ist diese Lösungsorientierung. Also ich glaube, dass es immer mehr Herausforderungen auch in Zukunft gibt. Ich glaube, dass es immer individuellere Lösungen geben muss. Und ich glaube, dass wir nicht mehr dazutendieren sollten, das Problem. Yvonne: an dieser Sache immer wieder zu bearbeiten und uns über Probleme zu unterhalten, sondern eben die Lösungen zu suchen. Und wir können Teams auch dazu bringen, wie sie es schaffen, diese lösungsorientierte Art aufzubauen. Da gibt es auch Methoden für, also das ist die vierte Kompetenz. Elisabeth: Dann lass uns noch mal ganz kurz zusammenfassen. Die vier Bausteine von moderner Führung, Führung mit Herz, empathischer Führung, man wähle sich ein Label, das man haben möchte, ist einmal das Thema Veränderungsbereitschaft. Dann das Thema, das du gerade noch genannt hast, also das Thema, wirklich mit der Lösung zu beschäftigen und nicht mit dem Problem. Veränderungsbereitschaft, Lösungsbereitschaft. Die anderen beiden. Kannst du dich gerade noch mal wiederholen, damit wir sie zusammenkriegen? Yvonne: Ja, am langen Ende ist es auf jeden Fall die AI-Kompetenz, die wir besitzen sollten und mit der künstlichen Intelligenz und auch die empathischen Fähigkeiten besitzen, eben die Mitarbeitenden zu verstehen. Elisabeth: AI-Kompetenz. Elisabeth: Empathie, empathisches Führen. Also die Lösungskompetenz, die AI-Kompetenz, die Empathie, empathische Kompetenz, das ist das ganze Thema empathisches Zuhören und das Thema Ähm, Lösungsorient. Ach, Veränderungsbereitschaft. Okay, vier. Wenn man die der umgekehrten Reihenfolge aufzählt, wird das tatsächlich schwierig. Aber vier Dinge kann man sich wahrscheinlich gerade so noch merken, sie wirklich so für sich im Alltag ein bisschen mitzutrecken. Yvonne: Ja. Ja, auf jeden Fall. Elisabeth: Sollten dann Führungskräfte an allen vier Dingen gleichzeitig arbeiten oder sagst du, such dir mal die zwei raus, wo du meinst, ist dein größter, die größte Veränderungsnotwendigkeit und mach da gezielt was. Also was ist so das, was du Führungskräften empfiehlst, wenn sie mal ehrlich zu sich selbst sind und ihre Führungskills ja, erfassen, bemessen, versuchen irgendwie zu ermitteln. Yvonne: Zum ersten ist es so, dass wenn Kundinnen zu mir kommen, die auch im C-Level-Bereich arbeiten, die genau diese Fragen stellen, wo ich dann auch empfehle, wirklich mal sich hinzusetzen und ihr Management anzuschauen und zu sagen, okay, jetzt sind wir mal ganz ehrlich, offen und ehrlich und jetzt gucken wir uns mal ganz tief in die Augen und wenn Sie all Ihre Führungskräfte mal einklastern würden, wie stark würde das wirklich zutreffen und wie stark sind die Skills ihrer Führungskräfte in diesen Bereichen? Und dann werden die meist ein bisschen stiller und grinsen dann und sagen, ja, Frau Mellin, stimmt, in einigen Bereichen sind die mit Sicherheit nicht so stark. Und ich glaube, ist das erste, mal womit es anfängt, mal für sich so einen Soll-Zustand, so einen Ist-Zustand zu erheben. Zu sagen, genau so wie du sagst, wo habe ich eigentlich so bisschen so ein Defizit. Dann geht es da immer so zwei Debatten. Zum einen ist das Thema natürlich Fokus. Ich liebe auch Fokus. Ich glaube auch, ohne Fokus in vielen Bereichen kann man diese Vereinbarkeit auch so nicht schaffen, weil man muss sich dann auf ein Thema fokussieren. Ich glaube aber auch daran, dass es auch wie gesagt etwas sein kann, das man manchmal so unterschwellig am Tag mit einbauen kann. eben wie ein Podcast, ich höre, oder ein Buch, was ich auch lese. Genau. Und von daher, also ich empfehle immer klar zu sagen, okay, wo ist vielleicht ein gewisses Defizit oder wo möchte ich mich entwickeln, mich erstmal darauf zu konzentrieren und das vielleicht mir mit einer Zielstellung hinzulegen und zu sagen, in drei Monaten möchte ich vielleicht da sein oder ich möchte in Zukunft mich jeden Tag eine halbe Stunde mit AI-Tools beschäftigen oder so. Yvonne: sei es nur eine Viertelstunde, darüber zu lesen oder mal zu schauen, was gibt es überhaupt für Möglichkeiten da. Und genau, also dass man schon schaut, da gibt es auch immer die BefürworterInnen, sagen, okay, aber ich will meine Stärken stärken. Also auch das Thema gibt es ja. Wobei, da gehe ich immer ganz gerne zum Taekwondo rüber, Beispiel, weil auch im Training ist es so, wenn du dir das vorstellen kannst, wenn ich mit Menschen arbeite. Yvonne: Die haben meist eine Seite, ist starker, entweder die rechte oder die linke Seite, egal ob das jetzt bei dritten oder irgendwelchen Armtechniken sind. Und ich nutze immer ganz gerne das Beispiel, stell dir vor, ja du bist irgendwie unterwegs und auf einmal ist aber deine starke Seite verletzt. Ja, du kannst mit dieser Seite nicht mehr dich irgendwie verteidigen oder irgendwie arbeiten. Das bedeutet, du musst doch auf einmal die andere Seite nehmen. Und wenn die dann so gar nicht ausgebildet ist. Yvonne: Das ist natürlich fatal in diesem Fall. Deswegen sage ich auch, ich glaube auch, dass man immer an Entwicklungspotenzialen arbeiten kann und auch darf. Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, super individuell. Aber ich sehe auch da aus Erfahrung, wenn Menschen auch in diesen Dingen, womit sie sich vielleicht noch nicht so viel beschäftigt haben, wachsen, da sind die mega stolz. Also da entwickelt sich was und da sind die super motiviert drin und da haben die richtig Bock drauf. und haben richtig Spaß daran, dann in kleinen Schritten voranzugehen. Das ist auch großartig. Ich glaube, da muss jeder so auch seinen eigenen Weg oder ihren eigenen Weg so finden. Elisabeth: Ja, total schönes Beispiel, weil ich auch eine von denen bin, die Stärken, Stärken sehr gerne in den Mund nimmt, meinem Team Stärken-Workshops macht. Aber genau wie du sagst, es ist, glaube ich, schon ein Unterschied, ob man das in einer Expertenrolle macht und im Grunde Rolle und Job gut zusammenbringt oder ob man das in einer Führungsrolle macht, die, ob man das gut findet oder nicht, eben kein individueller Zuschnitt ist. Sondern jeder Mitarbeiter, der super gerne nach seinen Stärken arbeiten soll, hat ja eine runde Führungskraft verdient. Eine Führungskraft, die eben alle vier Elemente bedienen kann. Und deswegen war das Beispiel gerade gut. Also beim Stärken, Stärken, sagt man ja trotzdem noch zumindest, muss die Schwäche so weit ausgebügelt sein, dass sie normal Null erreicht. Und wenigstens diesen Anspruch sollte jede Führungskraft dann die vier Dimensionen auch haben. Yvonne: Ja, stimme ich dir absolut zu. Sollte es so sein. Elisabeth: Ach, da sind so viele Dinge, wo wir noch tiefer reingehen könnten. Führung ist auf jeden Fall ein Thema, das uns alle bewegt. Nehmt euch einfach die vier Säulen mit und den Tipp, den du gerade mitgegeben hast, pro, sich ehrlich zu machen, wo die Entwicklung sein soll und dann Zeit dafür zu blockieren. Yvonne: Ja, das ist... Und dann gerne wieder individuell zu gucken, wie lerne ich eigentlich, mache ich das im Dialog. Mir persönlich hilft es ehrlicherweise auch im Sparring mit meinen Teamleitern, wenn die mir sehr ehrlich sagen, Elisabeth. Elisabeth: Du machst das Team wuschig. Hör mal auf, so viel links, rechts, links, rechts zu machen. Wir brauchen hier mehr Klarheit. Genau. Yvonne: Total, Ja, ja. Sowas hilft mir. Und das ist ja auch was, wo... Ja, das ist auch super und es ist auch was, wo Führungskräfte sich ja dann auch in der Organisation zum Beispiel abstimmen können oder besprechen können. Oder aber die Organisation macht mal speziell zu einem Thema oder zu einem dieser Bereiche noch mal einen Zusammenkunftsworkshop. Und das ist auch etwas, wo ich auch daran glaube, dass es eben bei Führungskräften der Fall ist, dass sie nicht aufhören sollten, sich auch immer wieder neuen Inputs holen, auch von außen. Yvonne: weil oft sind wir ja, und das gebe ich auch für mich zu in dieser Rolle, und denken manchmal, wo bleibt jetzt einfach die Zeit hier? Und es ist auch mega schön von Organisationen ihren Führungskräften diese Zeit auch irgendwo breitzustellen, vielleicht auch mal für den ganzen Tag gemeinschaftlich oder so. Das kostet natürlich Ressourcen, aber ich bin der Meinung, lohnt sich am langen Ende. Also ist meine Erfahrung auch auf Geschäftsführungsebene. Elisabeth: Das klingt jetzt schon nach der perfekten Überleitung dazu, warum du denn auch noch eine Coaching-Ausbildung gemacht hast und warum du mit dem Female Business Coaching im Nebenerwerb noch zusätzlich, der Tag ist ja noch nicht voll genug, also noch zusätzlich eben auch Coach bist als Begleiterin für Führungskräfte. Ist das die Motivation oder kannst du uns da so bisschen mit einführen? Warum machst du das und warum machst du Female Business Coaching? Yvonne: Ja, gerne. Ja, ich glaube, es war ein bestimmter Weg, den ich irgendwie gegangen bin schon seit Jugendzeit. Letztendlich bin ich seit 2000, 2001 Taekwondo-Trainerin. Das heißt, letztendlich ist das ja auch eine Coaching-Rolle oder eine Coach-Rolle und coache dort im Sport Menschen von jung bis älter, also alle Generationen. Es hat mir schon immer Spaß gemacht, also auch da ein Wachstum zu sehen, dass Menschen wachsen und sich selbst entfalten. Genau, dann bin ich ja letztendlich in dieser beruflichen Entwicklung eben auch immer wieder auf diese menschlichen Themen gestoßen, auf die Leadership-Themen, bei denen ich mich auch mit Menschen beschäftige, aber eben auch mit fachlichen Themen. mir gibt das unheimlich viel, dieses Wachstum bei den Menschen. das was ich eben schon betont habe und irgendwann habe ich darüber gelesen und ich weiß gerade der Begriff Coaches oder Coaching wird ja sehr inflationär gerade in den letzten Jahren auch benutzt und Yvonne: Ja, ein mega Trend letztendlich dahinter, teilweise auch Gelddruckmaschinen. Ja, aber es war für mich etwas trotzdem, wo ich gesagt habe, vielleicht kann ich für mich da nochmal auch Entwicklungspotenziale heben, weil ich selbst bin genau an meiner Persönlichkeitsentwicklung ja eigentlich ständig interessiert. auch für mich gilt es, also Wachstum ist meine Leidenschaft. Elisabeth: was lernen. Yvonne: Und von daher war das eigentlich was, wo ich nicht dran vorbei konnte. Und ich wollte aber mich jetzt nicht hinstellen und sagen, ich bin jetzt hier Coach und letztendlich ist nichts Fundiertes dahinter, sondern wirklich eine Ausbildung dazu machen über einen Verband, der wirklich eine systemische und auch strukturierte und auch qualitativ hochwertige Ausbildung bietet, wo ich weiß, bekomme auf einem Niveau auch Inhaltegebote, die auch fundiert sind. Und meine Erfahrung war, dass es ganz viel mit mir noch gemacht hat und natürlich auch nochmal ganz viel, ja auch Potenziale gehoben hat für meine Arbeit auch. Und während der Ausbildung hat mir das Arbeiten mit Menschen so viel Spaß gemacht, dass ich gesagt habe, ich mache das irgendwie zusätzlich, nicht Income zu bedienen, nicht monetäre Vorteile vielleicht noch zu haben. Also natürlich kostet das ganze Thema bei mir Geld. Yvonne: Meine Erfahrung war, es kamen so viele Menschen zu mir, sagten, Yvonne, erzähl doch mal aus Erfahrung. Du bist jetzt so lange im Führungsbereich unterwegs. Wie ist das denn? Und super spannend ist ja, dass ich in dieser Rolle als Coach gar nicht in diese Berater- oder Beraterinnenrolle gehe, sondern mich zurücknehme. Das war auch eine super positive und schöne Erfahrung für mich. eher eben über Fragestellungen und Fragetechniken mal nicht in dieses gewohnte, ach, wir haben sofort die Lösung, sondern wir begleiten dich auf diesem Weg zu gehen. Und ich glaube, ist das, was ja auch viele ausgebildete, systemische oder auch andere Coaching-Kollegen beschreiben und Kolleginnen, die quasi die Erfahrung machen und sagen, es ist wunderbar, jemanden einfach nur zu begleiten auf diesem Weg und dass diese Person selber ihrer Yvonne: findet. Und da geht mein Herz bei auf. Also das meine ich ganz so, wie ich sage, und das erfüllt mich und deswegen mache ich das aus diesem Grund. Genau, habe in der Woche meist so ein, zwei Kunden, so die ich noch irgendwie, egal ob online oder one to one, also in Präsenz, ja, die ich dann in die Woche irgendwie noch vereinbare. Und genau, das Thema Female hat sich natürlich so entwickelt, weil eben ich als Frau Yvonne: gerade auch in Branchen vorher unterwegs war in der Privatwirtschaft, die sehr Männer dominiert waren. Viele Kolleginnen kennen das auch. Oder wo ich eigentlich fast immer nur mit Männern an einem Tisch gesessen habe, auch temporär vertrieblich unterwegs, das ist zum Beispiel in einigen Branchen so, ich unterwegs war, dass die sehr stark Männer dominiert immer noch sind in vertrieblichen Bereichen. ja, ich oft dann Diese Story kennen viele, die einzige Frau war am Tisch und aber auch in den Führungsebenen heute auch immer noch feststelle, das wissen wir alle, wir sind nur mal unterpräsentiert. Und ja, die oft mit Anliegen kommen, also mit Aufträgen, die sagen, entweder sind es Unternehmen, die sagen, ich möchte den Selbstwert der weiblichen Fach- Führungskräfte irgendwie stärken. Dass die halt selbstbewusster werden, da spielt natürlich auch meine Rolle der Tekwondo-Trainerin wieder mit rein. Oder aber auch sagen, wie war das denn bei dir? Einfach so ein Sparring oder so ein Erfahrungsaustausch auch manchmal ist. Ich habe festgestellt, dass ich insbesondere Frauen aus Erfahrung da eben sehr viel geben kann. Und so hat sich das eigentlich entwickelt. Also ich kriege auch immer wieder Anfragen von Männern oder gemischten Teams. Yvonne: Das mache ich auch individuell und stellenweise, aber der Fokus gilt ganz klar den Frauen. Ich mache es auch gerne, auch da ehrlich, weil ich sehe, wie die Entwicklung ist und wie stark sie danach in die Gespräche gehen und die Verhandlungen und natürlich davon berichten. Das wird der große Art. Elisabeth: Ja, klingt super. Kann ich total nachvollziehen, diese Branche kenne ich, eine der Gründe, warum wir uns kennengelernt haben. Yvonne: Ja. Genau. Ja, ich meine, du weißt es wahrscheinlich auch aus Erfahrung, es ist einfach immer noch ein Thema und von daher ist es eine Herzensangelegenheit. Elisabeth: Ich war gestern Abend erst wieder auf einer gemischten Netzwerkveranstaltung und es ist einfach was ganz anderes. Wenn man da sagt, ich habe auch noch feministisches Coaching gemacht und ich mache Vereinbarkeit, dann gehen bei so vielen Leuten die Alarmlampen immer noch an. Das ist schon manchmal ganz spannend zu sehen. Yvonne: Ja. Ja, man glaubt das kaum irgendwie heutzutage und es wird ja auch immer wieder betont, aber letztendlich ist es dann doch schon noch immer wieder was, wo man seine Erfahrungen dann macht, dass es eben nicht so ist, wie es eigentlich irgendwie wünschenswert wäre im Umgang. Elisabeth: Und Yvonne, jetzt ist bei dir da noch ein anderes Thema, mit dem du wahrscheinlich auch Erfahrungen gemacht hast. Ich habe ehrlicherweise nicht so viele, die ich das fragen kann. Deswegen bin ich total froh, dass du gesagt hast, Elisabeth, es ist okay, wenn du ein, zwei Fragen dazu stellst. Denn du bist nicht nur die einzige Frau an diesen Tischen, sondern du bist auch häufig die einzige Frau an diesen Tischen gewesen, die mit Partnerin zur Weihnachtsfeier gekommen ist. Deswegen kannst du uns vielleicht einfach nochmal so bisschen erzählen, wie das für dich ist. Und dann würde ich natürlich gerne einfach noch bisschen nachfragen, wie es denn schöner wäre oder was wir tun können, das leichter zu machen und wie dein Umgang damit ist. Yvonne: Ja, genau. Das ist auch eine Situation, die im Regelfall nicht so ist. Ich lebe seit sehr vielen Jahren. zusammen und das ist immer wieder ein Thema, was an solchen Tischen immer wieder neu ist. wie ist meine Erfahrung damit? Letztendlich kann ich sagen, dass es, glaube ich, individuell auch das ist, Frau dann eben mit einer Frau zusammen zu sein und den Umgang. damit irgendwie, sei es jetzt im privaten, aber sei es auch im beruflichen, weil dieses Thema ist ja gar nicht nur im beruflichen Kontext manchmal auch eben dann nicht die Normalität in Anführung oder die Mehrheit, wir so, sondern auch die im privaten Bereich. ich glaube, dass es da Menschen gibt, die relativ früh damit ganz offen umgehen und damit auch keine Probleme haben, darüber zu sprechen. Ich kenne aber auch Menschen, bis ins hohe Alter immer wieder Hürden haben oder auch ungern darüber sprechen. Und ich glaube, dass das auch ein Thema ist, was super individuell ist. Und bei mir war es eigentlich so, dass neben der Zeit, wo es natürlich schwierig war, für mich selbst, das mal privat, sei es jetzt in der Familie, darüber zu sprechen oder im Freundeskreis. Yvonne: dann auch im beruflichen Kontext erst eine Zeit war, wo ich darüber nicht so offen gesprochen habe, weil ich immer wieder die Angst hatte, in gewisse Schubladen dann gesteckt zu werden. ist es dann so etwas, wo Menschen mich dann irgendwie verurteilen oder beurteilen oder eben in diese Schubladen stecken. Deswegen war ich da so bisschen verhaltener mit und dann aber natürlich mit meinem Yvonne: Alter auch, muss man auch dazu sagen, und den Erfahrungen, ich geteilt habe. Und aber auch die Menschen, die mich umgeben haben, mit denen ich mich umgehe, muss man auch dazu sagen. Ja, genau, ist eine Entscheidung und an den Punkt immer mehr gekommen bin, wo ich gesagt habe, jetzt rede ich darüber. Und ich erzähle da immer ganz gerne eine Geschichte, weil die Geschichte hat mich tatsächlich bewegt. Zum einen, weil Elisabeth: Mhm, ja, das ist häufig eine Entscheidung. Yvonne: Sie ja irgendwo ganz lustig ist, aber zum anderen auch vielleicht das zeigt so ein bisschen, dass man manchmal sich auch Gedanken macht, obwohl es danach gar nicht so ein Problem ist, über das ich viel zerdenke und mir viel in den Kopf mache. Und zwar war es in einem Unternehmen, für das ich verantwortlich war, einen Teilbereich schon. Und ich sollte den nächsten Entwicklungsschritt machen. und eine größere Bereichsleitung übernehmen. Und der Geschäftsführer hatte mir diese Position angeboten aufgrund meiner Leistung, die ich erbracht hatte in dem Unternehmen. Und ich bin dann auf ihn zugegangen und habe ihm dann gesagt, weil ich wusste, dass diese Tätigkeit mit Repräsentationsthemen auch zu tun hat, an Abendveranstaltungen, wie du gerade beschrieben hast, externen Veranstaltungen auch, dass ich ihm da etwas sagen müsste oder beziehungsweise, dass wir über etwas sprechen müssten, bevor ich diese Position starte, weil ich auch da schon mit einer Frau zusammen war. er hat, glaube ich, direkt gedacht, okay, die will mit mir eine Gehaltsverhandlung führen. Die will natürlich mehr Geld. Also wir hatten da schon immer über diese Themen gesprochen, aber ich denke, er dachte, das reicht ihr nicht oder sie will noch ein bisschen verhandeln. Und dann haben wir einen Termin vereinbart. Yvonne: Dann bin ich irgendwann zu ihm gekommen, wurde dann zu ihm reingerufen, hab mich dann gesetzt und gegenüber am Tisch und er sagte, dann schießen sie mal los, was haben sie denn noch? Und dann hab ich ihm gesagt, dass ich ihn darüber informieren wollte. dass ich mit einer Frau zusammen bin und er damit rechnen müsste, dass wenn ich dann eben zu einer offizielle Position komme, ich meine Frau mitbringe. Ansonsten würde ich diese Position nicht ausfüllen und dass das hoffentlich wegen kein Thema ist. Und ich hoffe ja auch sonst für das Unternehmen nicht und eben dann auch, dass alle erfahren werden. Und der war total perplex, weil er dachte, ich sag ihm jetzt irgendeine Zahl und wie viel mehr ich verdienen will. Und umso schöner war aber seine Reaktion. erstmal und auch da kommt dann natürlich der Impuls und da spürt man eben, dass es eben nicht... mehr die Masse ist, wo er so bisschen mit Stottern kam und im ersten Moment glaube ich gar nicht wusste, was sage ich jetzt oder wie soll ich damit umgehen und mir dann aber gesagt hat, dass das natürlich gar kein Problem ist und er da überhaupt keine Würden sieht und wir wären doch im Jahr 20 irgendwas und das wäre überhaupt gar kein Thema und natürlich gerne und zu jeder Weihnachtsfeier und überhaupt. Yvonne: Also das war eine sehr, sehr schöne Erfahrung. Aber ich hatte mir vorher tatsächlich darüber Gedanken gemacht, ob ich dann nachher aus diesem Geschäftsführungsbüro gehe und dieser Herr zu mir sagt, das war's. Also das kommt dann nicht in Frage. ja, also das sind immer wieder so Situationen, wo man darüber nachdenkt. Elisabeth: Ja, kann ich gut nachvollziehen. Erinnert mich so ein bisschen an das Thema, wie erzähle ich, dass ich schwanger bin. Das ist auch irgendwie, da macht man sich ganz, ganz, ganz viele Gedanken und am Ende reagieren doch die allermeisten Führungskräfte wirklich gut. Aber weil wir so sozialisiert sind, dass es der Sonderfall ist, dass es ein Problem ist, dass es ungewöhnlich ist und das gilt jetzt ja für viele Themen, haben wir da so Sorge davor. Elisabeth: weil wir auch gelernt haben, es miese Reaktionen geben kann und bereiten uns vielleicht auch unnötig, detailliert und mit zu vielen Sorgen darauf vor. Yvonne: Ja, und du weißt es auch, ich meine, du kennst mich ja auch jetzt schon sehr lange. Ich gehe da mit so einer gewissen Natürlichkeit auch dran. Und das ist so mein Weg, den ich gefunden habe. Also wie gesagt, da ist jeder oder jede bestimmt super individuell und das muss auch jeder, glaube ich, seinem Tempo machen und jede Person. Aber für mich ist es so, dass ich mit einer gewissen Natürlichkeit rangehe. Das heißt, ich platziere das nicht sofort irgendwie als Opener, weil es eben auch nichts ist, was Yvonne: in einer anderen Sexualität als Opener direkt platziert wird. Und das wäre reichlich unnatürlich. Und deswegen ist es für mich so etwas, egal ob ich jemanden kennenlerne oder wir irgendwann im privaten Kontext sprechen, ich dann ja so Sätze einfließen lasse wie ja, ich lebe mit meiner Frau dann und dann Köln oder Yvonne: Jahr oder mit meiner Partnerin. Das sind so Themen, wo man dann irgendwie in dieser Natürlichkeit oder auch da das Stichwort Weihnachtsfeiern, weil du es eben gebracht hast. Wenn man dann auf die Weihnachtsfeier einfach kommt und es noch nicht eben alle wissen, aber man kommt eben mit seiner Partnerin auf diese Weihnachtsfeier, dann geht man da ganz natürlich rein, wie alle anderen auch. Und dann sehen das natürlich die Menschen. Und im ersten Moment merkt man natürlich schon hin und wieder auch wieder an den Blicken, die schauen jetzt irgendwie. Aber dann hat es so eine gewisse Art von der Natürlichkeit einfach. Und das ist so mein Weg. Yvonne: meine positive Erfahrung auch, ich gemacht habe, dieses Thema weiter zu bringen oder weiter zu platzieren. ja, dafür sorge glaube ich, dass viele irgendwie ja so ein bisschen open-minded werden. Und auch manchmal habe ich die Reaktion bekommen und die ich persönlich, also so schlimm sie ist, aber die ich auch sehr schön finde dann auf der anderen Seite wieder. wo dann Menschen nachher zu mir sagen, ja, ich hätte nie gedacht, dass du mit einer Frau zusammen bist, du bist ja ganz normal. Und dann habe ich gesagt, okay, wie sollte ich denn unnormal sein? Und wir lachen, wir denken so, hey, das kann doch jetzt nicht wahr sein. Wir sind im Jahr 2026. Aber das ist tatsächlich stellenweise immer noch so. Und deswegen braucht es diese Themen auch. Und deswegen freue ich mich auch, dass wir zumindest stellenweise das Thema hier aufgreifen in einer Natürlichkeit. Yvonne: Und da erkenne ich aber immer wieder daran, dass diese Natürlichkeit, mit der ich dann vielleicht daherkomme, auch wirkt. ja, dass auch da eine Erfahrung, die ich zum Beispiel gemacht habe, ist das auch ein im Sea Level dann selbst irgendwann die Botschaft von seiner Tochter bekommen hat, dass sie eine Freundin jetzt hat. Und er hat mich danach nach Jahren kontaktiert und hat mir gesagt, Frau Mendelin, die Begegnung mit Ihnen war so bewegend für mich und ich habe mir das so eingeprägt. Und unser Gespräch damals, weil wir hatten ein Gespräch an einem Abend darüber, und er hat dann berichtet, dass er die Freundin direkt mit eingeladen hat, mit seiner Tochter dann zum Abendessen und sehr sehr offen begrüßt hat und mit ihr positiv, also dieser ganzen Sache sehr positiv gegenüber war. Und das ist natürlich grandios. Also das sind so Einzelfälle letztendlich, also wo man dann aber auch gespiegelt bekommt, dass man was bewegt. Ich glaube, es sind noch viel mehr im Hintergrund und wo ich aber merke, das ist auch eine schöne Erfahrung und kann sein. Elisabeth: Hmm. Bestimmt, ja. Elisabeth: Du bist dann ja auch irgendwo ein Vorbild, sichtbar auf eine Art, mit der sich andere auch irgendwie verbinden können. Und das macht das Thema, genau wie du sagst, natürlicher. Es macht es weniger zu einem Thema, was es ja auch nicht sein sollte. genau wie du sagst, es ist halt leider immer noch zumindest ein Stück weit ein Thema. Weil jetzt auch nicht jeder zwei Nachbarn hat, die er da mal eben so fragen kann, wie das ist. Deswegen vielleicht als letzte Frage dazu, wie wünschst du dir denn Yvonne: Ja, so ist es. Elisabeth: von jemandem den natürlichen Umgang damit. Also möchtest du darauf angesprochen werden, möchtest du dazu auch befragt werden, ist das okay? Kannst uns da noch so bisschen Hinweise dazu geben, was du dir quasi von anderen wünscht, damit es irgendwann kein Thema mehr ist? Yvonne: Ja, also ich glaube auch da wieder an so einer Mischung vielleicht irgendwie. Also ich dachte immer so, es gibt so diese goldene Mitte, diesen Zwischenweg. Ich glaube schon, dass es etwas ist über das. Yvonne: ich sprechen möchte, also so wie heute auch mit dir, in einer gewissen Natürlichkeit und nicht für irgendwelche Klickzahlen oder eben nicht so nach außen inofferiert. Aber ich glaube, ja, dass es ja etwas ist, mit, am schönsten wäre natürlich diese gewisse Natürlichkeit einfach. Ich habe auch immer wieder Antworten, die, wenn, wenn, wenn Yvonne: wenn ich über meine Partnerin spreche, dass dann Leute dann sagen, ach so, ja macht ja gar nichts. Also da wünscht man sich dann, okay, das ist macht ja gar nichts. Das ist zum Beispiel so was, wo man dann selber mal denkt, okay, macht auch gar nichts, dass wir das jetzt so einiges sagen. Also das ist total daneben. Das ist glaube ich so was, wo man sich Yvonne: wünscht als Mensch, dass es eben nicht noch so einen Kommentar bedarf. Also solche Kommentare dann einfach wegzulassen, sondern einfach in so einer ganz gewissen Natürlichkeit einfach weiterzumachen, so wie man sonst auch sich verhalten würde. Yvonne: So wie man sich sonst behandelt, auch selbst sich wünschen würde, behandelt zu werden. Für mich und in meinem Ansatz ist es aber auch okay, wenn Menschen dabei sind, wo ich spüre, das ist echt und das ist für sie. Sie sind jetzt gerade verunsichert vielleicht auch im Umgang mit mir. Und denen nehme ich dann auch ganz gerne diese Verunsicherung und gebe auch die Sicherheit, weil ich merke, das ist jetzt gerade gar nicht sondern bin da auch verständnisvoll, dass es dann eine gewisse Verunsicherungsmoment gibt einfach. Und das ist für mich dann auch... vollkommen in Ordnung. Von daher, ja, also mein wünschenswerer Weg wäre eben diese Natürlichkeit, natürliche Umgang damit, egal ob das jetzt im Business-Kontext ist oder auch im privaten Kontext. Und ich glaube, dass man mit diesem natürlichen Umgang vielen, vielen Menschen und Personen, die da irgendwie betroffen sind, helfen würde. Und ich glaube, dass das so ein Weg ist, der wirklich, wirklich wünschenswert wäre. Und ich denke auch, das, du eben angesprochen, dass das auch im beruflichen Kontext ja gerade immer wieder noch bei Eltern ein Thema ist, wo auch immer wieder noch hingeschaut wird in einigen Unternehmen und was sehr sehr ähnlich ist, zwar in einer anderen Häufigkeit, aber auch trotzdem immer wieder nochmal für viele Unternehmen ein Thema ist. Und das ist sehr sehr schade, weil es gehört einfach mit dazu. Das ist da und ist auch was ganz natürlich ist. Elisabeth: Ja toll, Yvonne, danke, dass ich das fragen durfte. glaube, mal nachspüren und dich hören und auch deinen Umgang damit ein bisschen mehr erfahren zu können, das hilft den Hörern ungemein. Und dann haben wir auch noch die vier Säulen kennengelernt der Führung, die wir auf gar keinen Fall vergessen werden, die da nämlich waren Empathiefähigkeit, AI-Kompetenz, Lösungsorientierung und Veränderungsbereitschaft. Jetzt kriege ich sie auch zusammen und deswegen wiederhole ich sie nochmal. Yvonne: Danke. Elisabeth: Da vielen Dank für diesen ganzen Input und für die Tipps dazu. Am Ende, Yvonne, frage ich gerne noch im Phrasenverdrescher, meinem Little-Bix-Spiel, nach einer Trigger-Phrase, nach etwas, nach einer Aussage, die dich triggert, die wir gemeinsam mal auseinandernehmen können, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Yvonne: Sehr gerne. Yvonne: Ja, ich hab mich tatsächlich schwer getan, Elisabeth, weil ich hab so zwei, weil ich deinen Podcast ja kenne und ich weiß, am Ende stellst du diesen Phrasenverdrescher. Aber ich glaube, würde tendieren zu, ich glaube, die Phrase, die ich eher setzen würde, voll anderen wäre, bleib wie du bist. Elisabeth: Aha, okay. Yvonne: Ja, also ich weiß, ist eine Phrase, sehr gerne ausdrückt, dass man eine positive Sache ist. Egal was man durchlebt hat oder egal was für Entwicklungsschritte man gemacht hat, dass man immer vielleicht noch bodenständig geblieben ist oder dass man ein Mensch ist, mit dem man sich gerne umgibt. genau. Elisabeth: Es soll bestärken und ermutigen auch, ja. Yvonne: Ja, und für mich hat es aber sowas wie, weil Wachstum ist meine Leidenschaft und wenn ich höre, bleib wie du bist, ist es für mich auf der anderen Seite etwas, wo ich sage, also gerne, entwickle dich. Genau, und für mich ist es so limitierend zu hören, bleib wie du bist. Elisabeth: Das ist so einschränkend. Yvonne: Ja, also das ist natürlich positiv gemeint. weiß, wie die Menschen das dann meinen und nehme das auch positiv auf. Für mich ist es aber etwas, was limitierend dann auch ist und innerlich zuckt es dann in mir und ich denke, nein, ihr Wachsner werdet ihr aus. Also natürlich muss nicht jeder seine eigene Entscheidung. Man kann auch bleiben, so wie man ist, auf dem ... Yvonne: in einzelnen Lebensbereichen. Aber für mich ist es etwas, wo ich auch oft denke, es bringt so viel Freude, den Menschen und den Glück, sich weiter zu entwickeln. Und wo ich dann manchmal denke, gerne auch auf dieser Box mal heraus. Elisabeth: Ja. Hast du was, was du da sagst? Also sagst du den Leuten dann sowas wie, ach, ich wachse doch so gerne irgendwie. Yvonne: Ja, tatsächlich, ich habe schon oft darüber nachgedacht, aber in diesen Momenten wollen die Menschen mehr was Schönes sagen, also was Positives und für mich wäre es dann so ein bisschen, ich will nicht sagen respektlos, aber so ein bisschen unempathisch, dann eben mit in Anführungsstrichen so einer Korrektur darauf zu antworten. Und ich nehme das für mich so was wie, du bist ein toller Mensch, ja, oder so nehme ich das dann für mich auf. Yvonne: Aber ich verspreche dir, ich bleib nicht so wie ich bin. Ich entwickle mich selbst dann weiter und für mich die Entscheidung dazu. Elisabeth: Also so was wie, dass du meine Stärken siehst. Ich baue sie noch weiter aus. Yvonne: Ja, das wäre auf jeden Fall etwas, was so eine Antwort darauf wäre. Stimmt. Elisabeth: Wir haben als Team mal unserer ehemaligen Chefin, die eine echte Sponsorin war, Abschied einen Blumentopf geschenkt mit einem Schild drauf. Thank you for helping us grow. Und das war wirklich total ernst gemeint. Und dieses Mindset hat sie bei uns gefördert und das war so großartig. Da musste ich jetzt gerade dran denken, das ist irgendwie so der Kontrast. Yvonne: Ja, ja, ja, genau. das ist genau, wie gesagt, was du sagst, das Gegenteil gerade. Und das ist so das eben, was ich denke, auch im Gespräch rauskam. dieses wirklich den Menschen zu zeigen, wohin sie können, wie sie sich entwickeln können, was noch alles in ihnen steckt. Ich will gar nicht, dass sie bleiben, wie sie sind, sondern zur besten Version ihrer selbst werden. Und das legen sie selber fest, jede und jeder für sich. Und das ist so mein Ziel. Elisabeth: Aber dann ist das vielleicht was zu sagen, danke, dass du meine Stärken siehst. Das freut mich total. Ich bau sie weiter aus. Du kannst noch einen bringen, wir müssen uns bisschen beeilen mit der Antwort. Yvonne: Ja und wie gesagt, ich hatte tatsächlich einen zweiten, aber ich weiß nicht, ob ich den dringen darf. Es ist noch so was wie Reibung erzeugt Wärme. Ja, weißt du was ich meine? Also das ist für mich eine Phrase, ist gar nicht böse. Ich verstehe auch diese Phrase oder diesen Background. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es oft etwas ist, so... Yvonne: Menschen nutzen, wo ich sage, die Forschungsstände in den Leadership-Gedanken sind irgendwie in den 80ern, also gar nicht negativ gemeint, vor Jahren oder Generationen so bisschen hängen geblieben. Es ist dann oft nicht im Sinne gemeint, es wird eine Dynamik erzeugt, sondern wirklich die Menschen sollen sich streiten oder in einer gewissen Disharmonie sein. Das ist auch was, kann ich nicht sagen. Elisabeth: Kann ich total nachvollziehen, weil die Intonation irgendwie komisch ist. Was das Positive daran ist, dass Thema Konflikte erzeugen Klarheit oder Konflikte bringen Wachstum. Vielleicht muss man so was sagen. Wärme, lieber Kollege, eher nicht, aber Klarheit. Klarheit, da stimm ich dir zu, ist gut. Yvonne: Absolut. Absolut. Absolut. Genial. Genau, das wäre der richtige Satz dafür. Elisabeth: Klarheit und die hilft uns. Weil dann, genau wie du sagst, diese Intention dahinter ist ja häufig die falsche. Dieses mal, ich hab mal eben drauf gehauen und dann... Yvonne: Korrekt, genau, das meine ich. Und natürlich sind Konflikte gut, weil Dinge auszusprechen, dialogfähig zu sein, all das, also definitiv, und zu wissen, wo sind wir jetzt alle dran, wir haben unsere Positionen offengelegt, wir finden einen Kompromiss, Kompromissbereitschaft, all das. Aber oft meinen diese Aussagen dahinter etwas anders. das ist nicht... Elisabeth: einseitig, dass ist dieses ich darf einseitig, desharmonisch sein. Konflikte bringen Klarheit. Dann machen wir mal so, weil dann fragt er sich nämlich hoffentlich hat das jetzt irgendwas geklärt oder habe ich im Grunde einfach nur in den Raum reingerufen, ich das nicht gut finde und bin wieder gegangen. Weil manchmal ist das ja kurz zusammengefasst, genauso. Ach so schön Yvonne, ich könnte ewig mit dir weiter reden. Elisabeth: Wir müssen ein bisschen auf die Zeit gucken. die letzte Frage. Was inspiriert dich? Was sind deine Empfehlungen an Bücher, Podcasts und so weiter? Du hast ja schon gesagt, das wäre was, wo wir an den Vier Säulen der Führung arbeiten können. Was sind deine Lieblingsthemen dabei? Yvonne: Ja, ähm, tatsächlich sehr facettenreich. Also es geht auch wieder von fachlicher Literatur oder auch Fachpodcast, sag ich mal, zu etwas, ja, mehr Popcorn dabei und Unterhaltung. Ich hab ein Thema, was ich sehr mag oder wo ich mich dann auch oder wo ich viel drüber lese zum Beispiel. Ich weiß nicht, ob du das kennst zum Beispiel. Yvonne: Zum Thema Langlebigkeit, Bücher, da hätte ich zum Beispiel ganz konkret ein Buch, Outlive. Das beschäftigt sich mit dem Thema gesund, alt werden. Und für mich, abgesehen davon als Residenzcoachin, ist es natürlich trotzdem Thema, wo ich sage auch für mich selbst, womit ich mich beschäftige und ich den Menschen auch immer auf ihrem Weg dann gerne mitgebe, beschäftigt euch auch mal mit solchen Themen. Yvonne: Weil je gesünder ihr seid und sei es die Themenbereiche Schlaf, Ernährung, Bewegung, das spielt alles mit in ein Leben rein. Und unser Ziel oder zumindest mein Ziel ist es, gesund alt zu werden. Je nachdem wie alt ich werde, aber das auf jeden Fall hoffentlich in Gesundheit, das würde ich mir wünschen. Und das ist so ein Thema. Yvonne: Also womit ich mich gerne beschäftige. Das Buch ist sehr wissenschaftlich, aber wirklich auch trotzdem verständlich geschrieben und sehr gut. Das kann ich absolut empfehlen, lesenswert. Und bei Podcasts, abgesehen von den ganzen Leadership-Podcasts, die man wahrscheinlich kennt oder Female-Podcasts auch, wo ich Yvonne: auch immer gerne reinhöre, wenn man dann doch wieder neue Inspirationen bekommt. Im Übrigen glaube ich auch daran, dass man aus jedem Gespräch oder jedem Podcast was mitnimmt in irgendeiner Form. Hör ich zum Beispiel auch gerne politische Podcasts. Ich kann zum Beispiel die Lage der Nation empfehlen. Wirst du bestimmt auch kennen. Also für mich toller Podcast, weil das ist zum Beispiel so meine Routine montags morgens auf dem Fahrrad. Yvonne: und auf dem Rückweg, weil ich dann einmal in der Woche gerade auch diese politischen Themen einmal einmal mit verschiedenen Ansichten gehört habe und super recherchiert und also das ist wirklich ein sehr empfehlenswerter Podcast, wenn man sich einmal in der Woche updaten möchte zu diesen Themen und was die Welt bewegt und auch geopolitisch für mich relevant natürlich auch für die Arbeit. Elisabeth: Ja, toll. Viele, viele tolle Tipps, Yvonne. Danke für deine Zeit. Es kommen deine Notizen, deine Empfehlungen und auch dein LinkedIn in die Show Notes. Und ich freue mich, wenn viele Hörer was von den Tipps mitnehmen. Yvonne: Ja, gerne. Yvonne: Ja, sehr, sehr gerne. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Elisabeth. Wie du sagst, wir könnten noch stundenreden, aber das ist wie immer von daher. Elisabeth: Dann euch lieben Hörern und lieben Hörerinnen wünsche ich noch eine schöne Zeit, schöne zwei Wochen bis zur nächsten Folge. Vielleicht habt ihr noch eine alte Folge, die ihr nachhören wollt. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr diese Folge oder den Podcast zwei Freundinnen empfehlen könnt, die davon profitieren können. Das bringt den Podcast voran und steigert die Hörerzahlen und damit können noch mehr Leute von den Tipps profitieren. Euch eine schöne Zeit, macht's gut, tschüss!