Bedarf erkannt, Kanal gegründet: Wie ein Familienfreizeitplaner Paderborn familienfreundlicher macht mit Nora Liebetreu - #47
Wie Irmel und Eule in einem Jahr vom WhatsApp-Kanal zur Plattform mit Veranstaltungskalender, Vernetzungstreffen und Checkliste für Anbieter:innen wurde
26.10.2026 34 min Elisabeth Tophinke
Zusammenfassung & Show Notes
Bedarf erkannt, Kanal gegründet: Wie ein Familienfreizeitplaner Paderborn familienfreundlicher macht mit Nora Liebetreu - #47
Wie Irmel und Eule in einem Jahr vom WhatsApp-Kanal zur Plattform mit Veranstaltungskalender, Vernetzungstreffen und Checkliste für Anbieter:innen wurde
Familienfreizeit in Paderborn: Wie Nora Liebetreu aus einer eigenen Lücke den Freizeitplaner Irmel und Eule gründete.
Nora Liebetreu hat gemeinsam mit Dominique Brand Irmel und Eule gegründet, den Freizeitplaner für Familien in Paderborn und Umgebung. Hauptberuflich arbeitet sie im Standortmanagement der Wirtschaftsförderung Paderborn. Sie ist Mutter einer Tochter.
Worum geht’s
- Wie eine Idee aus der Elternzeit in einem Jahr zur Familienplattform wurde
- Wie Familien in Paderborn Veranstaltungen, Ausflüge und Kindergeburtstage finden
- Wie eine Stadt durch kleine Schritte familienfreundlicher wird
- Wie Ehrenamt neben Job und Kind funktioniert
Das nimmst du mit:
Wie startest du ein eigenes Projekt?
- Eigenen Bedarf ernst nehmen: Was fehlt dir im Alltag?
- Kurz prüfen, ob es schon etwas Passendes gibt
- Mit dem anfangen, was da ist, zum Beispiel einem WhatsApp-Kanal und 20 Kontakten
- Mitstreiter:innen sofort einbinden
- Schritt für Schritt erweitern: erst der Kanal, dann die Website mit Filtern
Wie wird eine Stadt familienfreundlicher?
- Angebote bündeln und sichtbar machen: Ein Vorlesenachmittag wuchs nach einem Post von 5 auf 50 Familien.
- Eine Checkliste für Anbieter:innen nutzen: Wickeltisch auch für Väter, Platz für den Kinderwagen, ein Hocker unterm Waschbecken.
- Vernetzungstreffen anbieten, etwa für Alleinerziehende oder Väter mit Kindern.
Wie passt Ehrenamt neben Job und Kind?
- Klare Grenzen setzen: Eine Antwort nach einer Woche ist okay.
- Nicht nebenbei am Handy arbeiten, wenn das Kind dabei ist.
- Care-Arbeit fest aufteilen, nach Nachmittagen und Wochenenden.
Kontakt zu Irmel und Eule
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Über den Host Elisabeth Tophinke:
Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.
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Transkript
Herzlich willkommen zu Work Life Rebels.
Ich bin euer Host, Elisabeth Tophinke
und heute habe ich Nora Liebetreu zu
Gast.
Hallo Nora.
Hallo Elisabeth, danke für die Einladung.
Ja freue mich total, dass du hier
bist, auch hier in Paderborn in meinem
Homestudio, denn lokal ist gut.
Auf jeden Fall, ich bin mit dem
Fahrrad aus der Riemeke hergefahren und
hatte deswegen schon ein bisschen
frische Luft, ein guter Start in den
Tag.
Das finde ich auch, genau.
Ich stell dich vor, damit die Hörer
ein Gefühl haben, wen sie vor dir
haben, vor sich haben und dann machen
wir den Phrasenverdrescher, das
Thema und den üblichen Ablauf.
Ja, gerne.
Nora Liebetreu ist eine der beiden
Gründerinnen von Irmel und Eule, einem
Freizeitplaner für Familien
in Paderborn und Umgebung.
Hauptberuflich arbeitet sie im
Standortmanagement der Wirtschaftsförderung
Paderborn und hat davor sowohl
selbstständig als auch in Anstellungen im
Bereich Fördermittelberatung und
Projektmanagement gearbeitet.
Sie hat Social Sciences und
Politikwissenschaften in Marburg studiert.
Vor einem Jahr hat sie aus ihrer
eigenen Erfahrung als Mutter heraus
gemeinsam mit Dominique Brand Irmel
und Eule gegründet und macht so
Angebote und Veranstaltungen für Kinder
und Familien in Paderborn leicht
auffindbar.
Das spart Zeit und
senkt den Alltagsstress.
Der Kontakt zu Nora ist entstanden,
weil ich selbst als eifrige
Irmel-und-Eule-Nutzerin den Kanal
auch regelmäßig weiterempfehle.
Danke dafür.
Ja, da muss ich gleich auch noch ein
Geständnis machen, wie ich selbst auf
Irmel und Eule gekommen bin und so.
Ich bin gespannt.
Ja, wirklich.
Und ob ich eine typische Nutzerin bin,
interessiert mich tatsächlich auch.
Ja, kann ich dir was zu erzählen.
Das freut mich.
Lass uns mit den Schnellfeuerfragen
starten, die wir so Gefühl kriegen,
wen wir vor uns haben.
Nora, was vereinbarst du
denn in deinem Leben?
Einiges.
Du hast ja gerade schon erzählt, dass
ich auch einen Job habe, ein Kind
habe.
Und ich glaube, das sind so die zwei
Dinge, die sehr, wichtig sind in
meinem Alltagsleben.
Und ganz vorne stehe aber tatsächlich
ich, weil ich weiß, nur wenn ich
auch gut auf mich achte, meine sogenannte
Me-Time habe, schaffe ich auch
irgendwie eine gute Mama zu sein
und auch eine gute Arbeitnehmerin zu
sein.
Ich glaube, das sind so die drei
wesentlichen Bereiche, die meinen...
Alltag ausmachen und die auch immer
wieder herausfordernd sind natürlich.
Definitiv.
Aber eine wichtige Erkenntnis, ich
erst als ich ein bisschen Mutter war,
gewonnen hatte.
Auf jeden Fall.
Das klingt jetzt so, als
wüsste ich das von Anfang an.
Nein, es hat sehr lange gedauert
und hat auch bei uns zu Hause lange
gedauert, die Rollen auszudiskutieren.
Auf jeden Fall.
Das ist die perfekte Überleitung zur
nächsten Schnellfeuerfrage, nämlich
wie teilst du dir die Care-Arbeit?
Ja, wie ich gerade schon gesagt habe,
es war eine lange Zeit, die wir uns
da erst mal zu Hause mit dem ersten
und einzigen Kind, die ist jetzt
dreieinhalb Jahre alt, vielleicht ganz
gut so als Hintergrundinfo, es hat
eine Weile gedauert, bis
wir uns eingeruckelt haben.
Also wir haben irgendwie gar
nicht damit gerechnet, dass wir da
Schwierigkeiten mit haben
werden, weil wir, ja...
für eine gleichberechtigte Partnerschaft
sind auch in vielen Dingen sehr
alternativ unterwegs und überhaupt
nicht konservativ und so.
Und trotzdem hat es uns kalt erwischt
und auf viele Herausforderungen
entgegengestellt.
ja, wir haben inzwischen, glaube ich,
sehr, sehr guten Weg gefunden, weil
wir uns die Nachmittage aufgeteilt
haben, wer arbeitet wann, wer hat wann
das Kind und wer hat wann frei,
uns auch die Wochenenden sehr gut
aufteilen.
Manchmal ist es schade, dass wir
wenig Zeit zu dritt verbringen im
Vergleich zu anderen Familien.
Aber unterm Strich geht es uns damit
echt besser, dass immer einer was mit
dem Kind macht und der andere
versucht, klarzukommen.
Und ja, auch wir saßen da irgendwann
mit so Listen, mit was ist eigentlich
Mental-Load, was gehört alles dazu,
und haben mal geguckt, wer macht
eigentlich was.
Und haben das dann auch
noch mal neu aufgeteilt.
Aber ein ganz wichtiger Schritt, der
in vielen Partnerschaften gar nicht
so einfach zu erreichen ist.
Deswegen schön, dass du das so teilst.
Ja, da bin ich auch sehr dankbar, dass
sich mein Mann darauf eingelassen
hat, weil auch das kriege ich ja immer
mal wieder mit, dass das nicht in
jeder Partnerschaft so ist, dass man
sich da auch wirklich hinsetzt und
sagt, ja stimmt, es ist nicht fair
und komm, wir gucken uns das mal an.
Und wenn du dich traust, Aussage in
Prozent zu machen, wo würdest du
sagen, seid ihr?
würde schon fast sagen, dass
es 50-50 inzwischen ist.
Nicht jede Woche, nicht jeden Monat.
Der eine hat mal mehr Kraft, der
andere muss mal mehr auf der Arbeit
irgendwie ran.
Aber im Großen und Ganzen
würde ich das schon sagen.
Und wir haben auch ein gutes Gespür dafür.
Wenn ich merke, das ist mir jetzt
aber zu viel, ich hab heute schon das
dritte Mal dies und das
gemacht, dann sag ich das auch.
Dann ist es auch kein Problem.
Es endet nicht mehr in einem Streit
oder in einer Grundsatzdiskussion.
Ganz wichtig, ja.
hilft und trotzdem ist das gerade in
den Situationen, in denen so viel
zusammenkommt, noch eine Kunst.
Ja, auf jeden Fall.
Also Alltagswahnsinn auf jeden Fall
auch bei uns vorhanden und schön
ausgeprägt.
Das ist wieder eine gute
Überleitung, nämlich die dritte
Schnellfeuerfrage.
Was ist denn aktuell deine größte
Herausforderung im Bereich
Vereinbarkeit?
Ja, ich glaube tatsächlich, da kommen
wir auch gleich noch ganz viel zu,
Irmel und Eule unterzubringen im
Alltag, weil es gibt, also das meiste,
was ich für Irmel und Eule
mache, findet digital statt.
Und ich möchte nicht die Mama sein,
die permanent nur am Handy hängt mit
Kind.
Also das verbiete ich mir,
wie ich finde auch zu Recht.
Abends bin ich oft zu müde.
Tagsüber bin ich am Arbeiten.
Und irgendwann ist es ja, wie ich
gerade sagte, auch wichtig, dass ich
Zeit für mich habe und ...
dass ich irgendwie meine Akkus fülle
und das funktioniert vielleicht nicht
so gut, wenn ich nach der Arbeit
noch mal drei Stunden zu Hause im
Homeoffice sitze und Irmel und Eule mache.
Das ist immer wieder herausfordernd
und das ist Ehrenamt immer noch, aber
trotzdem habe ich ja einen Anspruch,
coole Ideen umzusetzen, Menschen auf
Nachrichten zu antworten.
Ich übe mich darin, zu
sagen, Noras ist Ehrenamt.
Es ist okay, wenn du erst
in einer Woche antwortest.
Das gelingt mir mehr, mal weniger.
Kann ich gut nachvollziehen.
Jetzt sind alle gespannt, was
Irmel und Eule eigentlich ist.
Wie ich es entdeckt habe.
Du sagst dann, was es eigentlich ist.
Ja, ich bin gespannt auf so eine
offene, ehrliche Perspektive.
Ich hab verschiedene
Mütter-Krabbelgruppen.
Mit jedem Kind kommt ein
kleiner Zirkel an Müttern dazu.
Wir haben uns immer in den jeweiligen
Mütter-Krabbelgruppen, die hier ist
ein Feuerwehrfest, und hier gibt's
im Museum den Supertag, die Sachen
zugeschickt.
Irgendwann hat mir eine den Wochenplan
von Irmel und Eule verschickt und
gesagt, Leute, hier, guckt
mal, da ist ein neuer Kanal.
Da müssen wir uns gar nicht mehr
die Sachen hin- und herschicken.
Wir können da einfach
nachgucken, da ist alles drin.
Seitdem bin ich in dem Kanal, und wir
müssen keine Feuerwehrfestzettel und
Benachrichtigungen mehr rumschicken.
Wenn ich eine Woche nicht da bin ...
stecke ich meinem Mann dann auch das
Wochenend-PDF, damit er weiß, was er
am Wochenende mit den Kindern machen kann.
Also eine totale Erleichterung.
Und immer wenn ich jetzt jemanden
treffe, der noch nicht von Irmel und
Eule war, sage ich, bist
du denn da noch nicht?
Weil das einfach total praktisch
ist, so Wochenende zu planen.
Gerade mit aktiven Kindern.
Und gerade eben so für Veranstaltungen,
die lokal sind, die Tag der
offenen Tür, Aktionen in Museen,
da gibt es ja wirklich viel.
Auf jeden Fall.
Aber häufig sind die halt
doch noch per Plakat.
inseriert oder zumindest sehe ich
die dann nur, wenn ich da bin.
Und deswegen finde ich, ist
das eine Riesenerleichterung.
Ja, danke, das freut mich.
Tatsächlich triffst du damit eigentlich
genau das Ziel von Irmel und Eule.
Wobei, so ein paar Punkte, die du
ansprichst, sind vielleicht gar nicht
mehr so ganz aktuell.
Wie zum Beispiel diese Wochenendübersichten,
die haben ja ein bisschen
geändert.
Genau, wo soll ich anfangen?
mir eine...
Ja, fang mal an bei,
wie ist es entstanden?
Und aus welcher Motivation heraus?
Aus welcher Motivation heraus?
Bei mir war das so, ich bin nicht gut
darin, meine freie Zeit zu Hause zu
verbringen.
Also bevor es meine Tochter
gab, war ich immer unterwegs.
Freunde treffen, Sport machen,
Veranstaltungen, Partys und so weiter.
Während Partys nicht mehr so das Thema
sind, brauch ich trotzdem Aktionen.
Mit Kind hab ich zumindest mit Säuglingen
und Baby gemerkt, ich verbringe
total viel zu Hause, mir
fällt die Decke auf den Kopf.
Ich hab mit vielem gerechnet, wie
der krassen Müdigkeit und ja, sie ist
super krass.
Aber ich hab nicht damit gerechnet,
dass ich mich so viel langweile.
Und dass man so einsam ist.
Dann sitz ich da den ganzen Tag und
zähle irgendwie die Stunden, also das
damals in der Elternzeit, bis mein
Mann endlich nach Hause kommt und bin
unzufrieden und so weiter und so fort.
Und hab halt gemerkt, so
funktioniert das nicht.
Und vieles, was ich vorher gemacht
hatte in meiner Freizeit, konnte ich
jetzt aber mit dem Kind nicht mehr machen.
gleichzeitig würde ich trotzdem
behaupten, dass ich ein Mensch bin.
Ich bin sehr offen.
Ich hab kein Problem,
hinzugehen, Leute anzusprechen.
Ich hab viele Informationen über meinen
Beruf, auch über private Kontakte,
weil ich immer schon sehr ehrenamtlich
vernetzt bin auch hier in
Paderborn.
So in einer Kunst-Kreativ-Szene, ich mal.
Das heißt, ich krieg schon viel mit.
Und dann treff ich aber andere Mütter,
vor allen Dingen Mütter, klar, aber
auch Väter, die mir dann halt erzählen,
dass sie gar nicht wissen, wohin
mit sich.
Die Krabbelgruppen kennen die, wo
ich denke, die kennt man doch.
die nicht wissen, dass da
das Feuerwehrfest ist.
Und gleichzeitig hab auch ich immer
noch Momente gehabt, wo mir sonntags
die Decke auf den Kopf fällt, ist
das schlechtes Wetter, vielleicht ist
mein Mann nicht da.
Ich baue den x-ten Duploturm
und bin kurz davor, zu platzen.
Und montags in der Kita höre ich
dann, gestern die Veranstaltung da und
da.
Und dann denk ich mir,
warum weiß ich das nicht?
Irgendwann Ende letzten Jahres lag
ich im Bett, mal wieder am Handy, Kind
war, glaub ich, neben mir am Schlafen,
was man dann halt so macht, und
dachte mir so, ich gründe
mal einen WhatsApp-Kanal.
Ich hab vorher noch nie
einen Kanal abonniert.
hab's auch mal ...
Ich hatte auch gar keine Ahnung.
Ich dachte, wie damals, die WhatsApp-Gruppen
eingeführt werden, ich will
das mal ausprobieren.
Und ich kannte jetzt, ähnlich wie
du das grad beschrieben hast ...
einige Mütter, nicht viele,
aus den Krabbelgruppen.
Und hab im Freundeskreis auch kaum
Familien mit Kindern, so in dem
ursprünglichen Freundeskreis.
Dann hab ich diesen Kanal gegründet
und hab da so, ich sag mal, 15, 20
Mütter, die ich kenne, die ich
lose kenne auch zum Teil, einfach
reingepackt.
Und ...
also auch wirklich Kontakte aus der
Krabbelgruppe von vor einem halben
Jahr, mit denen ich auch nie
bei WhatsApp geschrieben hab.
Einfach mal reingepackt,
hier guck's dir an.
Und dann kam Dominique auf mich zu.
Auch Dominique ist eine der Mütter,
die ich in meiner Krabbelgruppe
kennengelernt hatte.
Und schrieb, boah, megacoole Idee.
Ich hab auch voll viele Listen, immer
zu gucken, was könnte ich denn mal
wieder mit den Kids machen.
Und kenn mich hier auch
richtig gut aus in Paderborn.
Kann ich dir Sachen schicken?
Dann hab ich sofort gesagt,
brauchst du mir nicht schicken?
Du bist jetzt Administratorin.
Lass uns das gemeinsam machen.
Und so ging das los.
Genau, und vielleicht kurz vorher war
das noch so, dass ich so dachte, es
muss doch irgendwas geben.
Also ich dachte, das ist doch klar,
dass eine Kommune ein Interesse daran
hat, also an Familien hat,
an Familienfreundlichkeit.
Und dann hab ich mich auch schlau
gemacht, zu gucken, was gibt's denn
vielleicht schon.
Aber das, was ich so gefunden habe,
hatte nicht die Qualität, die ich mir
wünsche, die wir brauchen.
ja, und dann dachte ich, ja, das
müssen wir halt selber machen.
Ja.
Nee, richtig gut.
Weil es gibt ja sonst wirklich
nur die Seiten bei den einzelnen
Veranstaltern.
Genau.
Und wer hat die Zeit, abends
noch zig Webseiten zu checken?
Das funktioniert halt nicht.
Und oft ist es ja auch nicht so,
dass du denkst, in drei Wochen den
Mittwoch, Nachmittag
hab ich noch nichts vor.
Ich recherchier jetzt mal jeden
Abend eine Stunde auf x Seiten von
irgendwelchen Institutionen,
die in der Regel was anbieten.
Sondern es ist Sonntag, es regnet, du
drehst gleich durch mit den Kindern
zu Hause.
Deine drei, vier Kontakte
haben keine Zeit.
Und was machst du dann?
Dann sind die Kinder schon schlecht
drauf, du bist schlecht drauf.
Dann gehst du auch nicht am Handy
auf Instagram und recherchierst ein
Stündchen, wo jetzt was für deine
Kinder in deinem Stadtteil los ist.
Und sonst ist ja die Default-Reaktion
dann, alle vor die Tür, gehen zum
Spielplatz und die Kinder wieder zum
Spielplatz, wieder der Spielplatz.
Zumindest meine finden das ja schon
auch sehr spannend, mal andere Sachen
zu sehen und auch mal
woanders hinzukommen.
Wie alt sind deine?
Vier und sechs.
Meine ist, wie gesagt, dreieinhalb.
Die freut sich immer, wenn
wir auf den Spielplatz gehen.
Ich hab da keinen Bock drauf.
Ich halte das einfach nicht mehr aus,
da die ganze Zeit rumzusitzen oder
wieder eine Stunde an
der Schaukel zu stehen.
Ich bin diejenige, die den Input braucht.
Deswegen unternehme ich so gerne die
ganzen Sachen mit meiner Tochter.
Ja, kann ich total nachvollziehen.
Wir haben letztes Jahr angefangen,
Museumspass zu kaufen von den
westfälischen Landesmuseen.
Da gibt es auch ganz viele Angebote
in Paderborn und anderen Städten.
Weil es eigentlich auch im Grunde
Museen, die für Erwachsene gebaut sind,
kinderfreundliche Angebote gibt
und die da was mitnehmen können.
Wenn wir uns dann also irgendwo die
Ziegelhütte angucken, dann kann ich
alle Schilder lesen und endlich was
über mittelalterliche Herstellung von
Backstein lernen.
Und meine Kinder machen in
der Zeit einen Backstein.
Und dann haben alle was davon.
Wenn man so eine coole Veranstaltung
findet, dann sind alle gefordert.
ich sehr nachvollziehen.
Da sprichst du aber auch schon etwas
an, im Punkt zu familienfreundlich.
Man weiß halt vorher immer
nicht, welches Museum ist jetzt
familienfreundlich.
Klar, wenn ein Museum sagt, wir sind
ein Kindermuseum, wir haben eine
Kinderausstellung, klar, dann
geht man irgendwie davon aus.
Dann ist das auch in der Regel
schon ganz gut, das Thema
Familienfreundlichkeit.
Aber ansonsten ...
werden wir Eltern, das ist meine
Erfahrung, das wird mir aber auch vielen,
mit denen ich in Kontakt bin,
geschildert, ja auch immer wieder doof
angeguckt.
Wie kannst du jetzt mit dem Kind ins
Café gehen, es krümelt, es weint, du
kannst es doch hier nicht
auf dem Boden wickeln.
Oder ja bitte nichts anfassen im
Museum und so weiter und so fort.
Also mich hat das anfangs schon
auch bisschen eingeschüchtert.
Und man kriegt ja auch viele Kommentare.
Ja, eindeutig.
von älteren Menschen,
auch der alte weiße Mann.
Und irgendwie muss man dann,
man muss da drüber stehen.
Und das schafft man an vielen
Tagen natürlich auch irgendwie.
Aber es gibt auch Tage, wo man,
wie gesagt, schon durchdreht.
Und da hat man nicht noch
Lust auf einen Kommentar.
Da hat man auch keine Lust, im Museum
das Kind davon abzuhalten, die
Keramik aus dem x-ten
Jahrhundert nicht anzufassen.
Also, das sind Informationen, fehlen
und die die Museen noch gar nicht
unbedingt transparent haben.
Selbst wenn ich auf die Homepage gehe,
finde ich da vielleicht gar keine
Info zu.
Und häufig ist es dann ja auch ganz
versteckt so, dass es noch Kosten
gibt, für zum Beispiel das
Kinderprogramm oder den Kinderführer.
Oder es ist eben erstaunlich
kinderfreundlich.
Das habe ich in ein Museen auch
vor der Überraschung festgestellt.
Aber sind eben auch nicht nur die Museen.
Ihr habt auch ganz viele andere.
Es ist mehr so mein Ding, dass ich
besonders auf diese Angebote anspringe.
Ja, da ist jeder anders.
Vielleicht kann ich noch mal kurz
allgemein sagen, was Irmel und Eule
eigentlich ist.
Also angefangen hat es tatsächlich
mit dem WhatsApp-Kanal.
Das war für uns auch, für Dominique
und mich, total überwältigend, weil,
ja, keine Ahnung, wir haben da unsere
paar Kontakte eingeladen und ...
Innerhalb von einer Woche waren
da Hunderte von Leuten drin.
Ich hab erst gedacht, das
müssen Bots sein, wie geht das?
Aber es wurde ganz schnell weitergeleitet.
Der Bedarf ist also riesig.
Es kommen ja auch jeden
Tag neue Follower hinzu.
Wir haben dann aber nach und nach,
als ich das so rumgesprochen hab,
gemerkt, ...
Anfangs war es so, dass wir vor
allen Dingen die Dinge vorgeschlagen
haben, die wir selbst nutzen.
Das Problem ist aber, wir wohnen
in Riemeke und in Benhausen.
Unsere Kinder sind drei.
Das andere Kind von Dominique ist,
Dominique hat zwei Kinder, ist sechs.
Und da ist ja schon ein gewisser Fokus da.
Und das wollten wir verhindern.
Wir wollen halt auch Dinge in
Schloss Neuhaus aufzeigen.
Wir wollen auch die Krabbelgruppen
noch mal aufzeigen.
Oder Dinge für Zehnjährige,
gutes Wetter, schlechtes Wetter.
Museen, aber auch Sport
und so weiter und so fort.
haben dann gemerkt, das können wir in
einem WhatsApp-Kanal nicht abbilden.
Das ist zu viel.
Da hat keiner Bock drauf.
Und dann haben wir mithilfe von
Dominiques Mann, der so der dritte
Ehrenamtliche in der Runde
ist, eine Webseite aufgebaut.
Und ich glaube, dass viele diese
Webseite immer noch nicht so auf dem
Schirm haben.
Oder dass es vielleicht auch heute
nicht mehr so ist, dass man wirklich
gezielt auf eine Seite geht und versucht.
Ich kann das immer nicht so einschätzen.
Aber ja, auf der Webseite haben wir
verschiedene Rubriken, sage ich mal.
Es gibt einen Veranstaltungskalender
für Familien.
Es gibt einen Bereich mit Ausflugszielen.
Und es gibt einen Bereich mit
Kindergeburtstagsprogrammen.
Das habe ich auch schon genutzt.
Richtig gut.
Und es ist ein weiterer Bereich im
Hintergrund, Planung, wo wir all...
wo wir so eine Art digitale
Karteikartensystem für Anbieter jeglicher Art
haben möchten.
Da kann man sich vorstellen, zeigen,
was man anbietet, und dann geht man
aber auf die jeweilige Homepage und
kann sich da über die aktuellen Kurse
informieren.
Weil das können wir nicht
leisten, aktuell zu halten.
Genau, und in dem Veranstaltungskalender,
das ist ja so unser Highlight,
glaube ich, kann man halt, und das
ist glaube ich vielen nicht klar, kann
man halt nach den
eigenen Bedarfen filtern.
Also ich kann halt wirklich sagen,
mein Kind ist vier, wir haben Sonntag
nichts vor, es soll regnen und
wir sind mehr so Teambewegung.
Und dann wird mir halt alles angezeigt.
Genau.
Und im WhatsApp-Kanal, da haben wir
so die Regel so drei Posts pro Tag
maximal.
Und da kommen halt Highlights
rein oder größere Geschichten.
Also große Veranstaltungen.
Ich glaube, die Kombination ist gut.
Wenn ich mich als Nutzerin reflektiere,
finde ich das total schön, dass
ich weiß, jetzt kann ich gucken,
was ich genau sonntag machen kann.
Aber ein paar Highlights mitzukriegen,
ich auch gut, weil man sich da noch
verabreden kann.
Wenn ich auf was hingewiesen werde,
was ich nicht aktiv gesucht habe, kann
ich in meine bestehenden Müttergruppen
schreiben, wir sind da, kommt ihr
auch.
Das ist auch schön, wenn man sich auf
einer Veranstaltung verabreden kann.
Das sieht man auch an den
Weiterleitungen im WhatsApp-Kanal.
Wenn wir was posten, dann werden die
Posts manche mehr, manche weniger
weitergeleitet und dann ist immer so
klar, also entweder schickt die Mama
da an den Papa, komm, da gehen wir
Sonntag mal hin oder komm, da gehst du
mal hin.
Oder halt, ja genau, in so Gruppen
sollen wir da gemeinsam hin.
Ja, das finde ich total schön und
ich glaube, die Kombination ist auch
wichtig.
Ja, toll, absolut.
total gutes Programm.
Und was ich daran auch schön
finde, ist, es schafft ja auch ein
Bewusstsein dafür, was Familien
brauchen mit den Filtermöglichkeiten.
Ihr habt da ja
Filtermöglichkeiten diverser Art.
Also Wickeltisch ist zum
Beispiel schon auch so Thema.
Und ist der Wickeltisch
auch für Männer erreichbar?
Genau.
Ist ja auch immer so ein wichtiges Thema.
Und ein andere Themen sind, ist das
wirklich kinderfreundlich, kostet das
extra, will man vorher auch wissen.
Aber was ich halt auch noch interessant
finde, ist, dadurch dass ihr so
Veranstaltungen bündelt, bewirkt ihr
ja, dass Eltern gezielter nach diesen
Veranstaltungen suchen, die mehr
nachfragen und damit ja vermutlich auch
mehr Angebot erzeugt wird.
kannst du noch ein bisschen was dazu
sagen, wie dieses Wir setzen uns für
Kinder ein und für Familienfreundlichkeit
und wir sorgen auch dafür, dass
die Stadt familienfreundlicher und
inklusiver wird, wie das mit so einem
Programm oder so einem Projekt wie
Irmel und Eule umgesetzt werden kann?
Ja, ich glaube, die zwei Hauptpunkte,
wie wir da auf jeden Fall einen
Beitrag leisten, hast du
gerade schon genannt.
Das eine ist, dass ja Wir sprechen
immer von Anbieterinnen oder
Veranstalterinnen, aber es
können auch Institutionen usw.
Die versuchen wir ja, dahin zu erziehen,
dass sie selber bei uns die Dinge
eintragen.
Und das machen auch viele.
Ich glaube, Dominique hatte zuletzt
mal gesagt, dass so 30 Veranstaltungen
pro Tag eingetragen werden.
Und uns gibt es ja erst ein Jahr.
Also, das empfinden wir ganz gut.
Und wenn sich Anbieterinnen ...
das erste Mal als Anbieter,
Anbieterinnen anlegen, dann geben sie
natürlich auch die Homepage an, die
Kontaktdaten und können auch zu ihrem
Hauptveranstaltungsort Aussagen treffen.
Und da haben wir so eine Art Checkliste,
wo die dann ankreuzen können, was
erfüllen wir?
Und diese Checkliste ist ja nicht nur
dafür da, dass Eltern wissen, okay,
da kann mein Mann auch wickeln, ohne
peinlich aufs Damenklo zu rennen.
Da können wir den Kinderwagen indoor
gut und so was, sondern es regt ja
auch die AnbieterInnen dann
eben an, die Dinge umzusetzen.
Ach so, für Familien ist es eine tolle
Sache, wenn unter dem Waschbecken
ein kleiner Hocker steht.
Es sind Kleinigkeiten, aber die
erzeugen ja ein Gefühl von, wir sehen
euch, wir wollen euch hier haben.
Genau.
Und das verändert was.
Man fühlt sich wohler, da geht
man halt einfach gerne hin.
Ja, es setzt einfach ein Statement.
Genau, ist das eine.
Und der zweite Punkt ist, dass wir
natürlich in dem Moment, wo wir das
posten, wissen, jetzt kriegen es sehr
viele Leute mit und diese Angebote
dann auch wahrgenommen werden.
Das hat man grade am Anfang von
Irmel und Eule sehr stark gemerkt.
Da haben wir uns ja, wie gesagt, vor
allen Dingen auf Dinge konzentriert,
die wir selber nutzen.
Und dann gab es, sag ich mal,
Vorlesenachmittage, wo ich sonst immer mit
meiner Tochter war.
Und dann waren da immer nur so drei
bis fünf andere Eltern mit ihren
Kindern.
Und nach dem Post ...
da halt 20 bis 50 Familien.
Und das ist ja so das Schöne daran,
dass es Ressourcen scheinbar ja gibt,
coole, gute, familienfreundliche
Angebote hier in Paderborn umzusetzen.
Sie sind aber nicht bekannt und
schaffen es vielleicht auch nicht, die
Zielgruppe zu erreichen und dann aber
zu sagen, hey, doch, bevor ihr das
einstampft, bewerben wir das.
Dann werden Leute auf euch aufmerksam
und es gibt ein weiteres Angebot.
Das ist auf jeden Fall so.
Da kriegen wir auch sehr
viele Rückmeldungen zu.
Inzwischen verteilt es sich wieder
ein bisschen mehr, weil wir ja viel
mehr bewerben und nicht mehr nur
so gewisse Angebote und mit dem
Veranstaltungskalender ja auch eine
viel größere Breite auch abdecken.
Aber ja, wir tragen da auf jeden Fall
zu bei, dass Angebote besser genutzt
werden.
Genau, den Eindruck habe ich auch,
dass das einen Unterschied macht.
weil gerade eben auf den Anführungszeichen
üblichen Veranstaltungen, wo
junge Mamas gerne sind, treffe ich
dann auch spontan einfach immer ganz
viele Leute.
Und häufig die gleichen.
Und ich glaube schon, dass das
auch damit zusammenhängt, dass der
Informationskanal.
Ich treffe auch immer wieder dieselben
Leute, wo ich dann denke, muss ich
die grüßen?
dann, nee, Moment, ich kenn die gar nicht.
Ich bin ganz oft inzwischen verwirrt,
weil ich so viele Leute kenne,
gerade Eltern mit Kind, ich krieg
das gar nicht mehr sortiert.
ja.
Das war ein toller Beitrag für ein
Engagement, das ja auch niederschwellig
angefangen hat, eine Stadt
familienfreundlicher zu machen, mehr Angebote
zu erzeugen.
und Familien mehr zusammenzubringen
und ich finde auch so bisschen
sichtbarer zu machen.
Auf jeden Fall.
Ja, also wir gehen ja auch immer
wieder in verschiedenste Gespräche.
Also auch über meinen Hauptjob spricht
sich das natürlich rum, was ich
mache.
Dadurch wird das präsenter
in der Stadtverwaltung.
Das Citymanagement von der
Stadtverwaltung hat jetzt und von der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft
hat jetzt eine super spannende Aktion
auch in der Innenstadt umgesetzt mit
ja, wie soll ich das beschreiben, mit
so...
Parcours auf den Wegen in der
Innenstadt, zum Beispiel Kinder zu
animieren, sich zu bewegen und
irgendwie so bisschen spielerische
Einheiten auch in die
Innenstadt zu bekommen.
Und dann freuen wir uns natürlich
auch, wenn wir das bewerben können und
wenn das angenommen wird,
dass sowas eben auch bleibt.
Ja, richtig schön.
Was würdest du denn sagen können,
jetzt Eltern machen, nicht in Paderborn
wohnen?
Weil für alle Paderborner
ist es ganz einfach.
Man abonniert Irmel und Eule.
Man schaut sich auf der Irmel und
Eule Webseite Was sollten die Eltern
machen, die so ein Angebot nicht haben?
Was ist so deine Empfehlung?
Also erstmal sind wir stark am Wachsen.
Es ist nicht mehr nur Paderborn, sondern
auch umliegende Kommunen und auch
kleinere Ortschaften haben gemerkt,
was wir so tun und tragen fleißig ein
im Veranstaltungskalender und wir
merken auch, dass immer mehr Follower
auch aus anderen, ja...
Kommunen hier im Umfeld kommen.
Das ist erstmal ganz spannend zu sehen.
Da wissen wir auch noch gar nicht,
wie sich das so entwickelt, weil der
Verwaltungsaufwand im Backend,
sag ich mal, wird immer höher.
gucken.
Ja, anderen will ich einfach oder
können wir mit unserem Einsatz, glaube
ich, zeigen.
Uns gibt es jetzt nicht mal ein Jahr
und wir haben so viel erreicht.
Wir haben eine Plattform geschaffen.
Wir haben Eltern miteinander vernetzt.
Es gibt jetzt viele Institutionen,
diesen Hocker unterm Waschbecken stehen
haben.
Wir waren anfangs zu
zweit, Dominique und ich.
Und klar, der Maurice, der Mann von
Dominique, der uns da mit der ganzen
Website-Entwicklung unterstützt.
Und dann haben wir noch ein paar
andere Personen, die uns hier und da
kleinere Aufgaben abnehmen.
Aber das war's auch schon.
Und ja, was wir da ...
Also, ich glaube ...
dass man, also ich glaube auch heute
in bestimmten politischen Zeiten
fühlt man sich ja oft irgendwie so
gelähmt und machtlos, die da oben.
Und das sehe ich auch so, so
fühle ich mich auch, keine Frage.
Aber es gibt schon immer wieder Dinge,
wo ich so denke, da kann ich nicht
nur meckern, sondern da kann ich schon
auch versuchen, selber zu machen.
Und natürlich hat jetzt nicht jeder
den Webseitenentwickler am Start oder
die Zeit, die wir halt, zum Beispiel
ich durch meinen Teilzeitjob habe und
so, aber Ja, weiß ich nicht.
Dann spende uns halt 5 Euro.
Dann hast du auch einen Beitrag geleistet.
Wie kann man euch unterstützen?
Spenden, Spendenaufrufe
auch auf der Seite.
Was wäre noch eine
Möglichkeit, euch zu helfen?
Genau, also in erster Linie sind wir
auf finanzielle Spenden angewiesen,
weil halt...
die ganze IT-Infrastruktur und
so weiter sehr kostspielig ist.
und ansonsten freuen wir uns immer,
wenn man uns weiterempfiehlt, den
Kanal teilt im Freundeskreis, bei
WhatsApp in die Story parkt oder auch
bei Instagram irgendwie auf uns hinweist.
Wenn man Institutionen auf uns aufmerksam
macht, die unsere Tools nutzen
können oder wenn Flyer und von
uns noch weiter verteilt werden.
Schön und die Buttons.
Genau und das ist vielleicht auch noch
ein spannendes Thema, was ich noch
kurz ansprechen will.
Wir haben immer wieder von Eltern
die Rückmeldung bekommen über diese
Umfragegeschichten im Kanal,
aber auch persönliche Gespräche.
Ja, wir sind so einsam, wir wohnen
hier noch gar nicht so lange, wir sind
wegen der Kinder jetzt wieder hier in
die Region gezogen, aber wir kennen
hier kaum jemanden.
Könnt ihr uns nicht irgendwie vernetzen?
Tatsächlich haben wir damit angefangen,
indem wir ja auch verschiedene
Personen dann angesprochen haben, hey,
du bist Alleinerziehend, du willst
andere Alleinerziehende kennenlernen,
hast du nicht lustig an dem und dem
Tag mal da und da auf den Spielplatz
zu stellen und zu sagen, kommt her,
wenn ihr andere kennenlernen wollt.
Dasselbe auch mit Vaterkind.
Genau, das habe ich auch
schon weitergeleitet.
Genau, das wird halt auch, Vaterkind
Gruppe wurde auch sehr stark
angenommen und Ich glaube, was da
der Vorteil ist, wenn ich auf dem
Spielplatz bin und ich bin ganz einsam,
da sehe ich auch ganz viele Leute,
aber gehe ich nicht hin und sage,
hallo, ich bin Nora, ich suche andere
Mütterfreundinnen.
Das macht man ja irgendwie nicht.
Selbst wenn man ins Gespräch kommt,
nach der Handynummer zu fragen, ist ja
oft auch irgendwie ...
eine Hürde.
Aber wenn wir diese Treffen ausrufen,
schreiben wir das rein, vernetzt
euch, macht eine WhatsApp-Gruppe,
sprecht euch an, macht Playdate aus.
Dadurch ist das ein krasses Netzwerkevent.
Und ganz cool, ich war neulich auf
einem Geburtstag von einem Papa.
Und diesen Papa hat mein Mann über
die Vatergruppe kennengelernt.
Und dann sitz ich da bei diesem
Geburtstag, uns herumspielen, ganz viele
Kinder am Tisch sitzen, ganz viele Eltern.
Und so nach und nach, man stellt ja
dann die Frage, woher kennt ihr euch?
Und nach und nach stellte sich
heraus, ich hab mich dann gar nicht
geoutet, Aber nach und nach stellte
sich heraus, dass die sich alle über
Irmel und Eule kennengelernt haben.
Weil die alle sehr bedürftig waren.
boah, das krieg ich auch direkt Gänsehaut.
toll.
Ich seh die jetzt in der Stadt, dass
die da zusammen den Kinderwagen
schieben.
Ich seh die auf dem Spielplatz und
weiß, krass, die kennen sich nur durch
Irmel und Eule.
Die haben keine anderen Kontakte.
Das ist ein echt tolles
Wirksamkeitsgefühl.
Kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen.
Wow, was ihr da auf die
Beine gestellt habt.
Das kriege ich auch direkt irgendwie.
Könnte ich losheulen.
Richtig, richtig schön.
wow, Nora.
Ein so tolles Projekt.
könnten ewig auch noch über
Irmel und Eule weiterreden.
Die wichtige Botschaft, und die
kommen auch in die Shownotes, der
WhatsApp-Kanal, die
Internetseite, Instagram.
nutzt eben auch die Shownotes, euch
auf Irmel und Eule gegenseitig
aufmerksam zu machen und leitet
vielleicht auch diesen Podcast weiter,
falls es jemanden gibt in eurem
Bekanntenkreis, der sagt, ich höre gerne
Podcasts und vielleicht auf dem Wege
dann auf Irmel und Eule aufmerksam
wird.
Auf jeden Fall.
Ich freue mich schon,
das zu teilen im Kanal.
Sehr schön.
Am Schluss mache ich gerne noch den
Phrasenverdrescher, ein Spiel, das ich
schön finde, weil es Diskussionen
anregt und den Kopf öffnet.
Hast du denn so eine Trigger-Phrase,
die du vielleicht auch im Kontext von
Veranstaltung oder Familienfreundlichkeit
gehört hast, wo du sagst, die
nervt mich, lass uns die
mal auseinandernehmen?
So eine richtige Trigger-Phrase,
weiß ich nicht, was mir manchmal
schwerfällt, ist...
Wir bieten ja allen an, wenn ihr
eine Veranstaltung seht, irgendwie
spannend sind, könnt ihr uns auch per
Mail oder Instagram kontaktieren und
uns darüber informieren.
Und das kommt halt
häufig sehr kurzfristig.
Und wir freuen uns darüber, weil wir
darüber Dinge kennenlernen, die wir
vielleicht auch noch nicht kennen.
Aber es ist halt immer so, wo ich
so denke, Leute, ihr wisst doch...
Wir machen das ehrenamtlich, wir
checken nicht jeden Tag unsere E-Mails.
Wir schaffen das nicht, das dann selber
noch in den Veranstaltungskalender
einzutragen, dann noch
einen Post zu formulieren.
Das fällt mir manchmal so schwer,
das irgendwie zu begreifen.
Manchmal ärgert mich das, obwohl ich
mich gleichzeitig auch voll freue,
dass Leute uns Dinge schicken.
Aber die Kurzfristigkeit, die kann
ich manchmal nicht so nachvollziehen.
Gleichzeitig ist mir auch klar, dass
nicht alle wissen, was bei uns da im
Backend ...
los ist so.
Also wenn da freitags abends eine Mail
kommt, ja, morgen ist die und die
Veranstaltung, ich hab da auch einen
Flohmarktstand, könnt ihr das bitte
noch posten?
Das schaffen wir nicht.
Ich lese die Mail vielleicht
auch erst in einer Woche.
Im Grunde geht es also so bisschen
diese, ja doch, manchmal auch
wahrnehmbare Service-Mentalität, gibt
es jetzt ein Angebot, also macht
jetzt bitte und die Wertschätzung dafür,
dass es ehrenamtlich ist und dass
wir alle nur Menschen
sind, die ein Leben haben.
genau.
Und gerne auch Dinge im Voraus
planen, so geht es mir zumindest.
Das wünschen wir dann mehr.
Automailer zurück.
Wo irgendwie eine Fußnote, ich weiß
nicht, ob ihr das schon habt, wo man
wünscht, wir lesen die Mail nicht
regelmäßig oder mindestens, also ich
weiß, eigentlich überlege ich mir
immer eine Antwort oder wir überlegen
uns gemeinsam eine Antwort, aber in
dem Fall, wenn das ja auch per Mail
kommt, irgendwie eine Automailer
bleibt, die sagt, wir lesen das nicht
ständig, Veranstaltungshinweise bitte
da und ja, bitte Verständnis dafür,
dass es ein Ehrenamt ist und
wir ein volles Leben haben.
Ja, ich glaube, richte ich gleich ein.
Also es ist ja irgendwie nett und es
konntest du es zumindest ein bisschen
einfacher machen.
Auf jeden Fall.
Ja, danke.
Guck mal, direkt noch irgendwie
eine Kleinigkeit gelöst.
Ja, ich empfehle jetzt auch mal
was, sonst am Ende kommen ja immer
Empfehlungen von den Gästen.
Also ich kann allen Hörern wirklich
empfehlen, Irmel und Eule zu
abonnieren und euch damit zu unterstützen.
Ja, danke schön.
Danke auch, dass du mich eingeladen hast.
Das war ein tolles Gespräch.
Ja, hat mich sehr gefreut.
Mich auch.
Dir noch einen wunderschönen Tag und
ganz viel Erfolg mit Irmel und Eule.
Danke und dir mit deinem Podcast.
Danke.
Und an alle Hörer und Hörerinnen,
ich freue mich immer, wenn dieser
Podcast weiter empfohlen wird.
Gerne an ein, zwei Freunde, die von
diesem Podcast profitieren können und
denkt dran, Irmel und Eule zu abonnieren.
Bis in zwei Wochen.
Macht's gut.
Tschüss.
Ciao.